Kommentar zum FC Bayern vor Chelsea: Bayerns Triple-Blindflug

Der FC Bayern scheint bereit für den FC Chelsea. Trotzdem spricht Sportredakteur José Carlos Menzel López von einem „Blindflug“ vor dem Champions-League-Match.

München - Aus Testspielen werden gut und gerne Lehren gezogen. Wer das des FC Bayern am Freitag gegen Olympique Marseille verfolgt hat, dürfte drei Schlüsse daraus gezogen haben. Niklas Süle hat das Fußballspielen nach neun Monaten Verletzungsabstinenz nicht verlernt, seine Mannschaft nach vier Wochen ohne Spielpraxis ebenso wenig, und in Joshua Kimmich hat sie darüber hinaus noch einen durchweg verlässlichen Ersatz für den lädierten Benjamin Pavard auf der rechten Abwehrseite gefunden. Was all das für das anstehende Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Chelsea kommenden Samstag zu bedeuten hat? Richtig: gar nichts!

Der FC Bayern begibt sich ab sofort auf einen Blindflug

Der FC Bayern begibt sich ab sofort auf einen Blindflug. In der Verfassung, in der sich die Roten beim nationalen Saisonfinale vor einem Monat präsentiert haben, wären sie jetzt einer der großen Favoriten gewesen. In welcher Verfassung sich Bayern und Chelsea nächste Woche präsentieren, kann nur vermutet werden.

Hinzu kommt: Wenn es in zwei Wochen mit den Viertelfinals weitergeht, werden die Duelle im einfachen Modus ausgetragen. Heißt: Ein schlechter Tag, und selbst der größte Favorit ist plötzlich weg vom Fenster. Wir stehen vor der ungewissesten Königsklasse aller Zeiten. Und daran ändern auch die (rundum positiven) Lehren aus dem Testspiel gegen Marseille nichts.

tz-Sportredakteur José Carlos Menzel López.

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