Vertrag bis 2022

Süle-Abschied? Bayern-Boss Rummenigge im ZDF-Sportstudio überraschend offen

Niklas Süle vom FC Bayern geht auf dem Rasen.
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Gehen Niklas Süle und der FC Bayern bald getrennte Wege?

Die Zukunft von Niklas Süle beim FC Bayern ist offener als jemals zuvor. Eine Vertragsverlängerung kommt laut Karl-Heinz Rummenigge nur unter bestimmten Bedingungen infrage.

München - Der Profi-Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft, das dürfte mittlerweile allseits bekannt sein. Manchmal jedoch zuckt man ob seiner Schnelligkeit doch noch zusammen. Da wäre beispielsweise der Fall Niklas Süle. Noch im Dezember vergangenen Jahres war er zusammen mit den FCB-Sportvorständen Hasan Salihamidzic und Karl-Heinz Rummenigge zu der Gala „Sportler des Jahres“ eingeladen. Stellvertretend für die Mannschaft stand der Abwehrhüne damals auf der Bühne, flankiert von den beiden Verantwortlichen und nahm die Auszeichnung für „Die beste Mannschaft des Jahres“ entgegen. Die vergangene Saison steht immerhin für eine der erfolgreichsten Spielzeiten in der Geschichte des FC Bayern.

Süles damaliger Stellenwert bei den Bayern dürfte trotz seiner teils schweren Verletzungen in der Kategorie „Leistungsträger“ verortet gewesen sein. Nur wenige Monate später scheint seine Zukunft bei den Bayern offener denn je zu sein. Der Vertrag des 25-Jährigen bei den Bayern läuft noch bis Sommer 2022. Eine Vertragsverlängerung ist keines Falls sicher. Vielmehr scheint es so, als spiele Süle die restliche Saison auf Probe. Bei den Verantwortlichen ist man sich plötzlich nicht mehr ganz so sicher, ob der Nationalspieler in Bayerns Abwehr der Zukunft eine bedeutende Rolle spielen kann oder soll.

Niklas Süle zusammen mit Hasan Salihamidzic (l.) und Karl-Heinz Rummenigge (r.) auf der Gala „Sportler des Jahres“.

Rummenigge im ZDF-Sportstudio über Süle: „Fehler, die nicht passieren dürfen“

Der jüngste Auftritt von Karl-Heinz Rummenigge im ZDF-Sportstudio dürfte diese Zweifel untermauern. „Er hat im Sommer noch ein Jahr Vertrag. Es werden Gespräche geführt und dann wird man sehen, zu welchen Ergebnissen die führen“, äußerte sich der Vorstandsvorsitzende überraschend offen zu der Zukunft Süles.

Die anhaltenden Defensivprobleme beim Sextuple-Sieger und die Gewichtsprobleme zu Beginn der laufenden Saison sind nicht unbedingt Süles beste Argumente hinsichtlich einer Vertragsverlängerung. Bei der 1:2-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt war Süle teils ein Unsicherheitsfaktor, spielte jedoch auch als Rechtsverteidiger (Rummenigge: „Das sind Fehler, die nicht passieren dürfen“). Zudem wollen die Bayern eine Situation wie bei David Alaba, der kommenden Sommer ablösefrei den Verein verlässt, auf jeden Fall vermeiden. Die Abwehr der Münchner steht vor einem Umbruch. Alaba wird gehen, Jérôme Boateng wahrscheinlich auch - trifft es nun etwa auch Süle?

Verlängert Süle beim FC Bayern? Rumenigge: „Nur zu gewissen Konditionen“

„Wir haben auch finanziell nicht mehr die Masse zur Verfügung, die wir vor Corona hatten“, sagte Rummenigge vielsagend. „Ich weiß nicht, wie die Gespräche laufen. Wenn wir eine Lösung finden, sind wir grundsätzlich gerne bereit, den Vertrag zu verlängern. Das wird aber nur zu gewissen Konditionen möglich sein.“

Fest steht: Die Bayern planen künftig in der Innenverteidigung mit Lucas Hernandez, dem neu erworbenen Dayot Upamecano von RB Leipzig und dem Abwehrjuwel Tanguy Nianzou. Rechtsverteidiger Benjamin Pavard könnte notfalls auch innen spielen. Die Aussagen von Rummenigge machen deutlich, dass man den Vertrag von Süle nur mit gekürzten Bezügen verlängern werde. Ob der Verteidiger bei diesen finanziellen Planspielen der Bayern jedoch mitmacht, scheint zumindest fraglich. An Interessenten aus dem Ausland soll es ebenfalls nicht mangeln - der FC Chelsea mit Neu-Trainer Thomas Tuchel soll sich wohl mit einer Verpflichtung im kommenden Sommer beschäftigen.

Süle spielt bis Sommer auf Probe - schneiden sich die Bayern bei einem Abgang ins eigene Fleisch?

Der Ball liegt nun also bei Süle - bis zum Sommer hat er nun Zeit, für einen neuen Vertrag vorzuspielen. Noch ist nichts entschieden, ein Abschied aber durchaus möglich. Ob sich die Bayern bei einem Abgang Süles am Ende nicht ins eigene Fleisch schneiden, wird sich zeigen. Immerhin gehört Süle zu den besten deutschen Verteidigern, ist ein erfahrener Nationalspieler und hat durchaus schon gezeigt, dass er zum Stammpersonal beim FC Bayern gehören kann. Zudem befindet er sich mit 25 Jahren im besten Fußballalter. (kus)

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