Vor Bundesliga-Kracher

Wegen Chefetage: RB-Leipzig-Boss stichelt gegen FC Bayern - „Lösen gerne Unruhe aus“

Bayern-Bosse: Sportvorstand Hasan Salihamidzic (li.) und Vorstandschef Oliver Kahn.
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Bayern-Bosse: Sportvorstand Hasan Salihamidzic (li.) und Vorstandschef Oliver Kahn.

Vor dem Bundesliga-Kracher zwischen RB Leipzig gegen den FC Bayern gibt es eine kleine Spitze aus Sachsen in Richtung München. Es geht um die Bosse in der Säbener Straße.

München/Leipzig - Oliver Mintzlaff vermisst ihn. Karl-Heinz Rummenigge, Ex-Vorstandsboss des FC Bayern München. Der Geschäftsführer von RB Leipzig hat kurz vor dem Bundesliga-Kracher beider Klubs am Samstag (20.30 Uhr, bei tz.de im Live-Ticker) infrage gestellt, ob der deutsche Rekordmeister den Abgang des 65-Jährigen in der Chefetage wirklich kompensieren kann. Keine blumigen Worte in Richtung des neuen Vorstandsvorsitzenden Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidzic.

FC Bayern: Spitze von RB-Leipzig-Boss Oliver Mintzlaff vor Bundesliga-Kracher

„Bei den Bayern bin ich sehr gespannt, in welche Richtung die Entwicklung geht. Die Bayern waren für mich immer stark geprägt durch Karl-Heinz Rummenigge, so wie Borussia Dortmund durch Aki Watzke. Das sind zwei der besten Fußball-Manager in Deutschland. Davon haben wir zu wenige“, sagte Mintzlaff im Interview mit der Sport Bild: „Wir bräuchten mehr Rummenigges und Watzkes, die eine klare Meinung haben und dafür einstehen. Dazu sind sie exzellent vernetzt, verstehen den Fußball und stellen den Fokus für die wichtigen und zukunftsweisenden Themen des Profifußballs stets in den Vordergrund. Wir müssen aufpassen, dass wir die großen Charaktere und Impulsgeber für den deutschen Fußball nicht verlieren.“

Natürlich lösen die Bayern bei uns gerne mal ein wenig Unruhe aus. 

RB-Leipzig-Boss Oliver Mintzlaff

Zwischen Rummenigge und ihm hätte sich „über Jahre hinweg ein sehr großes Vertrauensverhältnis aufgebaut. Ich gehe davon aus, dass sich das zwischen Oliver Kahn und mir auch entwickelt“, meinte der 46-jährige RBL-Boss weiter. Damit nicht genug: Mintzlaff warf dem Bundesliga-Giganten vor, bewusst Unruhe bei der nationalen Konkurrenz zu streuen.

Konkret ging es um das Werben des FC Bayern um Leipzigs Konrad Laimer, nachdem vor dieser Saison bereits Trainer Julian Nagelsmann, Abwehrchef Dayot Upamecano und nun später Kapitän Marcel Sabitzer abgeworben wurden. Mintzlaff bestätigte das Bemühen aus der Säbener Straße in München um Laimer jetzt öffentlich.

Im Video: RB-Leipzig-Chef Oliver Mintzlaff trauert Julian Nagelsmann nicht hinterher

Oliver Mintzlaff von RB Leipzig: FC Bayern bringt bei Bundesliga-Konkurrenz Unruhe rein

„Schauen Sie, das ist die normale Vorgehensweise des FC Bayern. Natürlich lösen die Bayern bei uns, aber auch bei anderen Vereinen, gerne mal ein wenig Unruhe aus. Im Fall Konrad Laimer gab es nur eine Kontaktaufnahme zwischen dem FC Bayern und dem Spieler, nicht aber zwischen den Bayern und uns“, erzählte Mintzlaff seine Sicht der Dinge: „Für uns ist dieses Vorgehen nicht neu, daher hat es bei uns auch zu keinerlei Aktionismus geführt.“ Eine Aktion seiner Mannschaft soll nach dem missratenen Saisonstart mit nur drei Punkten und einem Sieg aus drei Spielen am Samstag folgen. (pm)

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