Abschied im Sommer?

Renato Sanches spricht offen über Zukunft bei Bayern: "Wenn es das Beste ist, zu gehen, gehe ich"

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Renato Sanches könnte die Bayern im Sommer verlassen.

Im Trainingslager sind beim FC Bayern die Kämpfe um die Stammplätze im vollen Gange. Was passiert mit Thomas Müller? Und wohin mit Mats Hummels und Kimmich? 

Update 10. Januar 2019, 17.06 Uhr: Vor allem die beiden Sechser-Positionen sind beim FC Bayern hart umkämpft. Gerade für den jungen Renato Sanches ist diese Situation nicht immer einfach. In Doha bereitet er sich auf die Rückrunde vor und will sich mit guten Leistungen bei Trainer Niko Kovac anbieten. Ob er aber auch in München bleiben werde, falls er den Durchbruch erneut nicht schafft, ließ der 21-Jährige vorerst offen: "Ich möchte einfach das Beste für mich und wenn es das Beste ist, zu bleiben, dann bleibe ich. Wenn es für mich das Beste ist, zu gehen, dann gehe ich“, sagte Sanches gegenüber Sport1

Entscheidend dafür seien seine Einsatzzeiten. Sanches fügte hinzu, aktuell sei er in München „glücklich, aber natürlich will ich mehr spielen“. Zwar zeigte er Verständnis, dass Trainer Niko Kovac bei der Überbesetzung wechseln müsse, dennoch hofft er in der Rückrunde auf mehr Spielminuten. Er fühle sich bereit und im Vergleich zur Vergangenheit auch gereift, so Sanches. Von Niko Kovac hat er offenbar ebenfalls positives Feedback bekommen, denn der Portugiese fügte hinzu, dass der Trainer aktuell zufrieden mit ihm sei.

Im zentralen Mittelfeld ist der FC Bayern top besetzt. Thiago und Leon Goretzka hatten zuletzt die Nase vorne, dahinter lauert auch noch Javi Martinez. Zudem könnte der FC Bayern sich noch einmal prominent verstärken. Hasan Salihamidzic soll an PSG herangetreten sein

Vor dem Saison-Start hatte Niko Kovac Sanches versprochen ihn zu fördern. In der Hinrunde kam der Portugiese immerhin auf 16 Einsätze, darunter vier Auftritte in der Königsklasse. Er zahlte das Vertrauen mit einem Tor und drei Assists zurück. Falls er den Durchbruch aber in der Rückrunde nicht schafft, könnte Sanches auch von Vereinsseite langsam auf die Streichliste geraten.

Müller auf der Bank? Wohin mit Kimmich? Das sind die Stammplatz-Duelle beim FC Bayern

München - Seit einigen Tagen befindet sich der FC Bayern in Doha. Wie in den vergangenen Jahren bereitet sich der Rekordmeister in Katar auf die Rückrunde 2019 vor. 

Bei sechs Punkten Rückstand in der Liga auf Tabellenführer Borussia Dortmund und dem FC Liverpool im Achtelfinale der Champions League vor der Brust, darf sich das Team von Niko Kovac keine Schwächephase mehr erlauben. Daher arbeitet man unter der Wüstensonne in Doha besonders hart. 

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Bereits am 18. Januar geht‘s für die Bayern beim Rückrundenauftakt bei der TSG Hoffenheim zur Sache. Da Trainer Kovac das Ende der Rotation ausgerufen hat, ist im Trainingslager der Kampf um die Stammplätze im vollen Gange. 

Vor allem in der Abwehr und im Mittelfeld könnte es zu einigen Härtefällen kommen, bei denen sich der eine oder andere Star auf der Bank wiederfindet. 

FC Bayern: Härtefall Hummels und der Kampf in der Abwehr

Das erste prominenten Opfer könnte es in der Abwehr des FC Bayern geben. Dort waren die Weltmeister Mats Hummels und Jerome Boateng vor der Spielzeit eigentlich gesetzt, doch in der Hinrunde hatte sich Niklas Süle einen Stammplatz erkämpft. Hummels und Boateng wechselten sich an der Seite des 23-Jährigen ab. 

Kovac gilt nicht als großer Hummels-Fan, er bevorzugt schnelle Innenverteidiger. Ob sich daran im neuen Jahr etwas ändert, darf bezweifelt werden. Bereits vor dem Jahreswechsel wurde daher über einen Abschied von Hummels spekuliert. Dem Ganzen schob Karl-Heinz Rummenigge allerdings einen Riegel vor. 

In Sachen Außenverteidiger müssen sich Joshua Kimmich und David Alaba (noch?) keine Gedanken machen. Rafinha ist lediglich ein Back-up und meldet keinerlei Stammplatz-Ansprüche an. Sollte Lucas Hernandez im Winter doch schon an die Säbener Straße wechseln, müsste sich der seit Jahren stagnierende Alaba ordentlich strecken.

FC Bayern: Wohin mit Kimmich? 

Spannend wird zu sehen sein, was Kovac mit Kimmich macht. Der 23-Jährige ist beim DFB-Team der neue Stamm-Sechser und würde diese Rolle auch gerne beim FC Bayern begleiten. In der Hinrunde durfte er das hin und wieder, wird allerdings als Rechtsverteidiger dringender benötigt. 

Mit der Rückkehr von Thiago dürfte Kimmich wieder fix als Rechtsverteidiger zurückrücken und der Spanier vermutlich mit Leon Goretzka die Doppel-Sechs bilden. Im neuen von Kovac bevorzugten 4-2-3-1-System schauen Renato Sanches und Javi Martinez in die Röhre und kämpfen im einen Platz im Kader. Spannend wird es, wenn im Frühling Weltmeister Corentin Tolisso nach seinem Kreuzbandriss wieder zum Team stößt.  

Auch im offensiven Mittelfeld gibt es einen Zweikampf. Thomas Müller und der nach seiner Knieverletzung wieder fitte James Rodriguez bereiten Kovac Kopfzerbrechen - wen stellt der Coach auf? Müller hat als Freigeist um Stürmer Robert Lewandowski wieder zur alten Stärke gefunden. 

Mit James steht ihm allerdings ein richtiger Spielmacher zur Verfügung. „Es liegt an jedem selbst, sich wieder in die Mannschaft reinzuspielen“, sagte Kovac kürzlich. 

Das spricht für James beim FC Bayern

Müller selbst sieht jedenfalls „kein Duell“ mit dem Kolumbianer. Viel mehr steht er „gerne mit ihm gemeinsam auf dem Platz“, wie der 28-Jährige im kicker zitiert wird. Pluspunkt für James: Müller fehlt in der Königsklasse rotgesperrt. 

Wenn Müller in der Offensivzentrale nicht von einem Duell spricht, so muss man das auf den Außenbahnen allemal. Die Youngsters Serge Gnabry und Kingsley Coman wollen den Altmeistern Arjen Robben und Franck Ribéry die Plätze streitig machen. 

Robben und Gnabry waren zuletzt angeschlagen, Coman fast die kopmlette Hinrunde verletzt und Ribéry sorgte vor Weihnachten zwar sportlich für Schlagzeilen, fiel aber durch seinen Hass-Post zuletzt negativ auf und wurde zu einer hohen Geldstrafe verdonnert

Interessant zu beobachten wird auch sein, wie sich Winter-Neuzugang Alphonso Davies so schlägt. Der 18-Jährige hinterließ bislang einen sehr ordentlichen Eindruck. Bei der Verletzungsanfälligkeit des Außenstürmer-Quartetts könnte er häufiger zum Einsatz kommen als zunächst gedacht.

Neuer und Lewandowski beim FC Bayern ohne Konkurrenz

Zwei Spieler im Kader des FC Bayern brauchen sich keine Gedanken um ihren Stammplatz machen. Kapitän Manuel Neuer ist genauso gesetzt wie Angreifer Lewandowski, die wirklich nur in Ausnahmefällen geschont werden dürften. 

fs

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