Flick muss umbauen

FC Bayern: Gegen Freiburg im Rhythmus bleiben und weiter siegen - Offensiv-Stars fallen wohl aus

Meister sind sie schon, die Bayern. Gegen Freiburg will das Team für Pokal und Champions League im Rhythmus bleiben. Trainer Hansi Flick muss sein Team allerdings umbauen.

  • Der FC Bayern München wurde in Bremen Meister. Zwei Ligaspiele stehen aber noch an.
  • Das Match gegen den SC Freiburg will Trainer Hansi Flick nicht auf die leichte Schulter nehmen.
  • Das Team plagen Verletzungssorgen - bei der Aufstellung muss Flick improvisieren.

München - Eines wurde am Freitag schnell klar, nachdem Hansi Flick das Podium im Stüberl an der Säbener Straße betreten hatte und sich seiner ersten virtuellen Spieltagspressekonferenz als Meister-Trainer stellte: Die beiden verbleibenden Saisonspiele gegen den SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr Sky) und nächste Woche in Wolfsburg will er nicht auf die leichte Schulter nehmen: „Es ist ganz wichtig, dass wir den Rhythmus beibehalten. Wir gehen die beiden kommenden Spiele genauso konzentriert an wie die Spiele zuvor und wollen beide erfolgreich gestalten. Die Mentalität der Mannschaft ist so, dass wir auch diese Spiele gewinnen wollen.“

Trainer Hansi Flick (l.) feiert seine erste Meisterschaft als FCB-Coach.

Allerdings plagen sich die Münchner derzeit mit Verletzungssorgen – und deswegen muss Flick gegen Freiburg bei der Aufstellung zumindest etwas improvisieren. Unter anderem wird Abwehrchef David Alaba wegen Sprunggelenksproblemen fehlen, genauso wie Alphonso Davies, der seine Gelb-Rot-Sperre aus dem Bremen-Spiel absitzen muss. Lucas Hernandez ist somit der einzige nominelle Linksverteidiger und somit könnte ein altgedienter Triple-Held Einsatzminuten in der Innenverteidigung bekommen: Javi Martinez.

Bayern-Trainer Flick: „Man kann sich auf Javi verlassen“

Über den Spanier, dessen Zukunft in München nach der Saison immer noch offen ist, sagt Flick: „Javi hatte in dieser Saison immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen. Wenn er spielt, spielt er immer mit vollem Herzen und man kann sich auf ihn verlassen. Das sind Dinge, die man als Trainer gerne sieht. Er tut der Mannschaft mit seiner Erfahrung gut.“

Neben Martinez wird dem Vernehmen nach ein weiterer verdienter Spieler zum Einsatz kommen: Sven Ulreich! Zwar wollte sich Flick am Freitag nicht aus der Reserve locken lassen, doch die Pläne hat der Bayern-Coach schon seit einiger Zeit im Kopf: „Klar denken wir auch darüber nach. In der Zeit, in der ich beim FC Bayern bin, macht Sven einen sensationellen Job.“

Fragezeichen hinter dem Einsatz von Perisic und Gnabry

Und weil sowohl hinter dem Einsatz von Ivan Perisic als auch von Serge Gnabry Fragezeichen stehen, darf sich wohl ein Bayern-Talent in der Offensive austoben. Die besten Startelf-Chancen dürften wohl Michael Cuisance (20) und Oliver Batista Meier (19) haben. Letztendlich wird es darauf ankommen, ob Flick Thomas Müller auf dem rechten Flügel oder hinter Sturmspitze Robert Lewandowski spielen lässt. Vielleicht lässt der Bayern-Coach mit zwei Stürmern agieren, was Joshua Zirkzee (19) entgegenkommen dürfte.

Egal wie die Aufstellung letztendlich aussehen wird, für die Flick-Bayern zählt nur ein Sieg. Das stellte der FCB-Trainer am Freitag klar: „Ich weiß, dass wir den einen oder anderen morgen nicht dabei haben. Wir haben die Qualität, auch dann jedes Spiel zu gewinnen.“

Manuel Bonke

Rubriklistenbild: © MIS-Sportpressefoto / Tim Groothuis

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