Nach Traum-Debüt beim DFB

Offensiv-Juwel verzaubert Fußball-Europa: Winter-Transfer zum FC Bayern?

Das Sommer-Transferfenster ist geschlossen, dennoch sieht man sich beim FC Bayern München natürlich nach zukünftigen Verstärkungen um.

München - Was war das für ein Auftritt! Es war die erste Einladung zur deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Gegen Armenien war es dann so weit: 72. Minute, Einwechslung. Ausgerechnet für Serge Gnabry, den er ja so schätzt und sogar als Vorbild bezeichnet. 19 Zeigerumdrehungen später dann der große Moment - traumhafter Spielzug, eiskalter Abschluss, Tor! Karim Adeyemi trifft zum 6:0 für die DFB-Auswahl gegen Armenien.

Der Jubel war groß - bei Adeyemi selbst, bei Bundestrainer Hansi Flick, bei Entdecker Manfred Schwabl und wohl auch bei Red Bull Salzburg. Denn dort spielt die aktuell heißeste Aktie aus Fußball-Deutschland derzeit. Die Frage ist: Wie lange noch?

Karim Adeyemi: DFB-Juwel bald vor Abschied aus Salzburg?

Karim Adeyemi wurde 2002 in München geboren, spielte als kleiner Bub sogar schon beim großen FC Bayern*. Dort wurde er nach zwei Jahren aussortiert. Bei der SpVgg Unterhaching reifte er dann aber heran, wurde zu einem der vielversprechendsten Offensiv-Talente des Kontinents und liefert seit nunmehr zwei Jahren konstant in Salzburg ab. Bilanz der laufenden Saison: Sechs Spiele, sechs Tore, eine Vorlage. Und dann kam eben jener Auftritt im Trikot der deutschen Nationalmannschaft*. Rampenlicht, große Fußball-Bühne, Traum-Debüt. Klar, dass die Österreicher Adeyemi (Vertrag bis 2024) nicht mehr lange halten können!

Nach Angaben von transfermarkt.de zieht man beim FC Barcelona und beim FC Liverpool schon eine Verpflichtung im kommenden Winter in Erwägung. Salzburg würde Adeyemi offenbar keine Steine in den Weg legen. Dem Vernehmen nach werden als Ablösesumme 30 Millionen Euro aufgerufen - alles andere als ein Schnäppchen.

FC Bayern München: Transfer von Karim Adeyemi? Die Konkurrenz schläft nicht

Andererseits kennt man das ja mit den vermeintlich hohen Preisen für Salzburg-Exporte. Zur Erinnerung: Auch ein Erling Haaland verließ die Mozartstadt eines Winters. Per Ausstiegsklausel war das für 20 Millionen Euro möglich. Borussia Dortmund wird bei einem potenziellen Weiterverkauf ein Vielfaches dessen verlangen können. Möglicherweise sind 30 Millionen für Sturmjuwel Adeyemi aktuell also gut angelegtes Geld? Auch für den FC Bayern?

Der Name Adeyemi kreist immer wieder einmal über der Säbener Straße*. Und sicher dürfte Sportvorstand Hasan Salihamidzic bei seinem Tor gegen Armenien genau hingeschaut haben. Schließlich steht man in München in den nächsten Jahren vor einem Umbruch. Robert Lewandowski und Thomas Müller werden nicht jünger, Kingsley Coman möchte den Verein offenbar verlassen - in der Offensive sind also bald frische Kräfte gefragt. Namens Adeyemi? Über ein angebliches Bayern-Interesse am jungen Stürmer wurde in den vergangenen Tagen schon von verschiedensten Medien berichtet.

Karim Adeyemi
Geboren am 18. Januar 2002 in München
Mittelstürmer
Red Bull Salzburg
Vertrag bis 30. Juni 2024
Marktwert: 20 Millionen Euro

Karim Adeyemi vor Transfer? Manfred Schwabl sieht ihn eines Tages in der Premier League

Schwabl begleitet die Karriere des Super-Sprinters schon seit Jahren, gilt als sein sportlicher Ziehvater. Das enge Verhältnis sahen die Zuschauer auch direkt nach der DFB-Premiere des 19-Jährigen - es gab noch einen kurzen Plausch mit dem Präsidenten der SpVgg Unterhaching. Die beiden haben zusammen schon viel erlebt, wie Schwabl nun bei Sport1 durchblicken ließ. Dort berichtete er von einem Probetraining beim FC Chelsea, das Adeyemi 2018 absolviert hatte. Man habe sich dann aber entschieden, dass dieser Schritt zu früh komme.

Langfristig sieht Schwabl seinen Schützling aber definitiv in der Premier League: „Auf Sicht ist er ein Spieler für England. Er steht für Attacke, ist schnell und bereit für den Zweikampf. Das hat man schon gegen Armenien gesehen. Er kann Tore schießen und vorbereiten. Auf Sicht wird die Insel seine Heimat sein.“

Schwabl, selbst übrigens auch einst beim FC Bayern* aktiv, rät dem deutschen Fußball, „ihn zurückzuholen“. Gleichzeitig macht er der Bundesliga aber klar: „Käme er nach Deutschland zurück, wäre es nur ein Zwischenschritt.“ Ob man sich damit an der Säbener Straße zufrieden gibt? (akl) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Lackovic / Imago

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