Vertrag läuft 2022 aus

Zweiter Fall Alaba? Bayern-Boss Kahn kündigt Frist an - „Was will man denn als Spieler noch mehr?“

Bayern-Boss Oliver Kahn spricht über Vertragsverhandlungen.
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Bayern-Boss Oliver Kahn spricht über Vertragsverhandlungen.

Beim FC Bayern laufen die Verträge von Niklas Süle, Leon Goretzka und Corentin Tolisso im Jahr 2022 aus. FCB-Boss Oliver Kahn deutet eine Verhandlungsfrist an.

München - Beim FC Bayern laufen die Planungen für die neue Saison auf Hochtouren. Besonders nach der Bekanntgabe von Julian Nagelsmann als Nachfolger von Trainer Hansi Flick kann die Kaderzusammenstellung Formen annehmen. Spieler wie Javi Martinez, Jerome Boateng und David Alaba werden verabschiedet. Ein namhafter Neuzugang steht mit Dayot Upamecano auch schon fest.

Doch wie sieht es mit den restlichen Spielern aus? Die erfolgreiche Mannschaft soll schließlich beisammen gehalten werden. Kein Vertrag läuft auf Lebenszeit. Bei Boateng und Martinez lief das Arbeitspapier aus, die Bosse verzichteten auch aufgrund ihres Alters auf eine Verlängerung. Der ablösefreie Verlust von David Alaba schmerzt dagegen sehr.

FC Bayern: Zweiter Fall Alaba? Süle, Goretzka und Tolisso haben bis 2022 Vertrag

Dieses Szenario soll sich keinesfalls wiederholen. Deshalb wollen die Bayern die Verträge mit ihren besten Spielern schon frühzeitig langfristig verlängern. Beim Blick auf den Kader der Münchner fällt aber auf: Bei drei Stars läuft der Kontrakt im kommenden Jahr 2022 aus. Heißt im Klartext: Verlängerung - und zwar jetzt, oder Verkauf im Sommer, um noch eine Ablöse zu kassieren.

Bei den drei Genannten handelt es sich um Leon Goretzka, Corentin Tolisso und Niklas Süle. Keiner dieser Spieler ist über 26 Jahre alt und hat einen Marktwert von unter 20 Millionen Euro. Logisch, dass die Bosse bei dieser Konstellation unruhig werden können. Bei Goretzka sind die Verhandlungen dem Anschein nach weit fortgeschritten, eine Einigung dürfte bald erfolgen. Tolisso, der zuletzt nach seinem Sehnenriss wieder das Training aufgenommen hat, gilt trotz seiner Verletzung als Verkaufskandidat. Bei Süle scheint sich die Sache etwas komplizierter zu gestalten, wie der zukünftige Bayern-Boss Oliver Kahn in der Sport Bild andeutet.

FC Bayern: Kahn kündigt Frist in Verhandlung mit Süle an

Die Gespräche mit Süle laufen demnach seit langer Zeit, zu einer Annäherung kam es offenbar nicht. Grund genug für Kahn, der zuletzt seine Transfer-Strategie verriet, den Druck zu erhöhen. Auf die Frage, ob die Bayern ein Signal in Form einer Frist setzen müssen, antwortet der 51-Jährige im Interview: „Das ist durchaus denkbar.“ Der Ton in den Verhandlungen wird offensichtlich rauer. Aufgrund der Einbußen in der Corona-Pandemie will sich der Klub keinen ablösefreien Abgang eines Topspielers mehr erlauben.

Was will man denn als Spieler noch mehr?

Oliver Kahn

Kahn legt sogar nach und macht deutlich, dass er ein mögliches Hinhalten von Spielerseite nicht nachvollziehen kann. „Man muss ja auch sehen, welches Paket wir als FC Bayern einem Spieler bieten können. Der Klub ist wirtschaftlich stabil. Der FC Bayern hat einen exzellenten Kader, der alle Titel gewinnen kann. Dazu diese wunderbare Stadt! Das muss man in Europa erst noch einmal finden“, zählt er die Vorzüge seines Vereins auf. „Was will man denn als Spieler noch mehr?“, fragt Kahn.

FC Bayern: Süle zögert mit Vertragsverlängerung - Nagelsmann könnte Ausschlag geben

Süle selbst scheint keine Eile zu haben und prüft seine Optionen, das ist sein gutes Recht. Ihm dürfte es vor allem um die sportliche Perspektive gehen. Unter dem scheidenden Trainer Flick verlor der Nationalspieler in der Innenverteidigung zeitweise seinen Stammplatz. In der Bundesliga kam der 25-Jährige in dieser Saison auch aufgrund von Verletzungen und Corona-Infektion auf keine 20 Einsätze, mehrmals musste er sogar als Rechtsverteidiger aushelfen. Beim Gewinn der Meisterschaft gegen Gladbach stand er nach auskuriertem Muskelfaserriss erstmals seit Anfang April wieder im Kader.

Der neue FCB-Coach Julian Nagelsmann könnte nun eine entscheidende Rolle in den Verhandlungen mit Süle spielen. Beide kennen sich aus gemeinsamen Zeiten bei der TSG Hoffenheim. Süle entwickelte sich unter seinem früheren Trainer zum unumstrittenen Abwehrchef und feierte sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft.

Nagelsmann bringt allerdings seinen neuen Abwehrchef aus Leipzig mit nach München. Mit Lucas Hernandez und Tanguy Nianzou stehen zudem zwei Innenverteidiger bereit, auch Benjamin Pavard schielt auf den Posten. Nach den Abgängen von Alaba und Boateng könnte sich Nagelsmann aber auch für das Duo Upamecano/Süle entscheiden, schließlich hat er bereits erfolgreich mit beiden zusammengearbeitet. Die Chancen für Süle könnten also deutlich schlechter stehen. (ck)

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