Gib mir Fünf! Bayern zerlegt VfB

Luca Toni trifft zum 3:0.
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Luca Toni trifft zum 3:0.

Stuttgart - Wenn das der FC Bayern 2009 war, dann kann man Jürgen Klinsmann nur gratulieren!

Jürgen Klinsmann prophezeite es. „Das wird ein ganz besonderes Spiel!“, hatte Klinsmann vorausgesagt. Wie besonders das Achtelfinale im DFB-Pokal zwischen dem FC Bayern und dem VfB Stuttgart aber dann tatsächlich wurde, das hatte auch Klinsmann nicht ahnen können. Am Ende fertigten die Bayern die Stuttgarter mit 5:1 ab, demütigten den schwäbische Rivalen. Und der VfB konnte froh sein, nicht noch mehr Tore kassiert zu haben. Was für eine Abreibung!

Gib mir Fünf – Schweini und Ze schießen Stuttgart ab!

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Für beide Mannschaften sollte es ein Gradmesser sein, eine Standortbestimmung. „Das Spiel wird zeigen, wie weit wir schon sind“, sagte Klinsmann vorher. Die Antwort: schon ganz, ganz weit! Der VfB hatte nicht den Hauch einer Chance. Die Bayern aber sind schon in Top-Form – und die Liga zittert!

Klinsmann entschied sich für die gleiche Startelf, die in der Hinrunde zuletzt so einen Super-Lauf gehabt hatte. Einzig Lell spielte für Oddo, weil der in den ersten drei Bundesliga­spielen gesperrt ist. „Es wird viel drauf ankommen wie die ersten 25 Minuten verlaufen“, hatte Klinsmann zuvor gesagt. Wie Recht er hatte. Denn schon nach 20 Minuten stand es 2:0 für die Bayern. Zur Halbzeit war das Spiel gelaufen, da stand’s schon 3:0. Torschützen: Schweinsteiger, Ribéry und Klose. Ribéry verschoss sogar noch einen Elfer. Jogi Löw war beeindruckt: „Die Bayern sind eindeutig die bessere Mannschaft. Der VfB hat keine Chance.“

Mann des Spiels: Zé Roberto. Der Brasilianer bereitete zwei Tore vor, erzielte eines selber. Ze einfach wunderbar! Wenn er die Bayern am Saisonende tatsächlich verlassen sollte, wäre das ein herber Verlust. Auch stark: Bastian Schweinsteiger, der zwei Tore erzielte.

Selten war ein Südderby so einseitig. Nur in den ersten zehn Minuten konnte Stuttgart mithalten. Danach überrollten die Bayern den VfB förmlich. 14. Minute: Boka spielt einen Ball direkt in den Fuß von Schweinsteiger. Der geht in den Strafraum, knallt den Ball von halbrechts ins lange Eck – 1:0! Nur 131 Sekunden später: Ribéry kann ungehindert in den Strafraum ziehen, legt ab auf Zé Roberto. Dessen Flanke landet auf Umwegen wieder bei Ribéry, der aus drei Metern einschiebt – 2:0! Und es ging munter weiter: Nach Bokas unabsichtlichem Handspiel pfeift Schriri Fandel Elfmeter. Ribery will den Ball lässig lupfen – schießt aber genau in die Arme von Lehmann, der auf einen Heber spekuliert hatte. Ganz schön arrogant, Franck!

Den Bayern war es egal. Das 3:0 macht Luca Toni noch vor Halbzeit. Und in der zweiten Hälfte setzen die Bayern ihre Lehrstunde für den VfB fort. Als Stuttgart den Druck etwas erhöhte schalteten auch die Bayern einen Gang rauf: Zé Roberto wird von Lehmann im Strafraum gefoult – Elfer. Schweini verwandelt locker zum 4:0., sein zweiter Treffer. Dann krönte Zé Roberto seine Gala-Vorstellung sogar noch mit dem 5:0 (61.). Die Demütigung war perfekt!

Der 1:5-Ehrentreffer von Gomez tat niemandem mehr weh. Philipp Lahm sagte am Ende: „Das war ein klares Zeichen an die Liga!“ Denn eines ist klar: Auch in Hoffenheim dürfte man das Spiel gesehen haben…

jj, mv, ta

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Quelle: tz

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