Erfolgscoach ist wohl heiß begehrt

Doch nicht Bundestrainer? Hansi Flick hat offenbar noch ganz andere Optionen

Die Zukunft von Hansi Flick ist geklärt - zumindest bis zum 30. Juni 2021. Was danach passiert, ist noch offen. Bundestrainer? Angeblich hat der FCB-Coach gleich mehrere Optionen.

München - Das bittere Ausscheiden aus der Champions League im Viertelfinale gegen Paris Saint-Germain hat der FC Bayern noch nicht richtig verdaut, da nehmen die Spekulationen um die Zukunft von Hansi Flick richtig Fahrt auf. Zugegeben, der FCB-Coach war mit seinem fast fünfminütigem Pamphlet bei Sky nach dem Duell mit PSG daran selbst nicht ganz unbeteiligt.

Die Gemengelage an der Säbener Straße ist aktuell so, dass man sich dort ab Sommer wohl nach einem neuen Übungsleiter umschauen muss. Die Gräben zwischen Flick und Sportdirektor Hasan Salihamidzic sind zu tief, als dass da noch was zu kitten wäre. Selbst wenn Oliver Kahn in den kommenden Tagen das Gespräch mit dem Trainer suchen wird.

Dem Vernehmen nach schielt Flick auf die Nachfolge von Bundestrainer Joachim Löw, der das Amt nach der EM im Sommer zur Verfügung stellt. Offenbar ist der aktuelle FCB-Coach auch intern die Wunschlösung des DFB, wenn auch nicht offiziell, da er bei den Münchnern noch einen Vertrag bis 2023 besitzt.

FC Bayern: Wird Hansi Flick doch kein Bundestrainer? FCB-Coach hat wohl mehrere Optionen

Wird Flick also der neue Bundestrainer? So klar ist das offenbar nicht, denn der kicker wirft nun in den Raum, dass der 56-Jährige auch noch „Anfragen europäischer Topvereine“ habe. Um wen es sich dabei handelt, kann nur spekuliert werden. Aber wäre das Ausland für Familienmensch Flick tatsächlich eine Option?

Für den gebürtigen Heidelberger wäre die Option DFB mit dem Standort Frankfurt aufgrund der geographischen Nähe zu seiner Heimat verlockend. Was würde also für Mailand, Madrid oder Manchester sprechen? Auf den ersten Blick eigentlich eher wenig.

Allerdings ist Flick erfolgsbesessen und will aus einer Mannschaft mit seinem Weg immer das Bestmögliche rausholen. Dies kann er beim FC Bayern nicht uneingeschränkt. In der Premier League aber würde es durchaus funktionieren, weil dort ein anderes Trainer-Modell herrscht. Dort ist der Coach auch gleichzeitig Teammanager, was Flick ja durchaus taugen könnte.

Doch die Top-Klubs auf der Insel haben aktuell auch Top-Trainer. Jürgen Klopp beim FC Liverpool, Pep Guardiola bei Manchester City oder der FC Chelsea mit Thomas Tuchel. Vereine aus der zweiten Reihe wie der FC Arsenal oder Tottenham Hotspur, bei denen es aktuell auch nicht rosig aussieht, wären für Flick eher kein Upgrade.

Ein Wechsel in die Serie A zu Juventus Turin, wo Andrea Pirlo so seine Probleme im ersten Jahr hat, oder zum AC Milan kann man sich für Flick auch irgendwie nicht vorstellen. Und LaLiga? Da sind Real Madrid mit Zinedine Zidane und der FC Barcelona und Ronald Koeman eigentlich auch keine Optionen.

Die vermeintlichen Angebote dürften Flick also ehren. Aber falls er den FC Bayern verlassen sollte, dann vermutlich nur, wenn er auch Bundestrainer wird. (smk)

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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