Kommentar zur Trainer-Frage in München

Doppel-Lösung Tuchel und Flick? Das würde beim FC Bayern niemals funktionieren

Der FC Bayern München soll über eine Doppel-Lösung aus Thomas Tuchel und Hansi Flick nachdenken. Doch davon sollten die Bosse um Karl-Heinz Rummenigge dringend absehen. Ein Kommentar.

  • Die Trainer-Frage ist beim FC Bayern weiter offen.
  • Sind Thomas Tuchel und Hansi Flick als mögliche Doppel-Lösung vorstellbar?
  • Unser Kommentar zur aktuellen Diskussion rund um den FCB.

Stellen Sie sich mal vor, Sie wurden bei Ihrem Arbeitgeber in eine attraktive Stelle befördert. Nicht, weil Sie sich darum beworben haben.

Nicht, weil Sie permanent Ihren Lebenslauf an die Personalabteilung geschickt haben. Sondern einfach nur, weil Sie hart arbeiten und immer Leistung bringen.

Die Mitarbeiter mögen Sie. Die Chefs schätzen Sie. Ihre Arbeit ist nachweislich erfolgreich und effektiv. Und damit wirtschaftlich für das Unternehmen. Doch dann wird Ihnen plötzlich eine andere Führungskraft vorgesetzt.

Würde Thomas Tuchel beim FC Bayern wirklich funktionieren?

Jemand, der woanders zwar bemerkenswert abgeliefert hat. Der aber Ihren Konzern nicht von innen kennt, von dem man schon gar nicht weiß, ob seine Ideen bei Ihrem Arbeitgeber greifen - oder stattdessen ein Risiko sind. Blöd! Oder nicht?

Genauso könnte man das Szenario beschreiben, sollte sich der FC Bayern München in der Trainer-Frage für eben jene Doppel-Lösung entscheiden, von der nun die Sport Bild berichtet hat: Kandidat Thomas Tuchel plus Interimscoach Hansi Flick.

Freund der Spieler: Bayern-Trainer Hansi Flick.

Leon Goretzka spricht sich für Hansi Flick aus

Noch immer wird darüber gemutmaßt, auch vor dem Bundesliga-Topspiel in Gladbach (Samstag, 15.30 Uhr, hier im Live-Ticker) werFlick beim Rekordmeister denn nun langfristig beerben könnte. 

Obwohl die Spieler, also diejenigen, um die es letzten Endes geht, ein Plädoyer nach dem anderen für den 54-jährigen Badener halten - zuletzt Leon Goretzka bei einem Fanklub-Besuch für den FC Bayern in einem kleinen oberbayerischen Dorf nahe Erding.

„Er macht einen sehr guten Job. Die Trainerfrage ist nicht von mir zu entscheiden, das machen andere“, sagte der Mittelfeldspieler dem Nachrichtenportal t-online.de: „Aber er hat sich in den letzten Wochen auf jeden Fall empfohlen.“

Trainer von PSG: Thomas Tuchel (li.).

FC Bayern: Karl-Heinz Rummenigge mag die ganz großen Namen

Goretzka, 24, ist beim Rekordmeister nicht nur wegen seiner fußballerischen Qualitäten als Führungsspieler der Zukunft fest eingeplant, sondern auch, weil der Bochumer als sehr reflektiert gilt. 

Ebenso reflektiert sollten die Bayern-Bosse in der Trainer-Frage über Flick entscheiden. Gibt es denn etwas Besseres, wie wenn Führungskräfte Hand in Hand arbeiten? Einig. Ohne Störfeuer. Aufeinander fokussiert.

Tuchel wird insbesondere aus seiner Zeit bei Borussia Dortmund (2015 - 2017) ein schwieriger, weil eigenwilliger Charakter nachgesagt. Flick dagegen emanzipiert sich gerade erst als empathischer Cheftrainer.

FC Bayern: Alles spricht für Hansi Flick 

Beide widersprechen sich in ihrem Führungsstil erheblich. Flick stellt sich immer bedingungslos vor seine Spieler. Tuchel ist dagegen bekannt dafür, seine Stars auch mal öffentlich abzuwatschen. 

Die Profis von Paris Saint-Germain sollen deswegen teils sauer auf ihn sein. Eine Degradierung von Flick könnte das Bayern-Personal indes regelrecht irritieren.

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge mag zwar die ganz großen Namen: Jürgen Klopp, Pep Guardiola oder Mauricio Pochettino. 

Doch die Chefs an der Säbener Straße sind gut beraten, allen voran Rummenigge, nichts an der aktuellen Trainer-Mannschaft-Konstellation zu ändern. Denn: Tuchel neben Flick - das würde niemals funktionieren.

Ein Kommentar von Patrick Mayer

Quelle: tz

Rubriklistenbild: © dpa / Maja Hitij

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