Hoeneß: Lasst Rensing in Ruhe!

Michael Rensing muss weiter um Akzeptanz kämpfen.
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Michael Rensing muss weiter um Akzeptanz kämpfen.

Eigentlich hätte sich Michael Rensing doch freuen können: Der Sieg gegen den 1. FC Nürnberg, nach fünf Gegentoren gegen Bremen wieder ein Zu-null-Spiel.

Dazu einige gute Paraden und auch die Fans standen hinter ihm. Mit „Michael Rensing“-Sprechchören stärkten ihm die Anhänger während der Partie den Rücken. Er hätte sich also mit breiter Brust den Journalisten stellen können. Doch Rensing zog es vor, unbehelligt die Allianz Arena zu verlassen, er verschwand nach dem Spiel durch einen Hinterausgang. „Ich möchte mich in diesen Tagen nicht äußern“, sagte er zur tz. Der Torhüter legte sich selbst einen Maulkorb an.

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Uli Hoeneß aber wollte über Rensing reden – und brach eine Lanze für die neue Nummer eins im Bayern-Tor. Denn Hoeneß hält die Diskussion um Rensing für völlig überzogen. „Ich fand die Diskussion an den Haaren herbeigezogen. Denn wenn überhaupt, hatte der Michael nur an einem Tor Schuld und das war das fünfte. Und ob wir 4:0 oder 5:0 verlieren, macht den Braten auch nicht fett. Die Niederlage an Michael Rensing festzumachen, wäre völlig falsch“, schimpfte der Manager:Lasst Rensing in Ruhe!Der Manager vertraut dem Kahn-Nachfolger und war mit dessen Leistung gegen Nürnberg absolut zufrieden. „Er hat in der zweiten Halbzeit zwei, drei wunderbare Bälle gehalten. Das war gut für sein Selbstvertrauen. Er hat souverän gehalten und es war gut für ihn, dass er überhaupt etwas zu halten bekommen hat. Das hat er in guter Art und Weise bewältigt“, sagte Hoeneß.

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Auch die Mannschaft steht hinter Rensing. „Michi hat unser vollstes Vertrauen. Für uns stand er nie zur Debatte“, sagt auch Andreas Ottl. Viel bekam Rensing gegen Nürnberg zwar nicht zu tun, nach einer kleinen Unsicherheit zu Beginn bewältigte er seine Aufgaben danach sicher und souverän. „Rensing hat heute zwei gute Paraden gezeigt, das ist gut für sein Nerven“, sagte Zé Roberto. Und er verriet, dass die ganze Mannschaft dem Torhüter Mut gemacht hat: „Wir haben vor dem Spiel mit ihm geredet und ihm gut zugesprochen.“ Rensing bekommt Unterstützung von seinen Kollegen!

Auch ARD-Experte Mehmet Scholl glaubt an Rensing. Auch wenn er glaubt, dass man dem Keeper noch Zeit geben muss. „Michael ist in einem Prozess. Das kann auch noch Jahre dauern, bis er Olli Kahn vollständig ersetzen kann. Besonders vom Standing her.“ Und Zu-null-Spiele sind auf diesem Weg natürlich das beste Argument.

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Quelle: tz

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