Skurrile Aktion soll Türen öffnen

Kölner Chor will Podolski herbeisingen

Der rund 80-köpfige Chor beim Einsingen des Lieds. "Wir haben uns kräftig amüsiert, als wir das gemacht haben", so Pfarrer Hans Mörtter.

Köln/München - Ist ein Wechsel keine Frage des Geldes, sondern des Herzens? Ein Kölner Kirchenchor versucht jetzt, Lukas Podolski in dessen Heimat zurückzusingen.

Die Liste der Interessenten wird immer länger: Manchester City, der Hamburger SV, Borussia Dortmund, der 1. FC Köln, Tottenham Hotspur, Olympique Marseille. Sie alle sollen an Lukas Podolski Interesse haben. Und der Angreifer a.D. hat genug von der Bayern-Bank und will weg aus München.

Lukas Podolski mal anders

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Ein Wechsel ist vielleicht nur eine Frage des Preises. "Wenn jemand bietet, was unserem Vorstand gefallen könnte, wird man sich hinsetzen und diskutieren", sagte Franz Beckenbauer Ende November. Doch ausgerechnet der Verein, zu dem Poldi sich sehnt, hat die geringsten finanziellen Mittel. Lukas Podolski und der 1. FC Köln - wird das noch was?

Festgefahrene Situationen erfordern ungewöhnliche Mittel. So dachte sich der Chor der Kölner Lutherkirche. "Wir sagten uns: Da müssen wir einfach mal was machen", so Pfarrer Hans Mörtter zu tz-online.de. Also schrieb Autorin Alida Pisu den Text "Holt den Lukas nach Haus". Auch eine Melodie war schnell gefunden. Dann trafen sich die rund 80 Kölner, um, so Pfarrer Mörtter, ein "Weihnachtsgeschenk für Podolski" einzusingen. In voller FC-Montur, aus voller Kehle, mit vollem Herzen.

Video: Holt den Lukas nach Haus

Ein Kölner Chor versucht mit einem skurrilen Lied, Lukas Podolski in dessen Heimat zu locken.

Pfarrer Hans Mörtter ist zuversichtlich, dass die Gesangseinlage wirkt. "In Köln bewegt man viel über Emotionen", sagt der Pfarrer. "Da kommt Bewegung auf, und auf einmal öffnen sich Türen, die vorher noch zu waren."

Reichen Emotionen alleine, um den verlorenen Sohn in seine Heimat zurück zu lotsen? Fußball ist ein Geschäft, und der FC Bayern und der 1. FC Köln liegen bei ihren Verhandlungen finanziell immer noch weit auseinander. Kann man Funktionäre wie Kölns Manager Michael Meier und Bayern-Manager Uli Hoeneß etwa mit einem Lied dazu bewegen, aufeinander zuzugehen? "Das ist die große Frage", ist sich Pfarrer Mörtter bewusst, "und da setze ich dann ein Stück weit auch auf Weihnachten. Geld regiert nicht allein die Welt."

Mörtter bringt die Gefühlslage der Kölner Fußballfans auf den Punkt: "Man soll Podolski die Chance geben, in der Stadt zu spielen, die er liebt." Bekommt er diese dank der Kraft der Musik?

al.

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Quelle: tz

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