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Die Bayern retten sich in die Champions League

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Das Titel-Wunder ist ausgeblieben, aber mit all seiner Routine hat sich der FC Bayern München im “Endspiel“ gegen den VfB Stuttgart zur direkten Qualifikation für die Champions League gerettet.

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Durch das 2:1 (1:0) gegen den VfB beendet der Fußball- Rekordmeister eine insgesamt enttäuschende Saison doch noch auf dem zweiten Tabellenplatz hinter dem neuen Meister VfL Wolfsburg. Im fünften und letzten Spiel von Kurzzeit-Coach Jupp Heynckes bescherten Khalid Boulahrouz (16. Minute/Eigentor) und Mark van Bommel (60.) den Münchnern den Sieg, der ihnen auch in der kommenden Saison Millionen- Einnahmen aus der Königsklasse garantiert. Dagegen müssen die Schwaben, bei denen das 1:2 durch Mario Gomez (63.) zu wenig war, als Tabellendritte bis zur Qualifikationsrunde im August um den Einzug in Europas Elite-Liga bangen.

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Gegen zu zaghafte Stuttgarter begannen auch die Münchner in ihrer 1500. Bundesliga-Partie vorsichtig - zu viel stand wohl auf dem Spiel. Ein wenig wich die große Sorge nach dem Führungstreffer: Nach Doppelpass mit Lukas Podolski spielte Franck Ribéry den Ball in die Mitte, wo Pechvogel Boulahrouz ins eigene Tor abfälschte. Der von den Bayern-Anhängern gnadenlos ausgepfiffene VfB-Schlussmann Jens Lehmann war machtlos. Das wäre der 39-Jährige auch in der 44. Minute nach einem Boulahrouz-Patzer gewesen, doch Luca Toni semmelte aus sechs Metern zur Fassungslosigkeit der Fans über das Tor. Als sich der italienische Weltmeister den Ball dann kurz vor der Pause (45.+2) zu weit vorlegte, war Lehmann auf dem Posten.

Während bei den Münchnern wieder einmal Ribéry, der den angehenden Nationalspieler Christian Träsch ein ums andere Mal vor unlösbare Probleme stellte, oft den Unterschied ausmachte, kam die Mannschaft von Erfolgscoach Markus Babbel nie so recht ins überaus faire Spiel. Dennoch ergaben sich Möglichkeiten, aber Bayern-Schlussmann Jörg Butt war gegen Thomas Hitzlsperger (24.) und Gomez (27./41.) zur Stelle.

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Nach der Pause plätscherte das insgesamt recht magere “Endspiel“ vor sich hin, ehe ein weiterer Geistesblitz von Ribéry nach einer Stunde das 2:0 ermöglichte. Von Bastian Schweinsteiger kam der Ball zum Franzosen, der Torschütze van Bommel mustergültig bediente; der “Tunnel“ des Torschützen für Lehmann freute den Großteil der 69 000 Zuschauer in der ausverkauften Arena. Einen Treffer des in der 88. Minute unter viel Beifall ausgewechselten Podolski in dessen Abschiedsspiel erkannte Referee Florian Meyer wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht an, im Gegenzug traf dann Gomez zu seinem 24. Saisontor. In der 73. Minute hatte der Nationalstürmer nach einem Demichelis-Fehler gar den Ausgleich für die stärker werdenden Stuttgarter auf dem Fuß.

In der Schlussphase war das Spiel spannend, aber es blieb beim Bayern-Sieg an diesem 23. Mai. Ein gutes Datum für den FCB, denn auf den Tag genau acht Jahre zuvor war der Sieg in der Champions League gefeiert worden. Diesmal reichte es nach einer Saison mit vielen Missverständnissen, die ihren Tiefpunkt in der Entlassung von Jürgen Klinsmann hatte, wenigstens für die direkte Qualifikation.

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