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Rummenigge will nachlegen, Hoeneß Reservisten überprüfen

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Karl-Heinz Rummenigge will nächste Saison die Titel wieder an der Säbener Straße sehen. Dafür sollen noch weitere Personalien geklärt werden.
Karl-Heinz Rummenigge will nächste Saison die Titel wieder an der Säbener Straße sehen. Dafür sollen noch weitere Personalien geklärt werden. © dpa

München - Nach der Verpflichtung von Rekordtransfer Mario Gomez als viertem Neuzugang beim FC Bayern ist noch nicht Schluss mit der Einkaufstour der Münchner.

"Ich gehe davon aus, dass wir schon noch den einen oder anderen Transfer tätigen. Aber ich glaube nicht, dass wir eine ganz große Offensive machen müssen. Wir haben eine gute Mannschaft", sagte Karl-Heinz Rummenigge. Vorstandskollege Uli Hoeneß erwartet, dass binnen 14 Tagen "alle Weichen gestellt" werden. Nach dem Pfingstwochenende trifft sich Louis van Gaal zu zweitägigen Beratungen in München mit seinen neuen Bossen, um mit diesen Personalien und Planungen für seine am 1. Juli mit dem Eröffnungs-Training beginnende Amtszeit durchzugehen.

"Wir werden die Dinge konkret besprechen und dann wird man weiter sehen", sagte Rummenigge im Bayerischen Rundfunk. Vor allem ein Rechtsverteidiger wird dringend gesucht, denn auf dieser Abwehrflanke offenbarte der Rekordmeister im abgelaufenen Spieljahr mit dem nicht überzeugenden Christian Lell und dem enttäuschenden Massimo Oddo deutliche Lücken. Und Philipp Lahm, das betonte Hoeneß, solle auf der Position des Linksverteidigers bleiben. Als Favorit gilt Dario Srna von UEFA-Cup-Sieger Schachtjor Donezk . "Er hat uns allen ausnahmslos gefallen", hatte Rummenigge kürzlich erklärt.

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Nach den Einkäufen von Anatolij Timoschtschuk (Zenit St. Petersburg), Ivica Olic (Hamburger SV) und Alexander Baumjohann (Borussia Mönchengladbach) sowie der Rückkehr des an den Karlsruher SC ausgeliehenen Andreas Görlitz liegt es nahe, dass die Münchner auch Spieler loswerden wollen. Weg sind bereits Lukas Podolski und Oddo, weitere könnten folgen. "Die Leistung stimmt nicht bei jedem 100-prozentig mit dem überein, was in den Verträgen steht", sagte Hoeneß der "Sport Bild" und kündigte eine Unterredung mit Bastian Schweinsteiger an. Der Mittelfeldakteur werde "nichts Schlimmes" zu hören bekommen. "Aber man muss ihm die Frage ganz klar stellen, ob er weiterhin nur ein Mitläufer sein will."

Im Bayern-Vorstand gab es schon Gespräche über Spieler, bei denen man eventuell umdenken müsse. "Aber wie radikal der Wechsel irgendwann sein muss, müssen wir noch mal besprechen", sagte Hoeneß. Sein oberstes Gebot dabei: Verträge werden von Bayern-Seite eingehalten. Zunächst soll van Gaal sowieso Zeit eingeräumt werden. "Er will den Kader übernehmen, sich ein Bild verschaffen und in der nächsten Transfer-Periode nachbessern", erklärte der Manager.

Nach dem Zugang von Gomez für den Angriff könnte aber auch ein Stürmer gehen, spekuliert wird ein vorzeitiger Wechsel des bis 2010 gebundenen Toni. 30-Millionen-Mann Gomez geht indes davon aus, dass auch die umworbenen Asse Franck Ribéry und Lahm "nicht abgegeben werden". Während Lahm von Hoeneß so oder so ein klares "Nein" bekommen würde, ist ein Abgang des Franzosen, für den es "mal eine lockere Anfrage von ManU" gab", nicht kategorisch ausgeschlossen. "Wenn wir ihn abgeben würden, dann wären wir zu der Entscheidung gekommen, dass uns das viele Geld hilft, die Mannschaft so zu verstärken, dass sie insgesamt stärker ist", philosophierte Hoeneß.

Abseits des Profikaders sind weitere Personalien entschieden: Im Gegensatz zu ihrem entlassenen Chef Jürgen Klinsmann werden die Fitness-Trainer Darcy Norman und Marcelo Martins ebenso wie Psychologe Philipp Laux bleiben.

Von Christian Kunz, dpa

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