Nicht entlassen: Klinsi gratuliert Babbel

Jürgen Klinsmann (l.) und Markus Babbel im Jahr 2005
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Jürgen Klinsmann (l.) und Markus Babbel im Jahr 2005

Stuttgart - Das ist Kollegialität: Mehrere aktuelle und ehemalige Trainer haben Markus Babbel telefonisch zu seiner Weiterbeschäftigung als Teamchef des VfB Stuttgart gratuliert.

“Jürgen Klinsmann, Ottmar Hitzfeld und viele andere Kollegen haben mich angerufen“, sagte er am Freitag bei der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den FC Bayern München. “Das hat mich unheimlich gefreut. Das gibt Kraft und Dynamik.“ Der Vorstand des schwäbischen Fußball-Bundesligisten hatte Babbel und seinem Trainerteam am Mittwoch nach einer Krisensitzung trotz der Pokal-Pleite gegen Zweitligist SpVgg Greuther Fürth und weiterer vier Niederlagen zuvor das Vertrauen ausgesprochen.

Babbel bezog zwei Tage nach dem Treuebekenntnis der VfB- Verantwortlichen erstmals dazu Stellung. “Ich weiß, dass das in so einer Situation nicht normal ist“, bedankte sich der 37 Jahre alte Bayer für den Rückhalt. “Mir geht es darum, etwas zurückzuzahlen. Ich habe vom Verein viel bekommen. Ich genieße hier großes Vertrauen.“ Er wisse aber auch, dass er Ergebnisse erzielen müsse. Auch wenn Sportdirektor Horst Heldt am Mittwoch die Frage nach einem Ultimatum entschieden verneint hatte, ist klar, dass Babbel nur im Fall eines klaren sportlichen Aufwärtstrends eine längerfristige Perspektive bei den Stuttgartern hat.

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Heldt stellte klar, dass die Situation trotz der einmütig beschlossenen weiteren Zusammenarbeit “nicht einfacher“ geworden sei. “Wir brauchen Ergebnisse, wir brauchen Punkte“, sagte er und gab keine Antwort auf die Frage, ob Babbel auch im Fall von Niederlagen gegen die Bayern am Samstag und gegen den FC Sevilla in der Champions League am kommenden Mittwoch im Amt bleibe. Seine “intensive und gute Freundschaft“ zu Babbel habe bei der Entscheidung zugunsten des Trainerteams keine Rolle gespielt, versicherte der Manager: “Wir handeln aus Überzeugung.“

Babbel reagierte auf die Frage, ob die Freundschaft zwischen den beiden gelitten habe, mit einem entspannten bayerischen “Moagst mi no?“. Der ehemalige Weltklasse-Verteidiger, der im vergangenen November auf Heldts Vorschlag hin die Nachfolge des zuletzt glücklosen Meister-Machers Armin Veh angetreten hatte, betonte aber auch: “Unsere Freundschaft wird nie darunter leiden“, egal wie sich die Angelegenheit weiter entwickele.

dpa

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