Theiss, Höfl-Riesch und Neuner

Pokal-Grazien im Interview: "Das geht in die Arme"

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Dr. Christine Theiss (l.) und Lena Neuner (r.) hatten bereits das Vergnügen, am Samstag wird Maria Höfl-Riesch (M.) den Pokal ins Stadion bringen.

München - Bevor am Samstagabend (freude-)trunkene Männer Unfug mit ihm treiben können, wird der DFB-Pokal seit Jahren in Frauenhände gegeben. Die tz sprach mit Christine Theiss, Maria Höfl-Riesch und Magdalena Neuner.

2012 brachte ihn Lena Neuner ins Berliner Olympiastadion, 2013 Dr. Christine Theiss, am Samstag trägt Maria Höfl-Riesch die 5,7 kg schwere Trophäe (materieller Wert über 100 000 Euro) in die Arena. Die tz sprach mit ihnen.

Was ist das für ein Gefühl, vor über 70 000 Zuschauern den Pokal auf das Feld zu tragen?

Neuner: Das war ein unglaublicher Moment. Ich empfand das als Ehre, dabei sein zu dürfen. Ich war ja schon ein paar Mal in einem Fußballstadion, aber an diesem Tag war einfach alles anders. Die Anspannung der Spieler, die Erwartung der Zuschauer, die vielen Ehrengäste. Das war ein Tag, den man nicht so schnell vergisst und bei dem deutlich wurde, wie hoch der Stellenwert des Fußballs in unserem Land ist.

Theiss: Das kann ich bestätigen. Inmitten dieses aufgeladenen Kessels zu stehen, das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Man spürt überall die knisternde Vorfreude.

Was erwarten Sie, Frau Höfl-Riesch?

Höfl-Riesch: Bei meinen Skirennen waren nie so viele Menschen. Aber ich denke, man kann die Situation gut mit der Olympia-Eröffnungsfeier in Sotschi vergleichen. Da haben im Stadion auch 40 000 und an den Fernsehgeräten viele Millionen zugeschaut. Nur ist mein Outfit diesmal ein anderes.

Tragen auch Sie Gold wie Ihre Vorgängerinnen?

Höfl-Riesch: Ja, das ist vom DFB so vorgegeben. Goldenes Kleid, goldener Pokal, ein großes Finale, ich finde, das passt. Für mich war es nur eine Stoff-Frage. Das Kleid haben übrigens die Designer entworfen, die auch schon um mein Hochzeitskleid gemacht haben. Den beiden vertraue ich blind.

Bloß nicht die Nationalhymne singen!

Apropos Vertrauen. Rudi ­Assauer ist der Pokal in einer ­Feierlaune mal runtergefallen. Hatten Sie Angst?

Neuner: Angst hatte ich eigentlich nicht. Aber der Pott ist ganz schön schwer. Ich glaube nicht, dass ich zu den Schwächsten und Unfittesten gehöre. Aber mit der Zeit ging das Gewicht ganz schön in die Arme. Ich war jedenfalls froh, als ich den Pokal abgeben konnte.

Gut, dass Sie quasi aus dem Training kommen?

Höfl-Riesch: An so etwas denke ich gar nicht. Wenn ich beim Slalom am Start gestanden bin, habe ich auch nicht daran gedacht, dass ich einfädeln könnte. Ich gehe die Sache konzentriert und fokussiert an, dann klappt das schon (lacht).

Wurde jemand von Ihnen gefragt, ob Sie zusätzlich noch die Nationalhymne singen wollen?

Neuner: Nein, das hat man vorsichtshalber nicht getan. Ich bin zwar durchaus musikalisch, aber ich glaube nicht, dass Deutschland darauf wartet, dass Frau Neuner die Hymne singt. Und das mit dem falschen Text gab es ja auch schon mal.

Höfl-Riesch: Den Text würde ich hinbekommen, mein Problem wäre die Treffsicherheit bei den Tönen. Für die Zuschauer ist es sicher besser, wenn jemand anderes singt.

Theiss: Ich wurde sogar ausdrücklich darauf hingewiesen es nicht zu tun. Durch die Größe des Stadions hat man keine Chance, zeitgleich zu singen. Man hört die Kapelle direkt neben sich, aber das Publikum folgt erst mit einiger Verzögerung.

Wie steht es um Ihre Fußballkenntnisse?

Neuner: Also ich würde mich nicht unbedingt als Experte bezeichnen. Aber hin und wieder schaue ich schon mal ein Fußballspiel an. Vor allem, wenn es in der Champions League um etwas geht. Oder natürlich auch bei der WM. Das Problem ist, dass mein Mann auch nicht so der ganz große Fußball-Fan ist, sondern eher zum Eishockey geht. Deshalb bin ich zu Hause in Sachen Fußball gar nicht so sehr in Zugzwang.

Bayern - BVB: Das Duell der Spielerfrauen

Bayern - BVB: Das Duell der Spielerfrauen

Immer top gekleidet: Cathy Fischer, die Freundin von BVB-Stars Mats Hummels. 2013 wurde sie zur Spielerfrau des Jahres gewählt. Doch auch die Bayern-Stars haben hübsche Frauen. Wir zeigen die schönen Begleiter der Fußballer. © dpa
MARIO GÖTZE: Seine Freundin Ann-Kathrin ist Model und beeindruckend schön. © Ann-Kathrin Brömmel bei Instagram
Bürgerlich heißt sie Ann-Kathrin Brömmel, doch als Model nennt sie sich Ann-Kathrin Vida. © Ann-Kathrin Brömmel bei Instagram
Die Blondine stellt sehr gerne von sich vorm Spiegel geschossene Fotos auf ihr Instagram-Profil. © Ann-Kathrin Brömmel bei Instagram
Hui! Ann-Kathrin oben ohne! © Ann-Kathrin Brömmel bei Instagram
ROBERT LEWANDOWSKI: Seine Anna gehört bald auch zu den Bayern-Spielerfrauen. Noch drückt sie ihrem Robert aber für den BVB die Daumen. Seit Juni 2013 ist der polnische Nationalspieler mit der Karate-Weltmeisterin verheiratet. © dpa
THIAGO ALCANTARA: Auch die Freundin des Spaniers ist bei Instagram sehr aktiv ... © Julia Vigas bei Instagram
... und postet fleißig Fotos. © Julia Vigas bei Instagram
LUKASZ PISZCZEK: 2009 heiratete der Rechtsverteidiger der Dortmunder seine Ewa. © dpa
DAVID ALABA: Auf der Wiesn 2013 hatte seine Katja ihren ersten großen öffentlichen Auftritt an seiner Seite. Katja ist übrigens auch Profi-Sportlerin. Sie ist in der österreichischen Handball-Nationalmannschaft aktiv. © dpa
MANUEL NEUER: Seine Herzensdame Kathrin hält sich eher fern aus der Öffentlichkeit, © M.I.S.
ARJEN ROBBEN: Der Oranje-Star brachte seine Bernadien mit nach München. Die beiden heirateten im Jahr 2007. © dpa
DIEGO CONTENTO: Bayerns Verteidiger mit seiner Freundin Jessica - ein schönes Paar! © M.I.S.
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THOMAS MÜLLER: Seit 1. Dezember 2009 ist er mit seiner Lisa verheiratet, © sampics
Hier zeigen sich die beiden am Rande eines Spiels der U17-Junioren des FC Bayern. © sampics
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BASTIAN SCHWEINSTEIGER: Die bekannteste der Bayern-Ladies ist wohl Sarah Brandner, die Freundin von Bastian Schweinsteiger. © M.I.S.
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FRANCK RIBÉRY: Auf dem Platz macht der Franzose verrückte Dinge, zu Hause ist er ganz und gar bodenständig. Der gläubige Moslem ist mit Wahiba verheiratet. © sampics
Die beiden haben gemeinsam zwei Töchter, Hiziya und Shahinez. © dpa
ROMAN WEIDENFELLER: Ein Kerz und eine Seele: Der BVB-Keeper und seine Freundin Lisa. © dpa
PHILIPP LAHM: Die süße Bayerin Claudia steht Lahm seit Anfang 2008 zur Seite. © dpa
DANTE: Mit seiner Jocelina strahlt er um die Wette. © dpa
DANIEL VAN BUYTEN: Die Freundin des langen Belgiers heißt Celine. Die beiden haben zwei Kinder. © dpa
RAFINHA: Der Brasilianer ist daheim ganz zahm. © Jantz
Er brachte Freundin Carolina und Tochter Maria-Luiza mit nach München. © M.I.S.
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TONI KROOS: Die Freundin des Mittelfeldmanns mag die Öffentlichkeit offenbar nicht so gerne, aber ab und an zeigt sich Jessica dann doch. © dpa
MARCEL SCHMELZER: Still und heimlich haben er und seine Jenny im Mai 2013 geheiratet. © dpa
Frau Höfl-Riesch, das ist bei Ihnen etwas anders, oder?

Höfl-Riesch: Ich bin seit meiner Kindheit Bayernfan und war in den vergangenen beiden Jahren auch schon beim Pokalfinale in Berlin. Das 2:5 gegen Dortmund war bitter. Da haben die Bayern noch eine Rechnung offen.

Wem drücken Sie am Samstag die Daumen?

Theiss: Als großer Bayern-Fan natürlich den Münchnern. Ich bin noch bis Ende Mai in Spanien bei Dreharbeiten, wir machen am Samstag eine große Liveübertragung in einer Strandbar für das gesamte Team.

Neuner: Ist ja wohl klar, dass ich den Bayern die Daumen drücke. Jetzt erst recht, nachdem es in der Champions League nicht geklappt hat. Mit Jürgen Klopp habe ich mich zwar auch richtig gut verstanden, das ist ein sehr netter und angenehmer Mensch. Aber sorry, Kloppo: Im Endspiel bin ich natürlich für die Bayern!

Höfl-Riesch: Schon dem FCB, aber sollten die Dortmunder gewinnen, gönne ich es ihnen auch, da bin ich sportlich fair.

 Interview: Mathias Müller

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