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TV-Kritik zum Pokal-Kracher: Was für ein Gaga-Advent im Ersten ...

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Von: Jörg Heinrich

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Das Erste wirkte am Mittwoch über weite Strecken ziemlich tüdelig, findet unser Kolumnist. Die TV-Kritik zur ARD-Übertragung von FC Bayern gegen Dortmund.

Herzlich willkommen beim Wirrwarr-Weihnachten der ARD! Das Erste wirkte beim Bayern-Pokalspiel über weite Strecken ziemlich tüdelig, allen voran Gerhard Delling. Der Alt-Moderator verkündete gleich zu Beginn, dass es für Mats Hummels als Ex-Dortmunder ein ganz besonderes Spiel wird – allerdings war da schon seit einer halben Stunde klar, dass Hummels den Bayern wegen einer Erkältung ganz besonders fehlen wird. Danach begrüßte Delling „Karl-Heinz Rumme“, den Bruder von Michael Rumme. Und in der Pause erfand er Bayern-Torwart „Emmanuel Neuer“. Sie sehen: Es war einiges los im Gaga-Advent – wobei wir das mit den halbierten Namen recht lustig finden.

Gerhard Dell: Nutzte das Rot des Stadions für zahllose Witze. Er nannte die Arena „Das Rotlichtbereich des DFB-Pokals“, doch mangels sinnvoller Grammatik verpuffte dieses Witz. Das Attentat auf den BVB-Bus bezeichnete Delling als „gemeinen Anschlag“ – wobei „gemein“ vielleicht nicht ganz die ideale Beschreibung für so einen Mordversuch ist. Was war dann 09/11? Voll fies?

Michael Ball: Delling war sich mit sich selbst uneinig, wie er den Ex-Capitano ansprechen soll, der zum Experten-Casting antanzen durfte. Das klang dann so: „Ich mein, Du, Sie kennen das ja aus dem Pokal.“ Ballack referierte über „zwischenmenschlinge Dinge“ beim BVB und versächselte fleißig Allgemeinplätze: „Die Dottmünder haben sich sicherlich gefangen.“ Sagen wir mal so: Von Scholl hat man auch nichts Neues erfahren, aber der Mehmet war wenigstens lustig.

Gerd Gott: Nachdem die Aufstellungen schon über eine halbe Stunde bekannt waren, erkundigte sich Delling um halb neun ganz aufgeregt beim Kollegen Gottlob. „Wie schaut’s aus, hast Du die Aufstellungen?“ Jawoll, meldete Kollege Gottlob: „Wir haben die Aufstellungen in weiten Teilen.“ Ja was, sieben Spieler pro Elf, oder wie? Über den BVB-Trainer schwurbelte Gottlob: „Peter Stöger verströmt Ruhe, ganz ostentativ.“ Das liegt womöglich daran, dass der Wiener laut Gottlob schon 61 ist, zehn Jahre älter als zuletzt in Köln. Beim BVB altert man schneller! Ansonsten verwechselte der Kommentator ostentativ Alaba und Süle. Das kann bei der gespenstischen Ähnlichkeit aber schon mal vorkommen. Alaba und Süle werden häufig ja sogar für Zwillinge gehalten.

Video: Glomex

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