Zur Sache, Klinsi!

Unter Druck: Jürgen Klinsmann darf sich gegen Nürnberg und Hannover keine Pleiten erlauben.
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Unter Druck: Jürgen Klinsmann darf sich gegen Nürnberg und Hannover keine Pleiten erlauben.

Natürlich, es war ein heftige Klatsche, das 2:5 gegen Bremen. Nach 20 Heimspielen ohne Niederlage. Die höchste Heim-Pleite seit 29 Jahren.

Die meisten Gegentore zu Hause seit dem legendären 0:7-Debakel gegen Schalke 1976.

Doch trotz all dieser negativen Superlative – gleich nach dem Spiel schaute Jürgen Klinsmann schon wieder nach vorne: „Solche Ergebnisse gehören zum Fußballer-Leben dazu. Wir müssen jetzt den Kopf nach oben richten, daraus lernen und reagieren. Es kommt vor, dass man am Boden liegt, nur kommt es darauf an, wieder aufzustehen und eine Reaktion zu zeigen. Und das werden wir tun.“

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Das wird auch nötig sein, denn das Murren der Bayern-Fans wurde zuletzt lauter. Zu Recht? Klinsmann selbst und auch die Bosse baten schon einige Male um Geduld. Nach dem holprigen Start beim 4:3 im DFB-Pokal gegen Erfurt zum ersten Mal. Auch nach dem mageren Bundesliga-Auftakt mit zwei Punkten aus zwei Spielen. Und jetzt, nach der Klatsche gegen Bremen sagt auch Vorstands-Berater Paul Breitner: „Nach dem Bukarest-Spiel hieß es, die Neuerungen von Klinsmann seien alle super. Und jetzt soll plötzlich alles wieder schlecht sein? Das mache ich nicht mit. Man sollte sich mit einer Bewertung der Dinge noch Zeit lassen.“ Doch wieviel Geduld haben die Fans mit Klinsmann? Wieviel Zeit hat ein neuer Trainer beim FC Bayern? Die tz versachlicht die Diskussion, lässt Fakten sprechen und macht den Vergleich: Wie starteten Klinsmanns Vorgänger in ihre Bayern-Zeit? Zur Sache, Klinsi!

Die tz überprüfte den Start aller Bundesliga-Trainer, die zum 1. Juli eines Jahres ihren Dienst bei den Bayern antraten: Wo standen die Bayern unter ihnen am 5. Spieltag, wo vor Weihnachten und wo am Saisonende? Dazu kamen die Ergebnisse im Europapokal. Das Resultat: Vom Tabellenstand her startete niemand schlechter als Klinsmann (derzeit Achter). Doch es gibt Hoffnung: Felix Magath zum Beispiel startete als Sechster nach fünf Spieltagen, holte genauso viele Punkte wie Klinsmann – und wurde am Ende Herbstmeister und Meister. Überhaupt war es der Beginn einer äußerst erfolgreichen Zeit: In seinen zweieinhalb Jahren holte Magath zweimal das Double.

Ansonsten macht der Vergleich deutlich: Den meisten Trainern gelang ein besserer Start. In sieben der zehn untersuchten Fälle standen die Bayern am fünften Spieltag bereits auf Platz eins oder zwei. Lediglich Giovanni Trapattoni startete mit weniger Punkten als Klinsi, wurde am Ende Sechster und ging. Ein Schicksal, das Klinsi hoffentlich erspart bleiben wird.

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Quelle: tz

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