Coach Bauermann: "Die Moral war toll!"

München - Obwohl die Bayern-Basketballer bei Meister Bamberg eine tapfere Leistung zeigten, gelang ihnen am Samstag kein Überraschungscoup. Der Trainer war trotzdem zufrieden.

Obwohl die Bayern-Basketballer bei Meister Bamberg eine tapfere Leistung zeigten, gelang ihnen am Samstag kein Überraschungscoup. Die Roten verloren ihr letztes Spiel der Hinrunde mit 77:89 (34:47). Trübsal geblasen wird trotzdem nicht. „Wir haben über weite Phasen absolut auf Augenhöhe mit Bamberg gespielt“, so Trainer Dirk Bauermann zur tz. „Die Leistung war nach der unglücklichen Niederlage in Ulm gut.“

In der aufgeheizten Atmosphäre in der Frankenhölle, wie die Halle der Bamberger genannt wird, gaben die Bayern zu keiner Zeit auf. Topscorer war Steffen Hamann mit 18 Punkten. Bauermann: „Was Moral und Charakter angeht, da sind wir wirklich toll.“ In München wird also nach vorn geblickt. Dass sich sein Team - momentan auf Platz zehn der Tabelle - nicht für den Pokal qualifizieren konnte, sei nicht das Ende der Welt, so der Coach: „Das tut weh, aber es gibt in dieser Saison noch Wichtigeres, darauf müssen wir uns jetzt konzentrieren.“

Das sind die Roten Riesen: Basketball-Kader und -Trainer des FC Bayern München

Das sind die Roten Riesen: Der Kader vom FC Bayern München

Mit dem Aufstieg in die Bundesliga hatte der FC Bayern Basketball sein erstes Etappenziel erreicht. Die Premierensaison verlief einigermaßen zufriedenstellend, in der ersten Runde der Playoffs war allerdings Schluss. In der Saison 2012/13 schafften es die Roten Riesen in den Playoffs dann schon bis ins Halbfinale. Springt heuer NOCH mehr heraus? © dpa
Bayern-Präsident Uli Hoeneß (r.) unterstützt das ehrgeizige Projekt nach Kräften. © dpa
Nachdem Dirk Bauermann (r.) zu Beginn der Saison 2012/13 entlassen wurde, übernahm zunächst der bisherige Co-Trainer Yannis Christopoulos (l.) die Verantwortung. © sampics
Ende November 2012 übernahm dann Ex-Bundestrainer Svetislav Pesic. © dpa
Steffen Hamann (r.) ist Point Guard und einer der erfahrensten Profis im Kader. Sein Motto lautet: Don't be a part of the problem - be a part of the solution. © sampics
Der 2,08 Meter große Small Forward Robin Benzing ist deutscher Nationalspieler und einer der größten Hoffnungsträger des Klubs. © sampics
Der passionierte Kaugummikauer Chevon Troutman ist das Kraftpaket des Teams. Als Center räumt der US-Amerikaner unter dem Korb ab. © dpa
Der gebürtige Texaner Demond Greene spielt seit 2010 für die Roten Riesen. Mit 1,85 Meter ist der Shooting Guard einer der kleinsten im Team, macht das aber mit seiner Athletik und teilweise spektakulären Spielweise wett. © sampics
Mauricio Marin kommt von ALBA Berlin - mit ihm haben die Bayern Baskets einen der vielversprechendsten deutschen Nachwuchsspieler unter Vertrag genommen. Derr 1,92 Meter große Shooting Guard wurde 2011 zum besten Nachwuchsspieler der NBBL gewählt. © imago
John Bryant hat im Sommer 2013 einen Zweijahresvertrag bei den Bayern unterschrieben. Der 2,11-Meter-Riese aus den USA spielt auf der Position des Centers. © Christina Pahnke / sampics
Malcom Delaney eignet sich mit seinen 1,91 Metern bestens als Combo Guard. Im Sommer 2013 wechselte der Amerikaner von Budiwelnyk Kiew zu den Bayern nach München. © AFP
Nihad Djedovic spielte schon beim FC Barcelona und Alba Berlin, zur Saison 2013/14 wechselte der Bosnier an die Isar. © dpa
Yassin Idbihi spielt auf der Position des Centers. Der 2,08-Meter-Hüne aus Köln wechselte im Juli 2013 von ALBA Berlin zum FC Bayern. © sampics
Power Forward Boris Savovic kam eine Woche vor Saisonstart 2013/14 noch an die Isar. "Er war kurzfristig auf dem Markt, deshalb haben wir sofort reagiert", sagt Geschäftsführer Marko Pesic. © Christina Pahnke / sampics
Heiko Schaffartzik hat die Position des Point Guard. Im Jahr 2013 wechselte er aus der Hauptstadt an die Isar. Der 1,83 Meter große Berliner hat ein aufregendes Leben hinter sich: Als Jugendlicher erkrankte er an Leukämie, konnte die Krankheit aber besiegen. Später wurde der junge Spieler des Marihuanakonsums überführt und für einige Spiele gesperrt. © dpa
Lucca Staiger wechselte zur Saison 2013/14 zum FC Bayern und spielt dort die Position des Shooting Guards. © AFP
Auch Bryce Taylor hat bei den Roten Riesen die Position des Shooting Guards inne. Der US-Spieler wechselte ebenfalls zur Saison 2013/14 zu den Münchnern. Davor stand er bei den Artland Dragons und Alba Berlin unter Vertrag. © Christina Pahnke / sampics
Alassane Dioubate ist eines der hoffnungsvollen Nachwuchstalente im Bayern-Kader. Der Kölner kam 2010 als 16-Jähriger nach München, er spielt auf der Forward-Position. © fcb-basketball.de

Zeit für ein Fazit zur ersten Saisonhälfte bleibt trotzdem. Bauermann zur tz: „Ich glaube, dass wir unter den schwierigen Bedingungen eine gute Leistung gezeigt haben. Von den Ergebnissen her - gerade auswärts - hätte es natürlich besser sein können und müssen, keine Frage. Aber da steckst du eben manchmal nicht drin.“ Nur eines von acht Auswärtsspielen konnten die Münchner für sich entscheiden.

Der Grund? Bauermann: „Die Spieler haben gute Leistungen angeboten. Dass es am Ende oft nicht gereicht hat, hing in der ein oder anderen Situation damit zusammen, dass wir nicht gut gereboundet haben und manchmal ein wenig nervös geworden sind.“ Was sein Team nun brauche, sei Zeit. „Die Mannschaft muss über einen Zeitraum gesund bleiben. Ich bin sicher, dass wir dann eine der Top-Vier-Mannschaften der Rückrunde sein werden“, erklärt der Coach.

Von großer Bedeutung ist auch das Comeback von Je’Kel Foster. Der Guard laboriert an einer Bänderverletzung, zuletzt gab es Spekulationen, sie könne schwerer sein als angenommen. Bauermann: „An der Diagnose hat sich nichts geändert, nichts ist schlimmer als gedacht. Wir hoffen, dass er nach dem Allstar Game am 21. Januar wieder dabei sein wird.“

lm

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