Der Ex-FCB-Coach im tz-Interview

Bauermann: Die Rückkehr in die BBL

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Zurück in der BBL: Dirk Bauermann

Würzburg - Dirk Bauermann ist zurück. Der ehemalige Bundestrainer und – unter anderem – ehemaliger Cheftrainer des FC Bayern Basketball kehrt nach vier Jahren in die BBL zurück. Im tz-Interview spricht er über seine neue Aufgabe in Würzburg.

Dirk Bauermann ist zurück. Der ehemalige Bundestrainer und – unter anderem – ehemaliger Cheftrainer des FC Bayern Basketball kehrt nach vier Jahren in die BBL zurück. Bauermann übernimmt den Trainerposten beim derzeitigen Tabellen-14. Würzburg und soll den Verein langfristig an die Spitze führen. Eine Aufgabe, die dem 59-Jährigen nicht fremd ist. Bauermann bringt die Erfahrung von neun deutschen Meistertiteln mit Brose Bamberg und Bayer Leverkusen mit. Außerdem führte er die Bayern in die BBL, erreichte mit ihnen in der ersten Saison in Erstklassigkeit den fünften Rang, ehe er im September 2012 überraschend entlassen wurde. Die tz sprach mit Bauermann über seine neue Aufgabe.

Herr Bauermann, seit Samstag ist es offiziell: Sie sind zurück in der Bundesliga und von nun an Cheftrainer der s.Oliver Baskets Würzburg.

Bauermann: Das stimmt und ich freue mich sehr auf die Aufgabe in Würzburg. Nach meinen Stationen in Litauen, Polen, Russland und zuletzt dem Iran, ist es schön, nun wieder dauerhaft in Deutschland zu sein.

Sie wurden immer wieder gefragt, wann der Zeitpunkt gekommen ist, an dem Sie in die BBL zurückkehren werden. Was genau gab nun den Ausschlag?

Bauermann: Ich mag es, mich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen und langfristig angelegte Projekte zu unterstützen. Und genau das ist in Würzburg der Fall. Hier schlummert sehr viel Potenzial, die Verantwortlichen sind wirklich sehr engagiert und es ist ihnen ein großes Anliegen, den Verein langfristig nach vorn zu bringen. Hinzu kommt, dass eine neue Halle in Planung ist, was ebenfalls einen Schritt nach vorn bedeuten wird. Als der Anruf kam, musste ich also nicht lange überlegen. Ich konnte meinen Vertrag im Iran auflösen und habe in Würzburg zugesagt.

Nach nur fünf Siegen bisher steht die Mannschaft derzeit auf dem 14. Platz. Wie lauten Ihre Ziele - kurzfristig und langfristig?

Bauermann: Wir werden natürlich erst einmal alles daran setzen, um möglichst viele Partien zu gewinnen und uns in der Tabelle so weit nach vorn zu arbeiten wie möglich. Langfristig ist es das erklärte Ziel, ein potenzieller Halbfinal-Teilnehmer zu werden und auch eine europäische Perspektive zu entwickeln. Aber das bedeutet harte Arbeit und Geduld. Es wird sicherlich zwei bis drei Jahre dauern, bis wir so weit sind. Das ist allen bewusst.

Deswegen läuft ihr Vertrag auch bis 2020?

Bauermann: Genau. Mir war es immer wichtig, kein Trainer zu sein, der von vornherein nur für eine Saison bei einem Verein anheuert und dann weiterzieht. Wenn es die Rahmenbedingungen erlaubt haben, habe ich mich immer für langfristige Engagements entschieden.

Wie waren die Reaktionen auf Ihre BBL-Rückkehr?

Bauermann: Es haben sich natürlich einige Weggefährten gemeldet. Dirk Nowitzki hat mir zum Beispiel geschrieben, dass er sich sehr freut und uns alles Gute wünscht. Genauso wie viele andere.

Gab es auch einen Anruf oder eine Nachricht aus München?

Bauermann: Bernd Rauch (Ehrenpräsident des FC Bayern, d. Red.) hat mich angerufen. Das hat mich sehr gefreut.

Ende Januar kommt es bereits zum ersten Aufeinandertreffen mit Ihrem ehemaligen Verein. Mit welchen Gefühlen gehen Sie in dieses Spiel?

Bauermann: Momentan befasse ich mich damit noch überhaupt nicht. Es stehen zuvor andere, wichtige Aufgaben an. Wenn es so weit ist, wird es sicherlich ein besonderes Spiel sein. Allerdings gehe ich mit keinen negativen Gedanken in die Partie. Wir haben meiner Meinung nach damals einiges in München erreicht. Damit bin ich zufrieden. Alles andere ist Vergangenheit.

Interview: Lena Meyer

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