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Hoeneß will sich mit RB-Boss treffen: Darum geht‘s

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Von: Xaver Bitz

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München - FC-Bayern-Präsident Uli Hoeneß plant offenbar ein Treffen mit Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz. Darum soll es beim Gespräch der Liga-Giganten gehen.

Für den Präsidenten des FC Bayern gibt es wenig Schöneres in der Bundesliga, als andere Vereine, an denen er sich reiben kann. Das neueste Ziel von Uli Hoeneß ist deswegen RB Leipzig und mit dem aufstrebenden Retorten-Verein aus Sachsen auch seine Verantwortlichen. Doch er und der Oberboss von Großsponsor Red Bull, Dietrich Mateschitz haben auch gemeinsame Interessen. Und deswegen soll es noch vor Weihnachten ein Treffen geben.

Es geht konkret um ein Großprojekt, dass dem Wieder-Präsidenten der Roten am Herz liegt und für das er aber die Unterstützung des Dosen-Milliardärs braucht: Eine neue Heimat für die Basketballer des FC Bayern soll gebaut werden, nachdem sich der altehrwürdige Audi Dome, der inzwischen seit den Olympischen Spielen 1972 als Mehrzweckhalle dient, sich nicht nur bei den Jahreshauptversammlungen des FCB inzwischen als zu klein erweist. Auch in Sachen Modernität und Lage gibt es da natürlich Ausbaubedarf. Deswegen verfolgt Hoeneß schon seit Längerem das Ziel, eine neue Halle zu bauen.

Hoeneß bestätigt Kontakt mit Mateschitz

Um dies zu verwirklichen, braucht er allerdings einen Partner. Und den meint er in Mateschitz, der ja mit dem EHC Red Bull München selber einen deutschen Meister in Hoeneß‘ Revier sein Eigen nennt, gefunden zu haben. Bei BildPlus berichtete der FCB-Präsi: „Ich kenne ihn (Mateschitz, Anm. d. Red.) schon seit Jahren. Und bevor ich in Haft war, habe ich ihn zweimal besucht wegen der Basketballhalle.“ Das ehrgeizige Projekt: Gemeinsam mit dem Eishockey-Verein soll eine moderne Multifunktions-Arena errichtet werden, in der beide Profi-Teams ihre Spiele ausrichten können.

Nachdem während des Gefängnisaufenthalts von Uli Hoeneß das Projekt vom zwischenzeitlichen Bayern-Präsidenten Karl Hopfner eigentlich schon beerdigt worden war, wurde ihm schon im September zumindest durch die Hintertür neues Leben eingehaucht. Damals kündigte er schon an, nach seiner Wiederwahl zum Ober-Bayern dem Ganzen wieder mehr Schwung verleihen zu wollen. Nun also das Treffen mit Mateschitz noch bevor am Mittwoch kommende Woche der Liga-Gipfel zwischen dem FC Bayern und RB Leipzig stattfindet.

FC Bayern: Neues Projekt gemeinsam mit Red Bull?

Dabei soll vor allem die gegenseitige persönliche Wertschätzung der beiden Patriarchen geholfen haben. Und Hoeneß bestätigt auch, dass die Pläne wieder Fahrt aufgenommen haben: „Der Tote liegt nicht mehr im Sarg. Wir sind in Gesprächen. Die Situation wird noch mal neu diskutiert. Alles andere kann ich noch nicht sagen.“

Mateschitz signalisierte Hoeneß wohl schon kurz nach dem Ende von dessen Haft-Zeit ein mögliches Entgegenkommen: „Er hatte mir einen sehr netten Brief geschrieben, als ich aus dem Gefängnis kam und hatte mir gesagt, dass er zu jeder Zeit zu einem Gespräch bereit sei. Und den Ball habe ich aufgenommen.“

Wenn die Gespräche schon einen derartigen Stand haben, können sich die Sport-Fans in München wohl demnächst auch über eine Vollzugsmeldung freuen. Das waren vor zwei Jahren die Pläne für den Bau der Halle.

bix

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