"Ich hätte das nie für möglich gehalten"

Dirk Bauermann hat vor der Saison beim FC Bayern angeheuert
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Dirk Bauermann hat vor der Saison beim FC Bayern angeheuert

München - In der tz spricht Trainer Dirk Bauermann über seine ersten Monate an der Säbener Straße, die bisherige Leistung der Truppe und einen Mann, der es bisher nicht leicht hatte.

Der erste Teil der Mission Aufstieg ist geschafft! Die Bayern-Baskets überwintern auf dem ersten Tabellenplatz der ProA, die Zuschauer sind aus dem Häuschen und die BBL nicht mehr weit. In der tz spricht Trainer Dirk Bauermann über seine ersten Monate an der Säbener Straße, die bisherige Leistung der Truppe und einen Mann, der es bisher nicht leicht hatte…

24 Stunden Basketball: Ein Tag mit Dirk Bauermann

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9:34 Uhr: Der frühe Vogel fängt den Wurm… Dirk Bauermann betritt als einer der Ersten den Arbeitsplatz an der Säbener Straße. Die nachdenkliche Miene verrät, dass er bereits an das heutige Training denkt © sampics
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10:36 Uhr: Los geht’s mit einer Fitnesseinheit. Dabei erklärt Bauermann seinen Spielern, wie die Übungen korrekt auszuführen sind. © sampics
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Nicht der geringste Fehler entgeht dem Blick des Trainers. © sampics
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Selber geht er auch an die Gewichte, um auch weiterhin eine gute Figur in seinem schwarzen Anzug abzugeben. © sampics
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Selber geht er auch an die Gewichte, um auch weiterhin eine gute Figur in seinem schwarzen Anzug abzugeben. © sampics
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12:07 Uhr: Es wird Zeit, sich den wartenden Journalisten zu widmen. © sampics
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Bauermann nimmt im TV-Studio an der Säbener Straße Platz und beantwortet geduldig die Fragen der Reporter. © sampics
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Ob Fragen zum nächsten Spiel, zur Reha der Verletzten oder zu den einzelnen Spielern: Bauermann hat auf jede Frage die passende Antwort. © sampics
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12:53 Uhr: Mahlzeit! In der vereinseigenen Kantine an der Säbener Straße isst Bauermann gemeinsam mit dem Team zu Mittag. © sampics
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Zeit zum Gaudimachen bleibt da natürlich auch, wie hier mit dem Dreiergaranten seines Teams, Jonathan Wallace… © sampics
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13:26 Uhr: Es wird Zeit, sich um das anstehende Training zu kümmern. Während die Mannschaft noch ihr Mittagessen zu sich nimmt, ist Bauermann schon wieder in der Halle ... © sampics
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... und bereitet sorgfältig die Trainingsutensilien vor. © sampics
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Oft kriegt er dabei Besuch, wie hier vom für Basketball zuständigen zweiten Vizepräsidenten Bernd Rauch. © sampics
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13:43 Uhr: Auf geht’s zum Training! Zunächst gibt es ein Einzeltraining, bei dem sich Bauermann speziell um seine verletzten Spieler wie hier Steffen Hamann kümmert. © sampics
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Steffen Hamann © sampics
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Danach leitet der Coach das Training mit dem gesamten Team. Wurftraining, Koordination, Verhalten in der Defense bzw. in der Offense – je nachdem, was ansteht. © sampics
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Bauermann beim Training mit dem gesamten Team. © sampics
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15:54 Uhr: Nach dem Training hat die Mannschaft erst mal Pause. Regeneration steht auf dem Pro­gramm. Bauermann nutzt diese Zeit, um in aller Ruhe die Videos über die Gegner des FCB zu studieren. © sampics
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Dabei macht er sich Notizen und erstellt Profile zu jedem einzelnen Spieler des gegnerischen Teams. © sampics
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Kein Wunder, dass die roten Riesen gut auf ihre Gegner eingestellt sind… © sampics
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Bauermann ist kein Aufwand zu viel © sampics
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17:11 Uhr: Mit einem Lächeln verlässt Dirk Bauermann wieder das Gelände. Das nächste Spiel kann kommen © sampics
24 Stunden Basketball: Ein Tag mit Dirk Bauermann
Bauermann macht sich auf den Heimweg © sampics
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Bauermann macht sich auf den Heimweg © sampics
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17:18 Uhr: Auf nach Hause! Im Bayern-Audi macht sich Bauermann wieder auf den Weg zu seinem Haus in der Nähe von Holzkirchen. Gute 60 Kilometer sind das jeden Tag. Für ein Leben in der Idylle nimmt das der Coach in Kauf © sampics
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19:33 Uhr: Daheim angekommen setzt sich Bauermann auf seine rote Couch und liest die Abendausgabe der tz. Egal, ob Spielbericht oder Porträt, der Coach der Bayern-Baskets will in Sachen Sport-Berichterstattung stets auf dem neusten Stand sein © sampics
Herr Bauermann, Weihnachten steht vor der Tür. Werden Sie es schaffen, nicht an Basketball zu denken?

Bauermann: Das schaffe ich nie! Ich muss vor Heiligabend noch zu einer U-20- Sichtung, und dann drehen sich die Gedanken auch schon wieder um die Mannschaft. Stillstand ist Rückschritt! Ich werde ver suchen, nicht daran zu denken, aber ich glaube nicht, dass mir das gelingen wird.

Heiligabend wird aber im Kreis der Familie gefeiert, oder?

Bauermann: Natürlich! Am 26. muss ich aber schon wieder für zwei Tage zum Leistungscamp des DBB.

Dann lassen Sie uns über Basketball reden. Der erste Teil der Mission Aufstieg ist vorbei. Sind sie zufrieden?

Bauermann: Es gibt sehr wenig zu bemängeln. Gleich zu Beginn hat sich mit Demond Greene und Steffen Hamann der Kern unserer Mannschaft verletzt. Dass wir bis auf den Ausrutscher in Würzburg so heil und unversehrt aus der Sache rausgekommen sind, ist wirklich erfreulich. Wir haben eine echte Mannschaft, bei der sich keiner wichtiger nimmt als das Kollektiv. Das wissen die Leute zu schätzen, und das ist auch ein Grund dafür, dass es so gut läuft.

Wenn Sie sich daran erinnern, wie Sie zum ersten Mal die Eishalle betreten haben: Hätten Sie gedacht, dass dieses Projekt so viele Menschen in seinen Bann zieht?

Bauermann: Nein, das hätte ich nie für möglich gehalten! Selbst Bernd Rauchs Ziel von 2000 Zuschauern plus x pro Heimspiel hielt ich für schwer zu erreichen. Aber dass es so angenommen wird, ist einfach sensationell. Und das in der Zweiten Liga, wo keine Kracher wie Alba Berlin oder Bamberg in die Halle kommen. Das konnte man nicht erwarten, das ist nicht selbstverständlich. Aber es zeigt, dass es geht!

Ist das Team mittlerweile da, wo Sie es haben wollen?

Bauermann: Zu Beginn haben wir uns oft schwer getan, weil viele Spieler noch nie miteinander gespielt hatten. Aber das war eher die Ausnahme. Wir haben so gut wie jedes Heimspiel deutlich gewonnen, und die Leute waren begeistert. Also hat alles sehr gut funktioniert.

Ist der Aufstieg in die BBL nur noch Formsache?

Bauermann: Formsache wäre sicher übertrieben. Wir haben eine sehr komfortable Ausgangssituation, aber es sind noch sechzehn Spiele zu spielen. Man muss aber auch sagen, dass wir nicht zufällig auf dem ersten Platz stehen. Wir sind ja nicht Mainz, und der FC Bayern ist neun Punkte hinter uns. Wir haben die am stärksten besetzte und kompakteste Mannschaft der Liga. Aber Selbstzufriedenheit tut keinem gut. Wir müssen hungrig bleiben und weiter marschieren.

Was gibt es denn noch zu bemängeln?

Bauermann: Wir können in allen Bereichen noch besser werden. Ich sehe überall noch extreme Verbesserungsmöglichkeiten, mir reicht das noch nicht! Aber allem voran müssen wir gesund bleiben! 

A propos gesund: Wie schwer ist es für Greene, nicht Teil des Spektakels sein zu können?

Bauermann: Sehr schwer! An dem Abend, als er sich verletzt hatte, kam er noch mal in die Halle zurück. Es ist schon schwierig, einen Fels von Mann weinend in den Armen liegen zu haben, weil es ihn so trifft. Aber es läuft sehr gut, und ich würde mich nicht wundern, wenn er diese Saison noch mal spielt…

Interview: José ­Carlos Menzel Lopez

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