Wieder ein Rekordweltmeister am Start

Formel 1 2021: Alle Fahrer, Teams und Strecken der 72. Saison - Termine in der Übersicht

Lewis Hamilton (v.) steuert vor Max Verstappen und Charles Leclerc (h.) in eine Linkskurve.
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Rennaction in der Formel 1: Lewis Hamilton (v.) ist im Mercedes das Maß der Dinge, doch Max Verstappen im Red Bull und Charles Leclerc (h.) im Ferrari wollen den Rekordweltmeister attackieren.

Der Formel 1 strebt im Jahr 2021 eine Rekord-Saison an - trotz der Corona-Pandemie. Es sind wieder zwei deutsche Fahrer am Start, ein Rennen findet hierzulande aber nicht statt.

München - Nach einer Saison im Schnelldurchlauf will die Formel 1 im Jahr 2021 wieder zur Normalität zurückkehren. Und trotz der Corona-Pandemie die ganze Welt bereisen. Der Kalender umfasst die Rekordzahl von 23 WM-Läufen. Erstmals steigt die Rundenhatz auf die Punkte am 28. März in Bahrain, das Saisonfinale ist für den 12. Dezember in Abu Dhabi angesetzt.

Ursprünglich hätte schon am 21. März in Australien das erste Rennen stattfinden sollen, doch die strengen Corona-Maßnahmen Down Under haben zu einer Verschiebung des Grand Prix auf den 21. November geführt. Zwei Wochen später - also am 5. Dezember - feiert der Große Preis von Saudi-Arabien seine Premiere. Hierbei handelt es sich um einen Stadtkurs in der Hafenstadt Dschidda am Roten Meer. Der offizielle Name des Kurses lautet Jeddah Street Circuit.

Formel 1 2021: Zweiter Versuch des Zandvoort-Comebacks - Deutschland wird nicht angesteuert

Bereits am 5. September soll Zandvoort sein Formel-1-Comeback geben. Dieses war bereits für das vergangene Jahr geplant, musste wegen Corona jedoch abgesagt werden. Zuletzt wude 1985 auf der Strecke im Dünengebiet an der niederländischen Westküste gefahren. Damals siegte Niki Lauda vor Alain Prost und Ayrton Senna.

In Deutschland ist dagegen im 72. Formel-1-Jahr kein Grand Prix geplant, nachdem der Nürburgring 2020 überraschend im Zuge des Corona-Kalenders wieder ein Rennen bekam - erstmals nach sieben Jahren. Diesmal als Grand Prix der Eifel, den Lewis Hamilton für sich entschied.

Formel 1 2021: Die 23 Grands Prix der 72. Saison im Überblick

Grand PrixAustragungsortDatumFormel-1-Debüt
BahrainSakhir28. März2004
Emilia-RomagnaImola18. April1980
PortugalPortimão2. Mai2020
SpanienMontmeló (bei Barcelona)9. Mai1991
MonacoMonte Carlo23. Mai1955
AserbaidschanBaku6. Juni2017
KanadaMontréal13. Juni1978
FrankreichLe Castellet27. Juni1971
ÖsterreichSpielberg4. Juli1970
GroßbritannienSilverstone18. Juli1950
UngarnMogyoród (bei Budapest)1. August1986
BelgienSpa-Francorchamps29. August1950
NiederlandeZandvoort5. September1952
ItalienMonza12. September1950
RusslandSotschi26. September2014
SingapurSingapur3. Oktober2008
JapanSuzuka10. Oktober1976
USAAustin24. Oktober2012
MexikoMexiko-Stadt31. Oktober1963
São PauloInterlagos7. November1973
AustralienMelbourne21. November1996
Saudi-ArabienDschidda5. Dezembersteht noch an
Abu DhabiYas-Insel12. Dezember2009

Formel 1 2021: Hamilton startet jetzt als Rekordweltmeister - einige Cockpitwechsel bei Top-Teams

Lewis Hamilton darf sich mittlerweile Rekordweltmeister nennen, da er seit seiner erneuten Triumphfahrt wie Michael Schumacher sieben Titel auf dem Konto hat. Auch in diesem Jahr gilt der 36-Jährige, der seinen Vertrag bei Mercedes um ein Jahr verlängert hat, als Topfavorit. Zumal die umfassenden Regelveränderungen frühestens 2022 greifen und die Silberpfeile deshalb weiter von ihrem technischen Vorsprung profitieren sollten.

Hamiltons Teamkollege bleibt der Finne Valtteri Bottas. Bei den anderen großen Teams gab es jedoch einige Veränderungen. So holte sich Ferrari den Spanier Carlos Sainz jr. von McLaren an die Seite von Charles Leclerc. Seinen Platz bei den Briten übernimmt Daniel Ricciardo aus Australien. Mit großer Spannung wird erwartet, wie sich Sebastian Vettel bei F1-Rückkehrer Aston Martin - übrigens mit Mercedes-Antrieb - schlagen wird.

Neue Farbe, neues Glück? Sebastian Vettel greift nach sechs Jahren bei Ferrari nun für Aston Martin ins Lenkrad.

Formel 1 2021: Perez nun bei Red Bull Racing - Alonso meldet sich zurück

Die britische Traditionsmarke geht aus dem Team Racing Point hervor, das 2020 durch Sergio Pérez seinen ersten Sieg feierte. Der Mexikaner musste zwar dennoch dem viermaligen Weltmeister weichen, wurde aber quasi mit dem Aufstieg zu Red Bull Racing belohnt, wo er Max Verstappen Paroli bieten und die Österreicher in Schlagdistanz zu Mercedes bringen soll.

Für einen neuen Namen in der Königsklasse des Rennsports sorgt auch Alpine - das französische Team geht aus Renault hervor und beschert dem PS-Zirkus ein aufsehenerregendes Comeback: Fernando Alonso, Weltmeister von 2005 und 2006, meldet sich nach zwei Jahren zurück, in denen er vor allem bei Langstreckenrennen erfolgreich war.

Formel 1 2021: Mick Schumacher feiert Debüt für Team Haas - auch Teamkollege ist ein Rookie

Während sich der Spanier längst einen Namen in der Formel 1 gemacht hat, müssen sich drei Neulinge erst beweisen. Der namhafteste davon ist zweifellos Mick Schumacher, Sohn von Formel-1-Legende Michael Schumacher und neben Vettel der zweite deutsche Starter der Saison. Als F2-Champion und Ferrari-Junior verdiente sich Schumi jr. ein Cockpit beim US-Rennstall Haas, der von Ferrari-Power im Heck profitieren soll.

Auch Teamkollege Nikita Mazepin ist neu in der Serie. Er beendete die F2 auf Platz fünf, bringt aber ordentlich Vitamin B mit: Der Vater des Russen ist Besitzer des wichtigsten Haas-Sponsors. Bei Alpha Tauri, dem Schwesterteam von Red Bull, gibt es in dieser Saison erstmals das Debüt eines Formel-1-Piloten, der nach dem Millenium geboren wurde. Yuki Tsunonda aus Japan erblickte am 11. Mai 2000 das Licht der Welt. Er schaffte es in der Formel 2 immerhin auf Rang drei der Fahrerwertung.

In der Formel 1 angekommen: Mick Schumacher eifert Vater Michael und Onkel Ralf nach.

Formel 1 2021: Räikkönen geht als Rekordfahrer in die Saison - kein Platz für Hülkenberg

Der älteste Fahrer bleibt Kimi Räikkönen, der während der Saison seinen 42. Geburtstag feiert. Der „Iceman“ aus Finnland bestreitet seine 19. Saison, nachdem er im Alfa Romeo 2020 mit nur vier Zählern und WM-Rang 16 sein schlechtestes F1-Jahr eingefahren hatte. Mittlerweile hat er die Rekorde für die meisten Rennen, die meisten Rennkilometer und die meisten Rennrunden inne.

Nico Hülkenberg hoffte nach seinen aufsehenerregenden Leistungen im vergangenen Jahr hingegen vergeblich auf einen festen Platz im Feld der 20 Fahrer. Er war in der letzten Saison als Ersatzmann bei Racing Point aktiv, nachdem es Corona-Infektionen bei den Fahrern Perez und Lance Stroll gab. Insgesamt mussten sich vier Piloten aus dem Stammpersonal verabschieden: Kevin Magnussen und Romain Grosjean, der in Bahrain 2020 einen schweren Unfall samt Feuer nahezu unbeschadet überstand, haben kein Cockpit in der Formel 1 gefunden. Alex Albon agiert als Testfahrer für Red Bull und Alpha Tauri, Daniil Kvjat hat dieselbe Position bei Alpine übernommen.

Formel 1 2021: Die 20 Piloten der 72. Saison im Überblick

NameStartnummerTeamNationGeburtsdatumFormel-1-Debüt
Fernando Alonso14Alpine F1 TeamSpanien29. Juli 19812001
Valtteri Bottas77Mercedes-AMG Petronas Formula One TeamFinnland28. August 19892013
Pierre Gasly10Scuderia AlphaTauri HondaFrankreich7. Februar 19962017
Antonio Giovinazzi99Alfa Romeo Racing ORLENItalien14. Dezember 19932017
Lewis Hamilton44Mercedes-AMG Petronas Formula One TeamGroßbritannien7. Januar 19852007
Nicholas Latifi6Williams RacingKanada29. Juni 19952020
Charles Leclerc16Scuderia Ferrari Mission WinnowMonaco16. Oktober 19972018
Nikita Masepin9Uralkali Haas F1 TeamRussland2. März 19992021
Lando Norris4McLaren F1 TeamGroßbritannien13. November 19992019
Esteban Ocon31Alpine F1 TeamFrankreich17. September 19962016
Sergio Pérez11Red Bull RacingMexiko26. Januar 19902011
Kimi Räikkönen7Alfa Romeo Racing ORLENFinnland17. Oktober 19792001
Daniel Ricciardo3McLaren F1 TeamAustralien1. Juli 19892011
George Russell63Williams RacingGroßbritannien15. Februar 19982019
Carlos Sainz jr.55Scuderia Ferrari Mission WinnowSpanien1. September 19942015
Mick Schumacher47Uralkali Haas F1 TeamDeutschland22. März 19992021
Lance Stroll18Aston Martin Cognizant F1 TeamKanada29. Oktober 19982017
Yuki Tsunoda22Scuderia AlphaTauri HondaJapan11. Mai 20002021
Max Verstappen33Red Bull RacingNiederlande30. September 19972015
Sebastian Vettel5Aston Martin Cognizant F1 TeamDeutschland3. Juli 19872007

Formel 1 2021: Deutscher Teamchef bei McLaren - Österreich an Kommandoständen stark vertreten

Auch 2021 wird in der Formel 1 häufig Deutsch gesprochen. Neben Vettel und Schumacher gibt es an den Kommandoständen zahlreiche Führungskräfte, die sich so verständigen können. So steht Mercedes, dem einzigen deutschen Rennstall, mit Toto Wolff ein Österreicher als Teamchef vor. Bei Red Bull Racing ist sein Landsmann Helmut Marko als Motorsport-Berater engster Vertrauter von Teambesitzer Dietrich Mateschitz.

Der aus Niederbayern stammende Andreas Seidl ist seit Juni 2019 Teamchef von McLaren und führte das Team nach mauen Jahren zuletzt auf Rang drei der Konstrukteurswertung. Vettels Teamchef Otmar Szafnauer hat deutsche Wurzeln, wurde aber in Rumänien geboren und wuchs in den USA auf. Bei Alpha Tauri sitzt mit Franz Tost ein weiterer Österreucher auf diesem Posten, bei Haas ist es der Südtiroler Günther Steiner. Seit Februar ist zudem der Siegerländer Jost Capito Geschäftsführer des Traditionsteams Williams.

Formel 1 2021: Die zehn Teams der 72. Saison im Überblick

TeamnameMotorNationUnternehmenssitzFormel-1-Debüt
Alfa Romeo Racing ORLENFerrariSchweizHinwil1993 (als Sauber)
Alpine F1 TeamRenaultFrankreichEnstone (Großbritannien) / Viry-Chatillon1977 (als Renault)
Aston Martin Cognizant F1 TeamMercedesGroßbritannienSilverstone2018 (als Racing Point)
McLaren F1 TeamMercedesGroßbritannienWoking1966
Mercedes-AMG Petronas Formula One TeamMercedesDeutschlandBrackley (Großbritannien)1954
Red Bull RacingHondaÖsterreichMilton Keynes (Großbritannien)2005
Scuderia AlphaTauri HondaHondaItalienFaenza2006
Scuderia Ferrari Mission WinnowFerrariItalienMaranello1950
Uralkali Haas F1 TeamFerrariUSAKannapolis2016
Williams RacingMercedesGroßbritannienGrove1977

Formel 1 2021: Safety Car und Medical Car gibt es jetzt in jeweils zwei Ausfertigungen

Eine sichtbare Neuerung gibt es in diesem Jahr beim Safety Car und beim Medical Car. Zumindest an manchen Wochenenden. Denn neben Mercedes stellt 2021 auch Aston Martin Fahrzeuge, die in dieser Funktion eingesetzt werden. Die Autos sind auf den ersten Blick gut auseinanderzuhalten: Im Gegensatz zu den nunmehr roten Varianten des Stuttgarter Autobauers sind die britischen Vehikel grün wie die Rennfahrzeuge des Teams. Letzere sollen bei zwölf Rennwochenenden dabei sein. Am Steuer des Safety Car wird weiterhin der Schwabe Bernd Mayländer Platz nehmen. (mg)

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