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Formel-1-Einstieg von VW wird immer konkreter: „Wartet ab und ihr werdet bald mehr wissen“

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Von: Alexander Kaindl

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VW, Porsche und Audi - die Formel 1 winkt.
VW, Porsche und Audi - die Formel 1 winkt. © Hans-Günther Oed / Imago

Die Gerüchte, dass es bald eine weitere deutsche Automarke in der Formel 1 gibt, werden immer lauter. VW-Tochter Audi denkt über einen Einstieg nach.

Ingolstadt - Die Formel 1 ist mit einem Feuerwerk in die neue Saison gestartet: Charles Leclerc hat das erste Rennen gewonnen, er setzte sich in Bahrain vor seinem Ferrari-Kollegen Carlos Sainz durch. Die Scuderia scheint in diesem Jahr also wieder eine ernstzunehmende Adresse zu sein - anders als in den vergangenen Jahren. Möglicherweise gibt es in der Königsklasse des Motorsports aber bald einen neuen Player: VW!

Volkswagen Aktiengesellschaft
Gründung: 28. Mai 1937 in Berlin
Vorstandsvorsitzender: Herbert Diess
Umsatz: 222,88 Milliarden Euro (2020)
Tochtergesellschaften (u. a.): Audi, Porsche, Seat, Skoda, Lamborghini, Bentley, Ducati, MAN

VW vor Einstieg in die Formel 1? Porsche war schon kurz davor

Die Gerüchte, dass der deutsche Auto-Riese in die Formel 1 einsteigt, gibt es schon seit Jahren. Einst hatte man schon Pläne in der Schublade, es wurde über ein Engagement von VW-Tochter Porsche nachgedacht. Dazu kam es nicht - noch nicht. Denn möglicherweise gibt es ab 2026 neben Mercedes eine weitere deutsche Automarke im Feld.

Formel-1-Boss Stefano Domenicali wurde in Bahrain erneut auf die Gedankenspiele angesprochen. Nach Informationen der Bild antwortete er: „Wartet ab und ihr werdet bald mehr wissen.“

Formel-1-News: Geschäftsführer Domenicali hat beste Beziehungen zu VW

Domenicali muss es ja wissen. Bevor er zum 1. Januar 2021 die Stelle als Geschäftsführer der Formel 1 antrat, arbeitete er unter anderem als CEO bei Lamborghini - einer Tochtergesellschaft von Audi. Audi gehört wiederum zum VW-Konzern. In seiner damaligen Tätigkeit tauschte er sich bereits mit den Kollegen von Porsche aus, sprach über einen möglichen Formel-1-Einstieg.

Fritz Enzinger, früherer Leiter Konzern-Motorsport bei Volkswagen und Motorsportchef bei Porsche in Personalunion, bestätigte einst in einem Interview gegenüber Motorsport-Total.com: „Wenn entschieden worden wäre, Porsche 2021 in die Formel 1 zu schicken, hätten wir das so, wie wir 2018 unterwegs waren, zeitlich geschafft.“

VW-Tochter Audi vor Formel-1-Einstieg: „Wir sind in Kontakt“

Schafft VW also noch den Einstieg in die Formel 1? Wenn auch etwas verspätet? Die Anzeichen verdichten sich nach der Domenicali-Aussage weiter. Aktuell wird allerdings nicht Porsche am heißesten gehandelt, sondern wiederum eine Konzern-Schwester - nämlich Audi. Entwicklungsvorstand Oliver Hoffmann sagte der Automobilwoche: „Wir sind mit der Fia und der Formel 1 in Kontakt.“

Allerdings müsse erst noch der passende Rahmen abgesegnet werden. „Für eine Entscheidung müssen die neuen, ab 2026 geltenden Regularien für die zukünftige Power Unit vom Weltverband Fia verabschiedet und ausgerufen sein. Dies ist noch nicht der Fall.“ Die Ingolstädter Autobauer schauen sich „genau an, wo wir die Marke Audi im Motorsport positionieren wollen und wo wir die richtige Herausforderung für uns sehen“, sagte Hoffmann.

Formel 1: Audi denkt schon lange über Einstieg nach

Volkswagen-Tochter Audi ist schon lange in Gesprächen mit der Formel 1. Das hat Vorstandschef Markus Duesmann mehrmals eingeräumt. Er hat selber Formel-1-Vergangenheit und war früher Entwicklungschef bei BMW. Ab 2026 sollen die Hybrid-Motoren in der Formel 1 mit 100 Prozent nachhaltigem Kraftstoff betrieben werden. Der Verbrenner im Aggregat soll nur noch 50 Prozent zur Leistung beitragen, der Rest ist elektrisch. Damit soll die Königsklasse des Motorsports auch für neue Hersteller attraktiv werden, die sich nachhaltiger präsentieren wollen. (akl/dpa) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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