Deutscher enttäuschte in Bahrain

Nach Vettel-Debüt: Konkurrent zieht über Aston Martin her - „Theorie ist das eine, Realität das andere“

Sebastian Vettel enttäuscht bei seinem Auftakt für Aston Martin.
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Sebastian Vettel enttäuscht bei seinem Auftakt für Aston Martin.

Nach Sebastian Vettels suboptimalem Start in die Formel-1-Saison gab es viel Kritik, ein Teamchef eines Konkurrenten kritisierte Aston Martin nach dem Debüt.

München - Sein Debüt bei seinem neuen Rennstall hatte sich Sebastian Vettel wohl anders vorgestellt, am Ende landete der Heppenheimer auf einem enttäuschenden 15. Platz und musste sein schwaches Debüt erklären. Auch die Stimmen der Vettel-Kritiker wurden immer lauter, ein Teamchef eines Konkurrenten nahm sich jedoch nicht den Fahrer, sondern Rennstall Aston Martin vor.

Formel 1: Franz Tost von Sebastian Vettels Flop-Start nicht überrascht - Kritik am Rennstall

Über Vettels Platzierung zeigte sich Franz Tost, Teamchef von Scuderia AlphaTauri, vor allem aufgrund der Tests wenig erstaunt. „Das Fahrzeug ist nicht so gut. Es ist sehr instabil auf der Hinterachse“, kommentierte der 65-Jährige im AvD Motor & Sport Magazin beim Sender Sport1. Zudem attestierte er dem dreifachen Weltmeister ein instabiles Fahrverhalten, das ihn dazu zwinge, Risiken einzugehen, was etwa beim Crash mit Esteban Ocon auch schief ging.

Laut Tosts Einschätzung werde sich Vettel im Laufe der Saison immer weiter steigern, wie er während der Sendung meinte. „Mit seiner Erfahrung kann er ein Team nach vorne bringen. Er weiß, wie man Rennen und Weltmeisterschaften gewinnt“, so der erfahrene Teamchef.

Formel 1: Tost sieht das Problem bei Aston Martin - „Jeder erzählt dir, dass er das beste Auto bauen will“

Besonders der Rennstall sei das Problem. „Man muss dem Fahrer auch ein gutes Fahrzeug zur Verfügung stellen und bei Aston Martin scheint das nicht das Gelbe vom Ei zu sein“, so das unverblümte Urteil des Tirolers. Tost ist mit seinem Team ebenfalls im Mittelfeld der Formel 1, das sehr eng sei. Darum dürfe man „keine Fehler machen“, so der AlphaTauri-Teamchef. Aston Martin liegt momentan hinter seinem Rennstall, „und das bleibt hoffentlich auch so“, meinte der Österreicher.

Ergebnisse wie das in Bahrain seien Vettels neue Realität, so Tost, der das Aufsehen um den Wechsel des Deutschen zum Racing-Point-Nachfolger für übertrieben hielt. „Man dachte, dass er mit dem neuen Auto vorne mitfahren kann. Die Theorie ist das eine, die Realität das andere.“

Doch Tost, der in seinen 16 Jahren als Teamchef bei AlphaTauri viel erlebt hat, findet diesen Umstand alles andere als außergewöhnlich und meint nur: „Im August erzählt dir jeder, dass er das beste Auto bauen will“. Mit dem aktuellen Wagen könne er „die Weltmeisterschaft nicht gewinnen“, prophezeit Tost. (ajr)

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