Emotionale Erinnerungen

Mick Schumacher muss mitten im Rennen an Papa Michael denken - „Hatte kurz einen Flashback“

Mick Schumacher erinnert sich mitten im Rennen an seinen Vater.
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Mick Schumacher erinnert sich mitten im Rennen an seinen Vater.

Mick Schumacher hatte ein schweres zweites Rennen in der Formel 1. In Imola musste er mittendrin auch kurz an seinen Vater Michael Schumacher denken.

Imola - Mick Schumacher kämpft in seinem ersten Jahr in der Formel 1 auf der Strecke auch gegen die ehemaligen Konkurrenten seines Vaters. Für die älteren Piloten im Fahrerfeld dürfte es sicherlich ein merkwürdiges Gefühl sein, wenn plötzlich im Rückspiegel wieder ein Schumacher auftaucht und zum Überholmanöver ansetzt. So auch für Fernando Alonso, der sich mit Rekord-Weltmeister Michael Schumacher erbitterte Zweikämpfe lieferte. Beim Gedanken an dieses Duell bekommen die Formel-1-Fans heute noch Gänsehaut.

Formel 1: Mick Schumacher muss im Duell mit Alonso an seinen Vater denken

Doch auch für Mick Schumacher sind diese Momente sehr emotional. In seinem zweiten Rennen in Imola, bei dem ein achtbarer 16. Platz heraussprang, wurde Schumi junior an die legendären Duelle seines Vaters mit dem Spanier erinnert. Plötzlich musste er sich selbst gegen Alonso behaupten. „Es hat richtig Spaß gemacht, wir haben mit einigen fighten können. Wie mit Fernando, das war ein bisschen lustig, weil ich da ein bisschen Flashbacks hatte zu 2005 und 2006“, sagte der 22-Jährige nach dem Rennen zu Bild.

Kurzer Rückblick: Damals war der heute 39-jährige Spanier der neue Star im Formel-1-Zirkus und forderte Seriensieger Michael Schumacher heraus. Schumi feierte einen Rekord nach dem nächsten und errang fünf Weltmeisterschaften in Folge, doch Alonso stoppte die Dominanz und holte sich 2005 und 2006 den Titel. Nach der verpassten WM 2006 trat der Kerpener zum ersten Mal zurück.

Formel 1: Mick Schumacher überholt Alonso - doch dann kracht er in die Mauer

Jetzt kämpft sein Sohn gegen den einstigen Rivalen. In Imola hatte Mick zunächst das bessere Ende für sich: Nach dem Start hatte der Haas-Pilot in der Schikane vor Tosa auf den Regenreifen mehr Grip als Alonso, der auf Intermediates unterwegs war, stieg aufs Gas und zog entschlossen am Spanier vorbei. Auch danach behauptete er seinen Platz gegen den Alpine-Star.

Allerdings blieb es dabei nicht lange und das lag an der Unerfahrenheit von Mick. Beim Versuch, die Reifen während der Safety-Car-Phase aufzuwärmen, verlor Mick das Auto und krachte in die Mauer. Davor hatte ihn sein Renn-Ingenieur Gary Gannon per Funk noch gewarnt, doch kurz vor dem Abflug funkte Mick zurück: „Ich verliere Reifen-Temperatur.“

„Ich wusste, dass mir nur noch wenig Zeit bleibt, um mit den Regenreifen Positionen gutzumachen. Deshalb war ich so aggressiv beim Warmfahren der Reifen“, erklärte Mick später sein Malheur. Trotz des ärgerlichen Unfalls zog er ein positives Fazit und richtete den Blick nach vorne: „Wichtig war, die Zielflagge zu sehen. Wir haben gesehen, dass wir um Platz 15 mitfahren können, das macht Mut.“ Das Duell Schumacher gegen Alonso wird es in dieser Saison aller Voraussicht nach wieder öfter geben, bleibt zu hoffen, dass es nicht in einem Crash endet. (ck)

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