Bestmarke für die Ewigkeit?

Michael Schumacher: Sieben Mal Weltmeister - Geschichte des Rekords

Rekordhalter in der Formel 1: Michael Schumacher
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Rekordhalter in der Formel 1: Michael Schumacher

Michael Schumacher gehört zu den besten Rennfahrern, die je in der Formel 1 aktiv waren. Seine sieben WM-Titel stellen bis heute einen Rekord dar.

  • In der Saison 1994 holte Michael Schumacher seinen ersten WM-Titel in der Formel 1.
  • Zwischen 2000 und 2005 gewann er fünf Titel in Folge.
  • Mit sieben Titeln ist er derzeit der Rekordweltmeister der Formel 1.

Mit sieben Titeln ist Michael Schumacher der aktuelle Rekordweltmeister in der Formel 1. Dass er irgendwann diese Bestmarke erreichen würde, war bei seinem Debüt beim Großen Preis von Belgien 1991 noch nicht abzusehen – wenngleich der Deutsche schon damals seine Fähigkeiten andeutete. Mit dem Wechsel vom Rennstall Jordan zu Benetton Mitte 1991 sicherte sich Schumacher ein Cockpit in einem durchaus siegfähigen Boliden.

In der Saison 1992 gewann der in Hürth geborene Schumacher erstmals in seiner Karriere ein Formel-1-Rennen und belegte in der Gesamtwertung den dritten Platz. Im Jahr 1994 sicherte sich Schumacher seinen ersten WM-Titel, nachdem er acht Saisonrennen gewonnen hatte. Dennoch hatte er lediglich einen Punkt Vorsprung auf Damon Hill. Weitaus deutlicher wurde es bei Schumachers zweitem Titelgewinn in der Saison 1995, als er 102 Zähler und damit 33 mehr als Hill holte.

Michael Schumacher: Der Beginn einer Ära bei Ferrari

Zur Saison 1996 wechselte Michael Schumacher von Benetton zu Ferrari, um dort weiterhin auf die Jagd nach WM-Titeln zu gehen.

In seinem ersten Jahr bei den Italienern belegte Schumacher den dritten Platz in der Gesamtwertung und holte damit das beste Ergebnis eines Ferrari-Fahrers seit sechs Jahren.

Wegen unsportlichen Verhaltens wurden Schumacher in der Saison 1997 nachträglich sämtliche WM-Punkte gestrichen. 1998 wurde er Vize-Weltmeister hinter Mika Häkkinen, 1999 musste Schumacher nach einem Beinbruch mehrere Rennen aussetzen und hatte keine Chance, um den Titel mitzufahren. So dauerte es bis zur Saison 2000, bis Schumacher die erste Weltmeisterschaft mit Ferrari feiern konnte.

Im darauffolgenden Jahr verteidigte er seinen Titel. Zudem gewann er in Belgien das 52. Rennen seiner Karriere und stellte damit eine neue Bestmarke auf. Um zudem noch Rekordweltmeister zu werden, brauchte er lediglich einen weiteren Titel. Damit würde er mit dem Argentinier Juan Manuel Fangio gleichziehen, der zwischen 1951 und 1957 fünf Mal die WM gewonnen hatte.

Michael Schumacher: Mit weiteren WM-Titeln zum Rekord

Im Jahr 2002 war es dann soweit: Michael Schumacher holte seinen fünften WM-Titel – und das in überlegener Manier. Schon sechs Rennen vor dem Ende der Saison stand er als Weltmeister fest. In der Saison 2003 machte sich Schumacher zum alleinigen Rekordweltmeister und baute 2004 die Bestmarke mit seinem siebten Titel sogar weiter aus.

Nach fünf Weltmeisterschaften in Serie nahm Schumacher in der Saison 2005 nur den dritten Platz in der WM-Wertung ein. Nachdem er sich 2006 die Vizeweltmeisterschaft hinter Fernando Alonso sicherte, trat Schumacher am Ende der Saison als aktiver Fahrer zurück.

Michael Schumacher: Comeback bei Mercedes

Von 2007 bis 2009 war Michael Schumacher als Testfahrer und Berater bei Ferrari beschäftigt und verließ die Italiener Ende 2009. Er schloss sich Mercedes an und gab für den Rennstall Anfang 2010 sein Comeback in der Formel 1. Schnell zeichnete sich jedoch ab, dass der Rekordweltmeister keine Chance haben würde, weitere WM-Titel einzufahren. So wies er bei Mercedes die folgenden Platzierungen in der Gesamtwertung auf:

  • 2010: Rang 9
  • 2011: Rang 8
  • 2012: Rang 13

In jeder dieser drei Saisons holte er weniger Punkte als sein Teamkollege Nico Rosberg, der 2016 den Titel gewinnen sollte. Schumacher beendete seinerseits Ende 2012 seine Karriere – und zwar diesmal endgültig. Somit war der Große Preis von Brasilien im November 2012 sein letztes Formel-1-Rennen. Im Laufe seiner eindrucksvollen Laufbahn stellte Schumacher zahlreiche Rekorde auf. Unter anderem gewann er 91 Rennen, darunter allein 13 in der Saison 2004.

Von Alexander Kords

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