„Will seinen Sohn zum Weltmeister machen“

Sebastian Vettel nur „Erfüllungsgehilfe“? Aston-Martin-Insider verrät verblüffende Details

Sebastian Vettel hinter Lance Stroll.
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Spielt Sebastian Vettel hinter Lance Stroll nur die zweite Geige?

Sebastian Vettel hat sich seinen Neustart bei Aston Martin anders vorgestellt. Ein Insider blickt hinter die Kulissen des Rennstalls - wo offenbar einiges gegen den Deutschen läuft.

Silverstone - Der Große Preis von Portugal war ein Mini-Lichtblick für Sebastian Vettel, nicht aber für sein Team Aston Martin. Der Heppenheimer landete erstmals vor seinem Teamkollegen Lance Stroll, doch mit dem 13. und 14. Platz ist natürlich niemand zufrieden.

Warum das Team von Inhaber Lawrence Stroll so langsam ist? Der Hauptgrund scheint mittlerweile klar: Aston Martin wurde eine Änderung des Unterboden-Reglements zum Verhängnis. Doch abgesehen davon scheint noch mehr im Argen zu liegen, wie ein Insider jetzt verrät.

Formel 1: Sebastian Vettel bei Aston Martin benachteiligt? „Stroll will Sohn zum Weltmeister machen“

Im Podcast AvD Motor & Sport Magazin kommt Colin Kolles zu Wort, der von 2005 bis 2009 Teamchef des Vorgängerteams von Aston Martin war. Er pflegt immer noch intensive Kontakte zur Belegschaft des Rennstalls in Silverstone. Beim Rennen in Portimao bekam Vettels Teamkollege Lance Stroll ein Update-Paket für sein Auto, während der Deutsche leer ausging. Daraus entwickelten sich Spekulationen, Vettel könnte gegenüber dem Sohn des Besitzers bewusst benachteiligt werden.

Kolles bestätigt diese Vermutungen. „Vettel wurde doch nur verpflichtet, damit Lance Stroll besser aussieht. Herr Stroll will seinen Sohn zum Weltmeister machen“, ist sich der 53-Jährige sicher. „Ich bin der Meinung, dass die Kombination Stroll/Wolff eine sehr gefährliche Kombination für Vettel ist. Da spielen viele Faktoren im Hintergrund mit rein.“ Lawrence Stroll und Mercedes-Teamchef Toto Wolff pflegen eine enge Freundschaft.

Formel 1: Insider erklärt, warum Aston Martin so langsam ist

Was er mit der „gefährlichen Kombination“ meint, erklärt er so: „Man muss die Historie sehen. Lawrence Stroll hat jedes Team immer nur für seinen Sohn gekauft. Die Teamkollegen waren immer nur Erfüllungsgehilfen. Das gilt jetzt auch für Sebastian Vettel.“ Er nennt auch den Grund, warum Aston Martin bisher so langsam ist. „Beim 2020er-Auto haben sie den Mercedes aus dem Vorjahr kopiert. Stroll hat alles bei Wolff eingekauft. Und damit meine ich alles“, sagt Kolles.

Video: Vettel-Teamchef klagt an: Neue Formel-1-Regeln gegen uns

„Dabei wollten die Ingenieure eigentlich ein ganz anderes Auto bauen. Stroll wollte aber nur eine Mercedes-Kopie haben, weil das für ihn der einfachste Weg scheint, seine Ziele zu erreichen.“ 2020 hat das funktioniert, 2021 wegen der Regeländerung nicht mehr. Mercedes kommt mit dem niedrigen Anstellwinkel klar - Aston Martin nicht.

Aston Martin und Sebastian Vettel: „Viel Unmut im Team“

„Die Ingenieure können mit dem Auto, das sie ja gar nicht wollten, nichts anfangen. Sie sind extrem demotiviert und hängen jetzt in der Luft. Das führt zu viel Unmut im Team“, schlussfolgert Kolles. Vettel will von alledem - zumindest öffentlich - nichts wissen. Zumindest wird er zum kommenden Rennen in Barcelona (hier im Live-Ticker) dasselbe Update wie Stroll bekommen. „Hoffentlich können wir damit etwas konkurrenzfähiger sein“, ist er optimistisch. Die Strecke wird es zeigen. (epp)

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