„Kinder laufen für Kinder“

Babenhausen: Statt Trainingsausfall Hilfe für das Kinderhospiz

Sponsoren vom Handwerker Ring und Beraterhaus Babenhausen sowie die E-Jugend-Betreuer Bastian Wriedt, Domink Ganser, Stefan Schlögel und Steffen Meyer
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Zum Abschluss der Aktion „Kinder laufen für Kinder“ kamen die Sponsoren vom Babenhauser Handwerker Ring und vom Beraterhaus sowie die E-Jugend-Betreuer Bastian Wriedt, Domink Ganser, Stefan Schlögel und Steffen Meyer zusammen und freuten sich über den Erfolg.

Babenhausen - Auch vor den Fußballern des TSV Babenhausen macht der Lockdown nicht halt: Seit Mitte Dezember durfte das Training nicht mehr stattfinden. Das brachte die Trainer der E-Jugend darauf, Alternativen für ihre Schützlinge zu entwickeln.

Bastian Wriedt, Dominik Ganser, Stefan Schlögel und Steffen Meyer waren sehr schnell einig, dass die Kinder Bewegung auch im Lockdown brauchen, erst recht über die Feiertage in den verlängerten Ferien. Um das Vorhaben attraktiver zu machen, brauchte es noch einen guten Zweck als Zugpferd und Motivationshilfe.

Nach Rücksprache mit den Eltern der fünfundzwanzig E-Jugend-Spieler*innen und möglichen Sponsoren war eine Idee und ein guter Zweck gefunden: Seit 19. Dezember hieß es „Kinder laufen für Kinder“. Die Babenhauser Nachwuchskicker*innen sollten bis zum Ferienende möglichst viele Kilometer laufen. Je gelaufenem Kilometer boten die Sponsoren vom Babenhauser Handwerker Ring und vom Beraterhaus 1,50 Euro als Spende für das Kinderhospiz in Bad Grönenbach.

Die Neun- und Zehnjährigen liefen danach, wann immer sie wollten, eine beliebige Strecke, die sie allerdings mit Start- und Ende-Fotos einer Fitness-Uhr oder Tracking-App und ihrem eigenen Foto in einer geschlossenen Messenger-Gruppe nachweisen mussten. Gesundheitlicher Nebeneffekt: über die Feiertage begleiteten viele Eltern ihre kleinen Marathonläufer entweder zu Fuß oder auf dem Fahrrad. Bei dieser Form des Trainingsersatzes spielten auch Hygiene-Vorschriften keine Rolle, da jeder für sich oder mit der eingenen Familie lief. Nicht nur die gemeinsame Bewegung hatte den Familien Spaß gemacht: „Die Gespräche über das Kinderhospiz, das Leben und Sterben von anderen Kindern und die Belastungen für diese Familien haben vielen sehr gut getan,“ so Betreuer Bastian Wriedt.

Die fünf E-Jugend-Spieler mit den meisten Kilometern waren Leopold Dilger mit 116 Kilometern, Jonathan Wriedt mit 80 Kilometern, Maximilian Kast mit 70 Kilometern, Josef Jehle mit 62 Kilometern und Julian Ganser mit 57 Kilometern.

Vor kurzem wurde die Aktion auch mit großem finanziellen Erfolg abgeschlossen: Immerhin 1084 Kilometer wurden erlaufen und damit deutlich mehr als die etwa 600 Kilometer, die die TSV-Betreuer erwartet hatten. So kamen letztlich 1.626 Euro als Spende von den Sponsoren zusammen. Zu guter Letzt legte eine Familie noch weitere 200 Euro anonym für das Kinderhospiz obendrauf. (to)

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