Erfolg in Dorfen – nur knapper Sieg gegen Pegnitz

Mit blauem Auge davongekommen

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Gegen den EV Pegnitz verspielten die Memminger ihre gute Ausgangslage.

Memmingen/Dorfen - Der ECDC Memmingen hat das Auswärtsspiel beim ESC Dorfen in der Verlängerung mit 3:2 für sich entscheiden können. Ohne zahlreiche Stammspieler sicherten sich die Indians am Ende verdient zwei Punkte und konnten somit den wichtigen zweiten Tabellenplatz verteidigen. Gegen den EV Pegnitz konnten die Memminger nur einen knappen Sieg nach Penaltyschießen feiern.

Die Vorzeichen waren denkbar schlecht: Ohne Jan Benda, Martin Jainz und Michael Folk in der Abwehr sowie ohne die Angreifer Patrick Weigant, Maximilian Hermann und Daniel Huhn reisten die Memminger zum wichtigen Spiel nach Dorfen. Bereits früh gingen die Indians aber in Führung, bereits in der fünften Spielminute war Interimskapitän Tim Tenschert zur Stelle und überwand Eispiraten-Goalie Yeingst zum ersten Mal. Damit nicht genug: Die Rot-Weißen hatten Chancen im Überfluss und stürmten auf das Gehäuse der Gastgeber, lediglich Timo Schirrmacher (11.) konnte aber im ersten Abschnitt noch einen Treffer erzielen. Das Mitteldrittel nun zerfahrener und gleich zu Beginn die Antwort der Hausherren. Kapitän Attenberger verkürzte für die Oberbayern und brachte die Eispiraten wieder zurück in die Partie. Doch damit nicht genug, wenige Sekunden vor Ende erzielten die Dorfener den Ausgleich, kurz nachdem die Memminger Bank eine weitere Hiobsbotschaft verkraften musste: Sven Schirrmacher erlitt aufgrund eines Treffers im Gesicht eine größere Wunde, musste behandelt werden und fällt vorerst auf unbestimmte Zeit aus. Im letzten Drittel passierte dann nicht mehr allzu viel Die größte Chance, den Sack in dieser Partie zuzumachen, hatten aber die Memminger, die eine mehrminütige Überzahl aber nicht ausnutzen konnten. Und so ging es zum dritten Mal in Folge für die Indians in die Verlängerung. Nach nicht einmal einer halben Minute wanderte dann ein Spieler der Gastgeber auf die Strafbank und die Indians ließen sich diese Chance nicht entgehen. Lukas Varecha, wie schon beim Heimspiel gegen Höchstadt der Matchwinner, überwand Torhüter Yeingst in der Overtime und die Indians sicherten sich den so wichtigen Zusatzpunkt in der Fremde. Nach einer beruhigenden Führung verspielten die Indians gegen Pegnitz ihre gute Ausgangslage und mussten nachsitzen. Die Tore für die Rot-Weißen erzielten Timo Schirrmacher, Tim Tenschert und Lukas Varecha, der auch im Shootout zum Matchwinner wurde. Verwundert rieben sich die allermeisten der gut 1.400 Zuschauer die Augen, als nach 60 Minuten ein 3:3 Unentschieden auf der Anzeigetafel stand. Da auch die fünfminütige Verlängerung keine Entscheidung brachte, musste letztlich das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt entscheiden, welchen sich die Indians am Ende sichern konnten. Doch der Reihe nach:Trainer Waldemar Dietrich musste erneut auf einige Akteure verzichten und auch die Gäste waren nur mit 13 Feldspielern angereist. Zusätzlich plagten sich einige Indianer mit Blessuren und Krankheiten herum, bissen aber die Zähne zusammen. Die Memminger erspielten sich von Beginn an Feldvorteile, aber auch die „Ice Dogs“ waren in den ersten Minuten zumindest einmal nah dran an der Führung, als der angeschlagen ins Spiel gestartete ECDC-Goalie Joey Vollmer in höchster Not retten konnte. So mussten sich die Fans der Indians bis zur 15. Minute gedulden, bis endlich die verdiente Führung fiel. Timo Schirrmacher wurde im Powerplay mustergültig von Dominik Piskor bedient und vollendete gekonnt. Die 2:0 Pausenführung besorgte dann noch Lukas Varecha mit einem sehenswerten Treffer (19.). Das zweite Drittel begann dann optimal aus ECDC-Sicht und Tim Tenschert gelang mit einem satten Schlagschuss das beruhigende 3:0 (22.). Die Memminger nun deutlich tonangebend, aber viel zu nachlässig in der Chancenverwertung. Auch eine fast zweiminütige 5 gegen 3 Überzahl konnte nicht genutzt werden. So blieb es trotz nun deutlicher Überlegenheit bei der sicher wirkenden 3:0 Pausenführung nach 40 Spielminuten. Der letzte Spielabschnitt sollte es dann nochmal in sich haben. ECDC-Goalie Joey Vollmer wurde von Martin Niemz ersetzt. Die Spieler schienen sich nun auch schon ihrer Sache zu sicher zu sein und spielten viel zu nachlässig. Es kam wie es kommen musste und die „Ice Dogs“ erzielten in einem Powerplay durch Stefan Hagen den Anschluss (53.). Die Pegnitzer erwischten durch zwei weitere Treffer durch Adler und Kercs die nun völlig verunsicherte Memminger Defensive eiskalt. Die Indians versuchten in der Folgezeit zwar nochmal alles, um die wichtigen drei Punkte einzufahren, aber der Schlussspurt kam letztlich zu spät. Da auch die Verlängerung keine Entscheidung brachte, musste das Penaltyschießen entscheiden. Hier sicherte Schlussmann Martin Niemz mit drei gehaltenen Penaltys den Extrapunkt, Lukas Varecha war als einziger Spieler erfolgreich im 1 gegen 1. Für die Indians bedeutete dies einen verschenkten Punkt, der so nicht eingeplant war, und auch die Trainer waren auf der anschließenden Pressekonferenz alles andere als zufrieden mit dem Auftritt der eigenen Mannschaft. Die aufkommende Kritik am vorzeitigen Torhüterwechsel wurde von Waldemar Dietrich durch eine Blessur von Joey Vollmer erklärt, der somit ausgewechselt werden musste.Viel Zeit, sich über diesen verlorenen Punkt zu ärgern, bleibt aber sowieso nicht, da es schon am Freitag mit dem sehr wichtigen Heimspiel gegen Peißenberg weitergeht. Hier wird eine deutliche Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen von Nöten sein, um die Gäste in die Schranken zu weisen. Der Kartenvorverkauf für das letzte Heimspiel in der Verzahnungsrunde hat bereits begonnen. (mfr/mo)

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