Schwarzes Wochenende

Indians verlieren gegen Lindau und Rosenheim

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Wie vernagelt war am Sonntag das Tor für die Memminger Stürmer bei ihrem Gastspiel in Rosenheim. Am Ende hieß es 0:7.

Memmingen/Rosenheim - Im Derby gegen den EV Lindau hatten die Memminger Indians ein deutliches Chancenplus zu verzeichnen; am Ende unterlagen sie aber mit 1:2 nach Verlängerung. Beim zuletzt schwächelnden Top-Favoriten aus Rosenheim kamen die Memminger am frühen Sonntagabend mit 0:7 unter die Räder.

Im Derby gegen Lindau hatt der ECDC bereits im ersten Abschnitt zahlreiche Möglichkeiten, um früh in Führung zu gehen. Piskor mit einem Pfostentreffer und Bullnheimer, der das leere Gehäuse knapp verpasste, hatten die größten Möglichkeiten für das Team von Sergej Waßmiller, das sich in der 15. Minute doch noch für den Aufwand belohnen konnte. Jared Mudryk verwertete einen Querpass von Antti Miettinen zur verdienten Führung, auch wenn diese zu gering ausgefallen war.

Im zweiten Drittel häuften sich dann die Strafen auf beiden Seiten – das Spiel wurde zunehmend ruppiger und in der Halle kam erstmals Derbystimmung auf. Nach mehreren missglückten Klärungsversuchen der Indians-Abwehr zog EVL-Verteidiger Widen ab und Hammerbauer fälschte den Schuss des Schweden unhaltbar zum Ausgleich in der 35. Minute ab.

Das letzte Drittel war geprägt von Memminger Druckphasen, allen voran bedingt durch einige Überzahlsituationen. Kurz nach Beginn folgte die erste Drangperiode, als Lennartsson hinausgestellt wurde. Die Hausherren schafften es aber weiterhin nicht, einen Treffer zu markieren. Der Pfosten, ein Verteidiger oder immer öfter der glänzend aufgelegte Zabolotny im Tor der Gäste wussten dies zu verhindern.

Als rund acht Minuten vor dem Ende der EVL gleich mit mehreren Strafzeiten belangt wurde, kam die Chance der Indians, den Siegtreffer zu markieren. Obwohl sie nahezu zwei Minuten aus allen Lagen Schüsse abfeuerten, bekamen die Rot-Weißen den Puck aber nicht über die Linie. Kurz vor dem Ende wendete sich dann das Blatt und die Anhänger des ECDC mussten zwei Minuten zittern, als Kapitän Huhn auf die Strafbank verbannt wurde.

In der Overtime beide Teams mit ersten Annäherungsversuchen in Richtung gegnerisches Tor. Nach einem Angriff der Memminger schaltete EVL-Kapitän Farny schnell und bediente den mitgelaufenen Hammerbauer, der den Puck frei vor Joey Vollmer über die Linie drücken konnte. Damit sicherten sich die Gäste den Zusatzpunkt und schoben sich erstmals wieder auf einen Play-Off-Rang.

Schmerzhafte Niederlage gegen Rosenheim

Der Sonntag war ein äußerst schwarzer Tag für die Indians: Bereits in der zweiten Spielminute gelang den Starbulls in Person von Top-Scorer Dusan Frosch die frühe Führung. Seinen Flachschuss aus spitzem Winkel lenkte sich Joey Vollmer ins eigene Tor; einige Spieler vor ihm erschwertem ihm hierbei aber das Leben. Die Indians in der Folge bemüht, aber ohne die ganz großen Chancen.

Im zweiten Powerplay nach zehn Minuten schlugen die stark und sicher aufspielenden Gastgeber dann erneut zu. Kapitän Michael Baindl fälschte einen Schuss von der blauen Linie gekonnt ab. Die wohl schon frühzeitige Entscheidung in diesem Spiel gab es dann bereits Sekunden vor der ersten Pause. Die Memminger verloren im Angriffsdrittel die Scheibe und den stark vorgetragenen Konter schloss Daniel Bucheli mit einem trockenen Schuss unter die Torlatte ab.

Im zweiten Drittel das gleiche Bild: Die Indians zwar bemüht, aber ohne die nötige Durchschlagskraft im Angriffsspiel. Die Folge waren zwei weitere Gegentreffer durch wiederum Baindl (29.) und Vollmayer (34.). Als die Rosenheimer in Minute 39 das 6:0 folgen ließ, war den 1.700 Zuschauern im Stadion endgültig klar, dass dieses Spiel nur einen Sieger haben konnte.

Mit diesem Spielstand ging es dann auch in das letzte Spieldrittel. Hier wechselten die Memminger Torhüter Joey Vollmer aus. So bekam Florian Neumann mal wieder ein paar Spielminuten. Er machte seine Sache im Anschluss sehr ordentlich, mehr als den 7:0-Endstand durch Höller (44.) ließ er nicht mehr zu.

Regensburg kommt an den Hühnerberg

Für die Memminger gilt es nun wieder in die Spur zu finden und am nächsten Wochenende wichtige Punkte einzufahren. Für das Heimspiel am Freitag (20 Uhr) gegen den Spitzenreiter aus Regensburg läuft bereits der Kartenvorverkauf an den bekannten Stellen. (mfr/mo)

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