Arbeitssieg und bittere Niederlage

Eishockey: Durchwachsene Bilanz für die Memminger Indians gegen Landsberg und Selb

Ein Spieler der ECDC Memmingen Indians auf dem Eis.
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Einem letztlich hochverdienten Arbeitssieg gegen den EV Landsberg folgte am Freitag eine bittere und knappe Niederlage gegen die Selber Wölfe.

Memmingen - Mit 4:1 besiegt der ECDC Memmingen den HC Landsberg im ersten Oberliga-Duell beider Mannschaften. Eine bittere Niederlage mussten die Indians am Freitag in Selb hinnehmen. Trotz einer tollen Aufholjagd nach zwischenzeitlichem 0:3 wurde man am Ende nicht belohnt und ging mit 3:4 knapp als Verlierer vom Eis.

Zweimal Linus Svedlund sowie Mark Ledlin und Donat Peter sorgen für den glanzlosen aber hochverdienten Erfolg gegen Landsberg. Die Indians taten sich lange sehr schwer im Aufeinandertreffen mit dem Aufsteiger. Die Gäste vom Lech standen defensiv sehr kompakt und ließen die Memminger nur selten zur Entfaltung kommen. Der ECDC verpasste es, sich früh zwingende Chancen zu erarbeiten und gab dem HCL mit jeder Minute mehr Sicherheit. Erst in der 20. Minute konnte eine Überzahlsituation mit der nötigen Konsequenz angegangen und auch ausgenutzt werden. Linus Svedlund, wieder einmal ein Aktivposten im Spiel, hämmerte den Puck von der blauen Linie in den Winkel und stellte auf 1:0.

Im zweiten Abschnitt waren die Indians dann etwas zwingender in ihren Aktionen und steigerten das Tempo. Folgerichtig kamen sie durch den ersten Treffer von Donat Peter sowie erneut Linus Svedlund zum verdienten 3:0. Die Partie war entschieden und die Memminger nahmen den Fuß vom Gas, sehr zum Missfallen von Trainer Waßmiller, der dies in der anschließenden Pressekonferenz monierte. Zum 4:0 durch Mark Ledlin reichte es trotzdem noch. Der ärgerliche Abschluss an diesem Abend war dann kurz vor Ende ein Gegentreffer bei eigener Überzahl, den auch der sonst tadellose Joey Vollmer nicht verhindern konnte.

Ein erstes Drittel zum Vergessen gab es am Freitag für den ECDC, denn die Selber Wölfe machten den Sack nach zwanzig Minuten vermeintlich schon zu. Die Indianer agierten teilweise eher passiv und ließen die Franken ihr Spiel aufziehen. In der 7. Minute war es Geisberger zum 1:0 für die Gastgeber. Drei Minuten später drückte Jan Hammerbauer die Scheibe irgendwie ins Netz hinein. Als wäre das nicht genug, verwandelte Robert Hechtl noch zum 3:0 für Selb, was Trainer Waßmiller gar nicht schmeckte. Der Arbeitstag für Joey Vollmer war anschließend auch beendet.

Im zweiten Drittel traten die Indianer dann völlig anders auf, teilweise wie ausgewechselt im Vergleich zu den ersten zwanzig Minuten. Die Memminger schnürten die Wölfe regelrecht in ihrem Drittel ein und wurden dafür belohnt. Jannik Herm verwertete einen Abpraller zum 1:3. Selb musste in der Folge auch mehr Strafzeiten hinnehmen, was den Memmingern einige Chancen bot. Tim Richter war in doppelter Überzahl zum 2:3 erfolgreich, was die Rot-Weißen regelrecht beflügelte und so kamen sie verdient zum Ausgleich vor der Pausensirene. Marvin Schmid zirkelte die Hartgummischeibe nach einer etwas unübersichtlichen Situation in die Maschen.

Im letzten Drittel hatte man zunächst das Gefühl, dass das Team von Coach Waßmiller den Schwung aus dem zweiten Drittel mitnahm. Doch dann ereignete sich eine Strafzeit für die Indians, welche die Selber Wölfe ausnutzten. Gare verwandelte zum 4:3 für den VER. Der ECDC probierte nochmals alles, auch die Option eines sechsten Feldspielers kurz vor Schluss wurde gezogen, doch vergeblich. Am Ende gingen die Maustädter leer aus und wurden trotz eines starken Comebacks nicht belohnt. (mfr/fl)

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