Mad Dogs absolut chancenlos

Eishockey: Memminger Indians-Frauen ziehen Mannheim das Fell über die Ohren

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Die Indians-Frauen schickten ihre Gegner aus Mannheim mit deren bisher höchsten Saisonniederlage nach Hause.

Memmingen - Mit einem 8:1-Kantersieg schickten die Memminger Indians am Samstagabend die Mad Dogs Mannheim nach Hause. Der Tabellenvierte war gegen den Meister chancenlos und kassierte am Memminger Hühnerberg seine bislang höchste Saisonniederlage.

Die Allgäuerinnen mussten, neben der immer noch nicht einsatzfähigen Carina Strobel, auch auf Lena Schurr (beruflich) und Saskia Serbest (krank) verzichten. Dennoch setzte Headcoach Werner Tenschert auf drei Angriffsformationen. Der Memminger Übungsleiter hatte sein Team gut auf den Gegner eingestellt und die Indians bestimmten von der ersten Minute an das Geschehen auf dem Eis. Sonja Weidenfelder eröffnete den Torreigen (6. Min); Marie Delarbre (11.), Antje Sabautzki (13.) und Lenka Serdar (19.) schraubten das Resultat bis zum ersten Seitenwechsel auf 4:0 in die Höhe. Mannheim hatte bis zu diesem Zeitpunkt gar keinen Zugriff auf das Spiel bekommen, Emma Schweiger im ECDC Tor musste gerade einmal vier Versuche abwehren.

Etwas mehr bekam die Torhüterin der Maustädterinnen dann im Mittelabschnitt zu tun, aber Treffer fielen nur auf der anderen Seite. Anna-Lena Niewollik erhöhte in Überzahl auf 5:0 (25.). Drei Minuten vor der zweiten Pause folgte das schönste Tor des Abends, als die Scheibe über fünf Stationen bei Marie Delarbre landete, die das 6:0 markierte. Mannheim hatte zwar mehr Torchancen als im ersten Abschnitt, aber die Allgäuerinnen hatten in Emma Schweiger einen exzellenten Rückhalt. Marie Delarbre lies mit dem 7:0 im letzten Drittel ihren dritten Treffer folgen (50.), bevor die Gäste zum Ehrentreffer kamen (54.). Den Schlusspunkt setzte Lenka Serdar zum 8:1-Endstand (60.).

Nach zwölf Spielen haben die Indians jetzt Halbzeit in der Frauen-Bundesliga. Sie rangieren auf dem zweitem Tabellenplatz (34 Punkte), zwei Punkte hinter Planegg, die bereits 14 Spiele absolviert haben. Die Sicht auf die Verlustpunkte stellt die Situation etwas realistischer dar: Die Memmingerinnen haben bislang erst vier Punkte abgegeben, Planegg acht und der Dritte Ingolstadt bereits 13.

Einen Tag nach dem klaren 8:1-Heimerfolg kamen die Memminger Indians am Sonntagabend zu einem mühsamen 5:3 (3:2/2:1/0:0)-Arbeitserfolg über die Mad Dogs aus Mannheim. Mit sechs Punkten aus dem Wochenende haben die Indians ihr Soll erfüllt und bleiben mit Tabellenführer Planegg auf Tuchfühlung. Am Sonntag präsentierte sich eine komplett andere Mannheimer Mannschaft in der Memminger Eissporthalle. Mit viel Laufbereitschaft und hohem kämpferischen Einsatz zeigten die Mad Dogs von Beginn an, dass sie nicht nochmals wie am Vortag unter die Räder kommen wollten und nicht zu Unrecht auf Rang vier in der Tabelle rangieren. Zwar führten die Gastgeber nach gut fünf Minuten schon mit 2:0 – Daria Gleißner und Marie Delarbre hatten vorgelegt, doch Lisa Campeau verkürzte auf 2:1 (13. Min). Noch im ersten Drittel stellte Indians-Kapitänin Daria Gleißner mit ihrem zweiten Treffer den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her. Es dauerte jedoch nur 60 Sekunden, ehe Kelsey Soccio in Mannheimer Unterzahl einen Break zum 3:2 abschließen konnte. Und der Schlagabtausch sollte auch im zweiten Drittel so weiter gehen. Kurz nach Wiederanpfiff überwand Marie Delarbre die Mannheimer Torfrau Michelle Teucke zum 4:2; vier Minuten später verkürzten die Gäste durch Pia Clauberg erneut und es hieß 4:3. Immer noch im Mittelabschnitt war dann Lenka Serdar für die Allgäuerinnen mit dem 5:3 erfolgreich.

Im letzten Drittel war die Partei aufgrund zahlreicher Hinausstellungen sehr zerfahren, dennoch hatten dann beide Teams Chancen. Die Beste davon vergab Kassie Roache, als Memmingen einen Penalty zugesprochen bekam, die junge Kanadierin die Scheibe aber nicht im Mannheimer Kasten unterbringen konnte. Letztendlich vermochte aber kein Team mehr am Ergebnis etwas zu ändern, sodass es beim 5:3-Erfolg für die Indians blieb.

In der kommenden Woche hat die Bundesliga Pause, dafür sind die Nationalspielerinnen Daria Gleißner, Marie Delarbre und Sonja Weidenfelder mit der deutschen Nationalmannschaft beim 4-Nationen-Turnier in Füssen im Einsatz. Auch Indians-Stürmerin Lenka Serdar wurde erstmals für die Nationalmannschaft Tschechiens zu einem Turnier nach Sotschi, Russland nominiert. Anschließend geht es dann in der DFEL mit mehr Mad Dogs für die Indians-Frauen weiter. Am Wochenende vor Weihnachten finden die beiden Auswärtspartien in der Mannheimer SAP Arena statt. (pg)

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