Souveräner Leistung folgt dicker Patzer

Memminger Indians: Sieg gegen Landsberg – Niederlage gegen Höchstadt

Eishockeyspieler des ECDC Memmingen auf dem Eis.
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Einem nie gefährdeten Sieg gegen Landsberg am Freitag folgte am Sonntag eine bittere Heimpleite der ECDC Indians gegen Höchstadt.

Memmingen - Von Beginn an ließen die Indians im Freitagsspiel keinen Zweifel am Sieger aufkommen und schlugen den HC Landsberg mit 5:1. Vor heimischem Publikum gab es dann allerdings einen herben Dämpfer: Am Sonntag setzte es eine bittere 4:7-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten aus Höchstadt.

Mit der gleichen Aufstellung wie gegen Selb war das Ziel klar: Gegen den Derbygegner aus Landsberg sollte ein Sieg her, auch wenn man sich auf eine unangenehme Aufgabe einstellte. Doch Memmingen startete furios in die Begegnung, setze Landsberg stark unter Druck und kam in der 5. Minute bereits zur Führung. Pascal Dopatka stocherte den Puck über die Linie. Im weiteren Verlauf dominierten die Indianer das Geschehen, spielten schnell und störten den HCL schon früh in der neutralen Zone, weitere Treffer waren vorerst aber Mangelware.

Tore fielen erst wieder im zweiten Drittel, denn die Indians drängten den Riverkings ihr Spiel weiterhin auf. Jonas Wolter stand völlig frei vor dem HCL-Gehäuse und lochte zum 2:0 ein. Kurze Zeit später feuerte Linus Svedlund die Scheibe mit einem Schlagschuss unhaltbar in den Winkel. Dieser komfortable Vorsprung beflügelte den ECDC und die zurückgekehrte Leichtigkeit machte sich im Spiel der Indianer bemerkbar. In der 34. Minute erhöhte Paul Fabian nach einem tollen Spielzug noch auf 4:0. Mit diesem Zwischenstand ging es dann zum letzten Pausentee des Abends.

Das Schlussdrittel verlief auf Seiten der Indians dann weniger fulminant. Das Team von Sergej Waßmiller kontrollierte das Geschehen weiterhin, trat wie schon gegen Selb sehr kompakt und konzentriert auf und ließ kaum etwas zu. Die Lechstädter kamen in Person von Patrik Rypar zwar noch zum 1:4 kurz vor Ende der Partie, doch Memmingen legte durch Donat Peter prompt den 5:1 Endstand nach. Die Indianer feierten damit einen nie gefährdeten Sieg in der Ferne und konnten drei wichtige Zähler aus dem Derby mitnehmen.

Am Sonntag folgte das nächste Duell gegen den direkten Konkurrenten aus Höchstadt. Anfangs sah alles ganz gut aus für Memmingen. Bereits nach sieben gespielten Minuten stand es 2:0 für den ECDC durch die Tore von Donat Peter und Christopher Kasten. Ähnlich konzentriert und kompakt wie in den Spielen zuvor trat die Mannschaft zur Mitte des ersten Drittels auf. Doch von da ab überwog die ein oder andere Unkonzentriertheit und individuelle Fehler. Dadurch verkürzte der HEC noch vor Ende der ersten zwanzig Minuten auf 1:2 durch Guft-Sokolov in Überzahl.

Dieses Muster zog sich auch im zweiten Drittel durch. Ein munteres Auf und Ab mit vielen Strafzeiten auf beiden Seiten machte die Partie zu einer wilden Achterbahnfahrt. Anton Seewald schoss durch einen Penalty zunächst das 2:2 für die Panzerechsen, die Maustädter gingen eine Minute später trotzdem wieder in Führung. Jannik Herm war in doppelter Überzahl zur Stelle. Das Gästeteam blieb weiterhin bissig und erzwang den Ausgleich abermals durch einen sehenswerten Treffer von Jentsch. Die gleiche Abfolge ereignete sich in diesem Drittel nochmals. Erst war es de Paly mit einem Hammer zum 4:3 in doppelter Überzahl, ehe Höchstadt wieder Sekunden vor Ablauf des Drittels durch Fardoe zum Ausgleich kam.

Der letzte Spielabschnitt war dann der Knackpunkt in dieser Begegnung. Der HEC wirkte leidenschaftlicher und setzte die Indians nun mächtig unter Druck. Anton Seewald markierte in der 46. Minute erstmals die Führung für den Erzrivalen. Eine Vorentscheidung führte Höchstadt bereits zehn Minuten vor dem Ende herbei, auch weil die Indianer nun total von der Rolle waren und eine Strafzeit nach der anderen kassierten. Guft-Sokolov verwandelte zum 6:4 in Überzahl. Der Endstand zum verdienten 7:4 Sieg für die Alligatoren fiel durch ein Empty Net Goal in der letzten Spielminute. Dieser Erfolg am Memminger Hühnerberg lässt den HEC weiterhin von den Playoffs träumen, die aktuelle Punkteausbeute spricht für das Team von Coach Nemirovsky.

Für den ECDC geht es erst am Freitag weiter. Eine weitere schwere Aufgabe gegen einen weiteren direkten Konkurrenten steht dann auf dem Programm. Gegner ist der EV Lindau, der versuchen wird, den Indianer ein Bein zu stellen. Bereits in der ersten Begegnung am Bodensee bissen sich der ECDC die Zähne an den Insulanern aus. Wie wichtig dieses Spiel ist, zeigt ein Blick auf die Tabelle. Spielbeginn am Hühnerberg ist um 20 Uhr. (fl)

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