Um jeden Zentimeter gekämpft

Eishockey: Sieg und Niederlage für Memminger Indians-Frauen gegen Planegg

Eishockeyspielerinnen des ECDC Memmingen auf dem Eis gegen Planegg.
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In den beiden Spielen am Wochenende der Indians-Frauen gegen Planegg wurde hart um jeden Zentimeter Eis gekämpft. Am Ende konnten beide Teams je einen Sieg verbuchen.

Memmingen - Mit einem 2:1 nach Verlängerung holten die Frauen der Memminger Indians am Samstag zwei wichtige Punkte gegen die Planegger Penguins. Der Siegtreffer durch Kassandra Roache fiel dabei in der Schlusssekunde der Verlängerung. Nur 17 Stunden später trafen beide Teams am Memminger Hühnerberg erneut aufeinander. Diesmal revanchierten sich die Oberbayern für die Niederlage vom Vortag und gewannen in einem erneut spannenden und hochkarätigen Spiel mit 2:0.

„Wir haben uns am Samstag schwer getan, ins Spiel zu finden“, so Indians-Coach Werner Tenschert. „Es ist doch ein riesiger Unterschied, ob man fünf Wochen nur trainiert, oder um Punkte spielt“. Die Indians mussten - wie berichtet - seit Anfang Dezember bereits vier Spielabsagen hinnehmen. So gehörten die ersten zwanzig im Miesbacher Eisstadion klar den Planegger Frauen. In der 13. Minute dann die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung der Gastgeber. Einen Schuss von Tabea Botthof fälschte Jacyn Reeves unhaltbar für Indians-Torhüterin Jenny Harss zum 1:0 ab.

Nach dem ersten Seitenwechsel kamen die Allgäuerinnen dann immer besser in die Partie und konnten sich ihrerseits ein Chancenplus erarbeiten. Der Lohn für die Bemühungen war der Ausgleichstreffer durch ECDC-Youngster Katharina Häckelsmiller (35. Min.). Nach dem zweiten Seitenwechsel hatten wieder die Oberbayern mehr vom Spiel, doch Treffer wollten in der regulären Spielzeit keine mehr fallen. So ging es im Modus drei gegen drei in die Overtime. In der letzten Sekunde der fünfminütigen Verlängerung dann Riesenjubel für die Maustädterinnen. Carina Strobel bediente Kassandra Roache Millimetergenau und gegen deren fulminanten Schuss in den Torwinkel war Lisa Hemmerle im Planegger Kasten machtlos.

Beim Rückspiel am Sonntag am Memminger Hühnerberg wechselten beide Mannschaften die Torfrauen. Bei den Indians stand diesmal Emma Schweiger zwischen den Pfosten, bei den Gästen Franziska Albl. Und die Kontrahenten machten da weiter, wo sie am Vortag aufgehört hatten. Es wurde um jeden Zentimeter Eis gekämpft und die Abwehrreihen ließen nur wenige Torchancen zu. Die meisten Angriffsversuche wurden bereits in der neutralen Zone geblockt.

„Wir hatten über die ganze Spielzeit etwas mehr Möglichkeiten (25 zu 19 Torschüsse), konnten die Scheibe aber nicht im gegnerischen Tor unterbringen“, resümierte Indians-Coach Werner Tenschert. Die Entscheidung fiel schließlich zwei Minuten vor der Schlusssirene in Überzahl. Kristin Schmid verwandelte einen Rebound mit der Rückhand zum 0:1 für die Penguins. Die Maustädterinnen nahmen dann in der Schlussminute noch ihre Torhüterin vom Eis, um den Ausgleich zu erzwingen, doch Kerstin Spielberger markierte mit dem Abpfiff den 0:2 Endstand.

Indians-Coach Werner Tenschert: „An beiden Tagen haben Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage entschieden. Es waren echte Bundesliga-Spitzenspiele. Die zwei Punkte am Samstag waren ganz wichtig im Rennen um die Teilnahme am Finalturnier.“

In der Tabelle haben die Indians 13 Punkte Vorsprung vor dem Fünften Berlin. Der soll nun am kommenden Wochenende in den beiden Nachholspielen gegen den EC Bergkamen am heimischen Hühnerberg ausgebaut werden. (pg)

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