FCM-Präsident Buchmann auf der Linie des Verbandes

Fußball: Regionalliga Bayern spielt Saison zu Ende

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Memmingen – Nachdem sich die bayerischen Regionalligisten in einer erneuten Videokonferenz für eine Fortsetzung der wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen, laufenden Saison ausgesprochen haben, ist der Bayerische Fußballverband diesem Votum gefolgt und wird die Saison nicht abbrechen. Ausschlaggebend war dabei die Überlegung, dass bei einem Abbruch der Saison ohne Absteiger und der Aufnahme aller vier Aufsteiger aus den Bayernligen die Liga in der folgenden Spielzeit auf 22 Vereine hätte aufgestockt werden müssen.

Das hätte für die Mannschaften – einen Saisonbeginn im September angenommen – einen Spielplan mit über vierzig Begegnungen bis Mai bedeutet. Die Konsequenz wäre ein kaum zu bewältigender, durchgehender Spielbetrieb bis Weihnachten und dann ab Januar bis Mai mit etlichen Spieltagen unter der Woche gewesen. Eine weitere Folge dieses sehr eng gestrickten Spielplans wäre die Aussetzung des BFV-Totopokals gewesen. Das vom Verband ohnehin favorisierte Modell des Saisonabbruchs wurde von Beginn an auch vom FCM-Vorsitzenden Buchmann unterstützt.

Aktuell wird vom Verband ein Modus für die frühestens am 1. September beginnende Restsaison ausgearbeitet. Dabei wird der aktuell Erstplatzierte Türkgücü München einem Verbandsbeschluss zufolge die Regionalliga bereits im Sommer in Richtung Dritte Liga verlassen und die Absteiger in die Bayernligen werden auf sportlichem Weg ermittelt. Um die Liga für die Zuschauer möglichst attraktiv zu gestalten, wird momentan über Play-Offs zur Ermittlung des Aufsteigers und der Absteiger sowie über einen Ligapokal zur Ermittlung des Teilnehmers an der DFB-Pokal-Hauptrunde nachgedacht. Fest steht bereits jetzt, dass es in der Spielzeit 2020/21 keine eigene Saison geben wird.

Zwischenzeitlich hat der Verband auch die Modalitäten für Spielerwechsel bis zur angenommenen Wiederaufnahme der Saison im Herbst festgelegt. Demnach müssen sich wechselwillige Amateure bis Ende Juni bei ihrem alten Verein abmelden, der dann innerhalb von zwei Wochen über die Freigabe entscheidet. Bei einem Wechsel ohne Freigabe bleibt der betreffende Spieler für sechs Monate gesperrt. Bei Vertragsspielern gilt aus arbeitsrechtlichen Gründen die Regelung, dass diese bei auslaufendem Vertrag auch ohne Zustimmung des alten Vereins wechseln können, wenn sie beim neuen Verein ebenfalls Vertragsspieler werden. FCM-Präsident Buchmann, der die Interessen des Vereins für alle betroffenen Altersgruppen im Herren- und Jugendbereich in der eigens vom Verband eingesetzten Arbeitsgruppe vertreten hat, ist mit dem Ergebnis zufrieden, da damit den Clubs die Angst vor personellen Engpässen bei Wiederaufnahme des Spielbetriebs genommen ist.

Im Jugendbereich wurde beim FCM unter Beachtung der strengen gesetzlichen Hygiene- und Abstandsregeln für die U12 bis zur U19 das Training wieder aufgenommen, ebenso das immer montags stattfindende Stützpunkttraining. Als Hygienebeauftragte wurden dafür vom Verein Nachwuchskoordinator Thomas Neudecker und Jugendleiter Josef Huber benannt. Die jüngeren Jahrgänge der E- und F-Jugend können aktuell noch nicht trainieren, bei den Herren des Regional- und Landesligakaders beginnt der Trainingsbetrieb frühestens Mitte Juli, sofern die Saison ab 1. September fortgesetzt wird.

Nach dem erstmaligen Aufstieg des FCM in die damalige drittklassige Bayernliga unter Trainer Kurt Helbig im Jahr 1970 spielt der FCM mit nur kurzen Unterbrechungen seit fünfzig Jahren fortwährend in der höchstmöglichen bayerischen Amateurliga, ferner jährt sich der souveräne Aufstieg des FCM in die damalige Regionalliga Süd unter Trainer Esad Kahric dieses Frühjahr zum zehnten Mal. Der zur Feier dieser beiden Jubiläen ursprünglich geplante Ehrenabend kann jedoch wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. (gp)

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