Indians-Frauen meistern auch die Hürde Berlin

Start in Bundesliga-Schlussphase gut gelöst

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Die Vorgabe vor den beiden Spielen gegen Berlin war klar: Sechs Punkte sollten her, um sich eine möglichst gute Ausgangslage für die Play-Offs zu sichern. Dies gelang den Indianerinnen letztlich auch.

Memmingen - Die Indians Frauen haben den Start in die Bundesligaschlussphase nach der Weihnachtspause gut gelöst. Am Samstag gewann das Team von Trainer Werner Tenschert klar mit 6:1 (3:0/1:0/2:1), sonntags folgte ein wesentlich engeres 4:1 (0:1/1:0/3:0).

Die Vorgabe vor den beiden Spielen gegen Berlin war klar: Sechs Punkte sollten her, um sich eine möglichst gute Ausgangslage für die Play-Offs zu sichern. Die Indians mussten auf die erkrankte Katharina Ott verzichten, dafür stand Carina Strobel erstmals seit November wieder zur Verfügung. Bei den Eisbären fehlten Nina Kamenik und Thea-Marleen Bartell. Vor dem Spielbeginn am Samstag wurden Lena Kartheininger und Antje Sabautzki für ihr 250. Bundesligaspiel im Dress der Memminger Indians geehrt. 

250. Bundesligaspiel

Die Gastgeber brauchten ein paar Minuten, um auf Touren zu kommen, erhöhten dann aber von Minute zu Minute den Druck auf Berlin. Die erste Strafe gegen die Indians brachte dem Meister einen Konter, den Kassandra Roache souverän zur Führung ausnutzte (9. Min). Sieben Minuten später war es erneut die Kanadierin in Diensten der Allgäuerinnen, die einen Schuss unhaltbar für Berlins Torhüterin Caroline Walz zum 2:0 abfälschte. 35 Sekunden vor der Pause machte Kassandra Roache ihren Hattrick perfekt, sie hämmerte den Puck zum 3:0-Pausenstand ins Tor der Gäste. 

Torhüterin gewechselt

Mit Lilly Xenia Günther statt Carolin Walz im Tor starteten die Hauptstädterinnen in das Mitteldrittel. Auch wenn die Indians die Partie im Griff hatten, waren sie jetzt nicht mehr so dominant wie in den ersten zwanzig Minuten. Stark jedoch das Penalty-Killing des Titelverteidigers, selbst eine fast zwei minütige drei gegen fünf Situation gegen Mitte der Begegnung überstanden die Allgäuerinnen schadlos. In Unterzahl markierten die Maustädterinnen schließlich auch das 4:0. Zwei Sekunden vor der Pause konnte Lenka Serdar einen Break erfolgreich abschließen. 

Indians spielbestimmend

Im letzten Drittel waren die Indians dann das klar spielbestimmende Team. Es gab kaum Chancen für die Eisbären und nach mehreren guten Angriffen erhöhte Lena Schurr zum 5:0 (50.). Fünf Minuten vor dem Ende kam Kassandra Roache zu ihrem vierten Treffer in diesem Spiel. 94 Sekunden vor dem Ende gelang es Emily Nix zumindest noch den Berliner Ehrentreffer zu markieren. Am Sonntag Mittag standen sich beide Teams erneut gegenüber. Im Tor der Indians stand diesmal Saskia Serbest, die Eisbären hatten durch Nina Kamenik Verstärkung bekommen. Berlin trat mit wesentlich mehr Selbstbewusstsein auf und wollte nicht wieder so früh auf die Verliererstraße geraten. 

Zahlreiche Chancen

Der Lohn für die Bemühungen war der Führungstreffer für die Gäste durch Emily Nix (13. Min). Die Indians waren bemüht, aber bei weitem nicht so dominant wie am Vortag. Memmingens Trainer Werner Tenschert änderte dann zum 2. Spielabschnitt seine Formationen und es lief in der Folge besser für den Meister. Trotz zahlreicher Chancen der Maustädterinnen dauerte es aber bis Ende des zweiten Drittels, als Marie Delarbre in Überzahl eine schöne Kombination mit Lenka Serdar und Sonja Weidenfelder zum 1:1 Ausgleich verwandeln konnte (38.). 

Eisbären ausgepowert

Den Eisbären merkte man dann im letzten Drittel das kräftezehrende Spiel an und die Allgäuerinnen dominierten die letzten 20 Spielminuten klar. Eine doppelte Unterzahl überstanden die Indians schadlos und machten es später selber, bei doppelter Überzahl, besser. Nach mehreren hochkarätigen Chancen war es erneut Marie Delarbre, die ihr Team erstmal in Führung brachte (49.). Den Sack zu machte dann Kassie Roache mit dem 3:1 des ECDC (58.), Lenka Serdar markierte wenige Sekunden später den 4:1 Endstand. 

Ziel: Heimrecht in Play-Offs

Die Memmingerinnen liegen aktuell nach 15 Spieltagen mit 41 Punkten auf Rang zwei in der Tabelle. Tabellenführer ist Dauerrivale Planegg mit 43 Punkten, der aber zwei Spiele mehr absolviert hat. Um sicher im Play-Off Halbfinale zuerst Heimrecht zu haben brauchen die Allgäuerinnen noch zwei Punkte aus den verbleibenden fünf Spielen. Am kommenden Wochenende empfangen die Indians Tabellenschlusslicht Bergkamen zu zwei Spielen am heimischen Hühnerberg. (pg)

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