Heimrecht im Halbfinale gesichert

Indians-Frauen: Sechs Punkte und zwölf Tore gegen Düsseldorf

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Katharina Ott gelang am Samstag der erste Treffer des Spiels gegen Düsseldorf.

Memmingen - Mit zwei 6:0-Erfolgen über die Düsseldorfer EG haben die Frauen der Memminger Indians ihr nächstes Teilziel erreicht. Mit 60 Punkten ist der Vorsprung auf die Teams auf Platz drei (Ingolstadt) und vier (Bergkamen) – beide mit je 44 Punkten – so groß, dass fünf Spieltage vor Ende der Hauptrunde Platz zwei bereits gesichert ist und die Maustädterinnen im Play-Off-Halbfinale den Heimvorteil haben.

Der Tabellenführer musste am Wochenende ohne die beiden verletzten Spielerinnen Sonja Weidenfelder und Lena Schurr auskommen. Auch bei den Gästen fehlte mit Valerie Offermann eine wichtige Spielerin. Headcoach Werner Tenschert musste so seine Formationen umkrempeln, was den Spielfluss zunächst merklich behinderte. Die ersten zwanzig Minuten wirkten noch etwas zerfahren und es dauerte etwas, bis die Gastgeber zum Torerfolg kamen. Der erste Treffer des Spiels gelang Katharina Ott gut zwei Minuten vor dem ersten Pausentee.

Einen kapitalen Abspielfehler der DEG-Hintermannschaft nutzte nach dem Seitenwechsel Antonia Jekel und drosch den Puck unhaltbar für Gästetorfrau Carolin Walz in die Maschen (25.). Emma Schweiger im Kasten der Maustädterinnnen hatte einen vergleichsweise ruhigen Tag und musste im gesamten Spiel nur acht Versuche der Gäste abwehren. Mit reichlich Haken und Ösen versuchten die DEG-Frauen, die Angriffswellen der Memmingerinnen abzuwehren, doch Julia Seitz konnte die Führung der Allgäuerinnen noch vor dem zweiten Seitenwechsel auf 3:0 ausbauen. Unter den Augen des neuen Frauen-Bundestrainers Christian Künast war der Widerstand der Rheinländer dann spätestens mit dem zweiten Treffer von Katharina Ott (42. Min) gebrochen. Der Torhunger der Indians war aber erst nach den beiden Toren von Antje Sabautzki (45.) und Daria Gleissner (55.) zum 6:0-Endstand gestillt.

Am Sonntag bot sich ein unverändertes Bild. Düsseldorf beschränkte sich auf die Zerstörung des Memminger Spielflusses, konnte sich aber aufgrund einer starken Memminger Defensivleistung so gut wie keine eigenen Chancen erarbeiten. Vanessa Muschik hatte nicht viel zu tun; gerade sieben Schüsse der Gäste mussten bewältigt werden. Nachdem die erste Viertelstunde noch ohne Tore verging, schlugen die Allgäuerinnen gleich dreimal zu. Katharina Jobst-Smith traf in Überzahl mit einem schönen Handgelenkschuss zum 1:0 (17. Min), Antje Sabautzki (19.) und Taylor Day (20.) taten es ihr nach und mit einer 3:0-Führung wurden erstmals die Seiten gewechselt. 

Als erneut Taylor Day (26.) und Julia Seitz (31.) die Indians bis zur Mitte der Partie auf 5:0 in Führung geschossen hatten, schien sich ein Kantersieg anzubahnen. Die DEG-Frauen verlegten sich jetzt mehr und mehr in unsaubere Aktionen, die in einem Bandencheck von Aileena Dropheide an ECDC-Verteidigerin Lena Kartheininger gipfelten. Die dafür fällige Spieldauerdisziplinarstrafe war nur der Höhenpunkt einer wahren Strafzeitenflut gegen die Gelb-Roten. Allerdings vermochten es die Maustädterinnen nicht, die numerische Überlegenheit in weitere Tore umzumünzen. Entweder war die stärkste Gästespielerin, Torfrau Carolin Walz, zur Stelle oder der Pfosten verhinderte mehrere Male ein höheres Resultat. Erst in der Schlussminute gelang Taylor Day für die Gastgeber mit ihrem dritten Tor der 6:0-Endstand und im Indians-Lager waren alle froh, die beiden Spiele ohne ernsthafte Blessuren überstanden zu haben. 

Am kommenden Wochenende treffen die Memmingerinnen in Hin- und Rückspiel auf die Mad Dogs Mannheim. (MK)

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