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Wann muss Boris Becker ins Gefängnis? Die Antworten zur Haft – Experte sieht keine Chance für Berufung

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Von: Patrick Mayer

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Boris Becker muss wegen Insolvenzverschleppung ins Gefängnis. Wann der Tennis-Star die Haft antreten muss. Und warum eine Berufung kaum Aussicht auf Erfolg hat.

München/London - Boris Becker wurde an diesem Freitag (29. April) wegen Insolvenzverschleppung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Tennis-Legende nahm das Urteil Medienberichten zufolge sichtlich geschockt im Southwark Crown Court in London zur Kenntnis.

Warum muss der 54-Jährige ins Gefängnis? Was wird ihm zur Last gelegt? Wann muss er die Haft antreten? Und hat er doch noch die Chance auf eine Bewährung? IPPEN.MEDIA beantwortet die wichtigsten Fragen zur Haftstrafe des dreimaligen Wimbledon-Siegers (1985, 1986, 1989).

Warum muss Boris Becker ins Gefängnis?

Ein Londoner Gericht hatte Becker 2017 für insolvent erklärt, also für zahlungsunfähig. Anschließend soll er, so der Vorwurf, Teile seines Vermögens verschleiert haben. Darunter fallen Überweisungen in sechsstelliger Höhe, um den Besitz einer Immobilie in seiner Geburtsstadt Leimen sowie deren Belastung mit einer Hypothek, und um Aktienbesitze.

Letztlich wurde ihm juristisch eine sogenannte Insolvenzverschleppung vorgehalten. Becker lebt in der englischen Hauptstadt London, deshalb fand der Prozess auch in der Millionenmetropole an der Themse statt.

Wann muss Boris Becker die Haft antreten?

Boris Becker musste die Haftstrafe direkt nach Urteilsverkündung antreten. So wurde der einstige Sport-Star, der in Großbritannien sehr populär ist, direkt in Gewahrsam genommen. Er wird bereits diese Freitagnacht in einem britischen Gefängnis verbringen.

Muss in Haft: Tennis-Star Boris Becker, hier mit Freundin Lilian.
Muss in Haft: Tennis-Star Boris Becker, hier mit Freundin Lilian. © IMAGO / ZUMA Wire

Hat Boris Becker die Chance auf eine Bewährung nach einer Berufung?

Becker habe laut Richterin Deborah Taylor keinerlei Reue oder Demut gezeigt. Er kann theoretisch noch Rechtsmittel einlegen. Experten beurteilen eine Berufung laut ARD aber als chancenlos. Dabei könnte er entscheiden, ob er Berufung gegen seine Verurteilung oder die Länge seiner Strafe oder beides einlegen will. Während des möglichen Berufungsverfahrens muss er aber in Haft bleiben.

„Man kann das innerhalb von 28 Tagen probieren. Aber sobald das Strafmaß über zwei Jahren liegt wie hier, ist das sehr unwahrscheinlich“, zitierte die „Tagesschau“ den Juristen Jeremy Boyle.

Ab wann kann Boris Becker im besten Fall auf eine Bewährung hoffen?

Boris Becker muss von seiner Haftstrafe mindestens die Hälfte absitzen, also ein Jahr und drei Monate. Dann kann der frühere Tennis-Star, bei guter Führung, den Rest der Zeit auf Bewährung freikommen kann. Im besten Fall. (pm)

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