Tennisturnier am Rothenbaum

Tsitsipas in Hamburg weiter - Deutsche nicht mehr dabei

Erreichte in Hamburg das Viertelfinale: Stefanos Tsitsipas. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
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Erreichte in Hamburg das Viertelfinale: Stefanos Tsitsipas. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Die Hamburg European Open müssen den restlichen Turnier-Verlauf ohne deutsche Tennis-Profis auskommen. Immerhin ein Star ist weiter dabei. Das deutsche Duo Kevin Krawietz/Andreas Mies gewinnt seinem frühen Aus auch Positives ab.

Hamburg (dpa) - Top-Favorit Stefanos Tsitsipas ist dem Tennis-Turnier in Hamburg erhalten geblieben, doch auf deutsche Spieler müssen die wenigen zugelassenen Zuschauer bei den Hamburg European Open seit Donnerstag verzichten.

Die French-Open-Sieger Kevin Krawietz und Andreas Mies schieden im Viertelfinale als letzte Teilnehmer der Gastgeber aus. Das Duo unterlag den diesjährigen US-Open-Finalisten Wesley Koolhof aus den Niederlanden und Nikola Mektic aus Kroatien mit 3:6, 5:7.

Damit geht bei dem mit rund 1,2 Millionen Euro dotierten Sandplatz-Event neben der Einzel- auch die Doppelkonkurrenz ohne deutsche Spieler weiter. Als letzte Einzel-Spieler waren am Tag zuvor Dominik Koepfer und Yannick Hanfmann gescheitert.

Immerhin kann das Turnier in dem Griechen Tsitsipas weiter einen Star präsentieren. Der Weltranglisten-Sechste behielt gegen den 34-jährigen Uruguayer Pablo Cuevas mit 7:5, 6:4 die Oberhand und zog in das Viertelfinale ein. Breaks am jeweiligen Satzende genügten dem 22-Jährigen in dem phasenweise hochklassigen Match zum Sieg. In der Runde der letzten Acht trifft der Grieche an diesem Freitag auf Dusan Lajovic. Der Serbe hatte zuvor den Russen Karen Chatschanow klar mit 6:1, 6:2 geschlagen.

Nach dem Aus in Hamburg richten der 28-jährige Krawietz und der zwei Jahre ältere Mies ihren Fokus auf die French Open. Die Kombination aus Coburg und Köln reist als Titelverteidiger nach Paris, wo am Sonntag das Grand-Slam-Turnier beginnt. Dort hatte das Doppel im vergangenen Jahr völlig überraschend den Titel gewonnen.

"Natürlich hätten wir gerne noch zwei Matches hier in Hamburg gespielt", sagte der 28-jährige Krawietz. "Es war eine coole Stimmung." Dennoch versuchten die beiden der Niederlage in Hamburg noch etwas Positives mit Blick auf Paris abzugewinnen. "Klar ist es bestimmt kein Nachteil, ein paar Tage früher vor Ort zu trainieren", meinte Mies. Aktuell müssten sie noch an ihrer Form arbeiten.

Sorgen wegen der sich verschärfenden Corona-Situation in der französischen Hauptstadt macht sich das Duo nicht und vertraut den Veranstaltern. "Ich glaube, dass sie die Bedingungen hinbekommen für die Spieler, fürs Turnier", meinte Mies. "Es ist schön, dort Zuschauer dabei zu haben. Allein schon, wenn es 200 sind, macht das einen Unterschied."

© dpa-infocom, dpa:200924-99-694648/4

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