Er trainierte schon mit Nadal

Mit Wildcard nach München: Marterer heiß auf BMW Open

Maximilian Marterer streckt sich – er will unter die Top 100 der Welt aufsteigen.
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Maximilian Marterer streckt sich – er will unter die Top 100 der Welt aufsteigen.

München - Mit Rafael Nadal und Novak Djokovic hat er schon trainiert. Nun hat der 21-Jährige Maximilian Marterer bei seinem Wildcard-Einsatz in München Großes vor.

Zwei der glorreichen Vier hatte Maximilian Marterer bereits als Trainingspartner: Rafael Nadal und Novak Djokovic. In Zukunft will Marterer, die 21-jährige Nachwuchshoffnung, auch bei den großen Turnieren angreifen. „Ich versuche, weit zu kommen und nicht nur mitzuspielen“, sagt der gebürtige Nürnberger über seinen Wildcard-Einsatz bei den BMW Open ab 1. Mai. Vor zwei Jahren war er noch 450. der Weltrangliste, aktuell rangiert er auf Rang 133, bald will er unter die besten 100!

Helfen sollen ihm seine Trainingserfahrungen mit Nadal und Djokovic, die beiden buchten den Linkshänder als Sparringspartner. „Bei meiner Einheit mit Rafa in Paris habe ich nach einer Stunde richtig gepumpt, da war ich tot, die Einstellung ist eine ganz andere“, erzählt Marterer der tz. Auch von Djokovic konnte er viel lernen: „Er legt viel Wert auf seinen Körper, macht mehr Stretching und spielt weniger Tennis. Jeder setzt andere Prioritäten, aber was alle eint, ist die Intensität, mit der sie Tennis spielen.“

In den vergangenen Jahren spielte Marterer auf der zweit- und drittklassigen Challenger- bzw. Future-Tour und gewann acht Turniere. Während sich die Besten vor zwei Wochen in Montreal duellierten, schuftete der Mann von der Tennisbase Oberhaching in Barletta in Süditalien. Der Reiseaufwand gleicht dem der Profis, nur fliegen die Zweite-Klasse-Spieler Economy und nicht Business. Bald soll damit Schluss sein, das nächste Ziel ist der Sprung in die ATP-Tour, auch um finanziell auf gesunden Beinen zu stehen. „Als Top-100-Spieler kann man gut leben, unter den besten 150 auch noch, dahinter ist es ein Draufzahl-Geschäft“, sagt Marterer.

Vor einem Jahr kamen die BMW Open noch zu früh für ihn, er unterlag dem Italiener Fabio Fognini in der ersten Runde mit 3:6 und 1:6. Diesmal will Marterer länger am Aumeister aufschlagen. Damit ihn irgendwann auch Roger Federer und Andy Murray, die zweiten 50 Prozent der glorreichen Vier, kennenlernen. 

Mathias Müller

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