tz-Interview

Kühnen: "Dubai? Toll, aber die Biergärten fehlen"

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Patrik Kühnen.

München - Patrik Kühnen ist der Chef am Aumeister – zumindest aus sportlicher Sicht. Der 48-Jährige ist in diesem Jahr zum siebten Mal Turnierdirektor der BMW Open: das tz-Interview.

Beruflich hält er der Stadt die Treue, privat lebt Kühnen mit seiner Frau Katharina und seinen elf Monate alten Zwillingstöchtern nach 14 Jahren in München seit Anfang des Jahres in den Vereinigten Arabischen Emiraten in Dubai. Ein Gespräch über neue Aufgaben und fehlende Biergarten-Atmosphäre am Persischen Golf.

Herr Kühnen, willkommen zurück in München. 

Kühnen: Danke, schön, wieder hier zu sein.

Ist ja nicht mehr so oft der Fall.

Kühnen: Ja, ich lebe mit meiner Familie seit einigen Monaten in Dubai und bin nur sehr selten in München. Umso mehr freue ich mich in diesen Tagen im Rahmen der BMW Open by FWU AG wieder hier zu sein und viele Freunde und bekannte Gesichter wiederzusehen.

Was machen Sie in Dubai?

Kühnen: Ich habe seit vielen Jahren eine enge Partnerschaft mit der FWU-Gruppe und wir arbeiten nun noch intensiver zusammen. Als Head of Sports Solution bin ich zuständig für ein speziell auf die Bedürfnisse von Leistungssportlern zugeschnittenes Versicherungsprodukt. Das ist eine sehr spannende Aufgabe in einem äußerst innovativen Unternehmen.

Und wie ist Dubai? 

Kühnen: Uns gefällt es dort sehr gut und wir fühlen uns alle sehr wohl. Morgens, wenn ich ins Büro fahre, scheint eigentlich immer die Sonne, das ist ein ganz anderes Lebensgefühl und wir haben zudem die Möglichkeit, in eine neue Kultur einzutauchen. In Dubai leben viele verschiedene Nationalitäten, die Menschen sind sehr freundlich und offen.

Was vermissen Sie an München?

Kühnen: Unsere Spaziergänge im Englischen Garten, die Biergarten-Atmosphäre, das fehlt schon. München ist mir ans Herz gewachsen, deswegen bin ich froh, dass ich durch meine Turnierdirektortätigkeit ab und an hier bin.

2014 ist Ihr „verflixtes“ siebtes Jahr. Sind Sie abergläubisch? 

Kühnen: Nein, da mache ich mir keine Sorgen.

Und schon ein wenig amtsmüde?

Kühnen: Keinesfalls. Es kommt auch keine Routine auf, das wäre nicht gut. Ich habe jedes Jahr den Anspruch, den Fans ein Feld zu präsentieren, das Lust auf Tennis macht.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Spielerfeld?

Kühnen: Sehr zufrieden. Mit Tommy Haas, Philipp Kohlschreiber, Lleyton Hewitt, Gael Monfils, Fabio Fognini und vielen mehr kommt auch dieses Jahr die internationale Weltklasse für neun Tage nach München. Ich hoffe, dass ich selbst ein wenig Zeit zum Zuschauen finden werde. Vor zwei Jahren habe ich an den ersten drei Turniertagen nämlich keine Sekunde Livetennis sehen können.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit dem neuen Veranstalter Michael Mronz?

Kühnen: Ich kenne Michael Mronz und seinen Mitarbeiter Thilo Busch seit über 20 Jahren. Ich habe früher mit Michaels Bruder Alex Mronz Doppel gespielt, Thilo war damals sein Trainer. Außerdem habe ich als Aktiver immer bei Michaels Challenger-Turnier in Aachen mitgespielt. Die Zusammenarbeit läuft hervorragend. Sehr professionell, auf einer freundschaftlichen Basis und wir alle freuen uns auf ein tolles Turnier.

Interview: Mathias Müller

BMW-Open-Magazin

Tommy Haas: Hauptamtlicher DTB-Präsident

Tommy Haas (36) hat sich für einen hauptamtlichen DTB-Präsidenten als Nachfolger von Karl Altenburg ausgesprochen. „Es wird Zeit, dass etwas passiert. Es kann ja gar nicht schlimmer werden, als es jetzt ist“, sagte Haas in der BamS und ergänzte: „Ein bisschen DTB-Präsident nebenher ist absoluter Bullshit.“ In München ist Vorjahressieger Haas an Nummer zwei gesetzt und hat in der ersten Runde ein Freilos. Im Achtelfinale trifft der Weltranglisten-14. auf Jarkko Nieminen oder Alejandro Falla.

Philipp Kohlschreiber: Start wohl möglich

Philipp Kohlschreiber hat sich beim ATP-Turnier in Barcelona nur eine Oberschenkelzerrung zugezogen. Sein Start „sollte vorbehaltlich des Clearings durch den Turnierarzt möglich sein“, teilte Manager Stephan Fehske mit.

Karlsplatz, Brötchen, Straßenbahn: Was Münchner niemals sagen würden

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