MRV

Riem: Zivilklage gegen den Ex-Boss?

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Ex-Boss Dr. Norbert Poth.

München - Traditionsgemäß ist die Jahresversammlung des Münchener Rennvereins (MRV) für Überraschungen gut. So natürlich auch heuer.

Wer dieses Jahr in Riem vorfuhr, erschrak zunächst: Polizeiwagen, die Einfahrt von Wachleuten kontrolliert, nur mit Vorzeigen der Einladung passierbar. Des Rätsels Lösung: der MRV hat die neue Alm für die in München lebenden Iraker als Wahllokal für deren Wahlen vermietet. Man braucht Geld. Der Rennverein hängt, wie Präsident von Boetticher ausführte, am Tropf von zwei Vorstandsmitgliedern, die den MVR mit zinslosen Darlehen in Höhe von 900 000 Euro über Wasser halten.

Da wird die Lage noch verschärft, weil Rechtsanwalt Labbé im Dezember 2013 eine Rechnung über 632 000 Euro gestellt hatte – für seine Dienste bei Vertragsbearbeitungen, noch vom Vorgänger-Präsident Poth beauftragt. Es kam dann wie bekannt zu keinerlei Abschlüssen. Von Boetticher will so hohe Taxen nicht akzeptieren und sich gegebenenfalls mit einer Zivilklage an Poth schadlos halten.

Durch zahlreiche Neuaufnahmen wurde die Mitgliederzahl auf 151 gesteigert. Rund 120 nahmen an den Abstimmungen teil, die allesamt mit satten Mehrheiten für von Boetticher endeten.

Am 1. Mai (Beginn 13.45 Uhr) steht das erste Gruppe-III-Rennen der Saison auf dem Programm: die Silberne Peitsche (55 000 Euro, 1300 Meter). Im Zehnerfeld neben deutschen Sprintgrößen mit dabei: Opium Bullett (Havlin), Bruder des Weltklasse-Flieger.  

Fritz Freisleder

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