Ski-Weltcup

Endlich auf dem Podium: Rebensburg ärgert sich nur kurz über Rang zwei

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Viktoria Rebensburg (l.) feiert ihren zweiten Platz.

Viktoria Rebensburg fährt zum erstmals in dieser Saison auf das Siegerpodest. Schneller ist nur Weltcup-Dominatorin Mikaela Shiffrin.

Courchevel/München - Ein klein wenig enttäuscht blickte Viktoria Rebensburg schon drein, als bei der kurzen Zeremonie nach dem Riesenslalom in Courchevel ihr Name aufgerufen wurde. Mit der rechten Hand reckte sie die Skier in die Höhe, mit der linken die Stöcke, doch ein Lächeln über ihren Erfolg konnte sie sich nicht abringen, denn: Unmittelbar nach ihr wurde noch die Siegerin aufgerufen: Mikaela Shiffrin. "Am Anfang", bekannte Rebensburg, "ärgert man sich natürlich, wenn es so eng hergeht."

Nur 0,14 Sekunden langsamer als Shiffrin

Zum großen Glück, zu ihrem 17. Sieg im Weltcup, fehlten der zweitplatzierten Rebensburg im dichten Schneetreiben am Ende nur 0,14 Sekunden auf Shiffrin. Leicht verärgert war sie, weil sie nach dem ersten Lauf ja noch auf Rang eins gelegen hatte, wenn auch nur 0,08 Sekunden vor der Olympiasiegerin aus den USA. Ein paar Minuten nach der Siegerzeremonie hatte sich die Laune von Rebensburg aber schon wieder gebessert: "Ich bin froh, dass es jetzt endlich das Podium geworden ist."

Endlich deshalb, weil die Saison für die enorm ehrgeizige Rebensburg bislang etwas zäh verlaufen war. Im Riesenslalom hatte sie zunächst in Sölden Rang vier belegt, danach schied sie in Killington/USA auf dem Weg zum möglichen Sieg aus. Beide Rennen hatte Rebensburg im vergangenen Winter, den sie als Gesamtsiegerin im Riesenslalom beendet hatte, noch gewonnen. Die bislang beste Platzierung der Saison war ihr als Dritte im Super-G von Lake Louise/Kanada gelungen.

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Rebensburg: „Der Podestplatz war für mich wichtig"

Und so überwog bei Rebensburg schließlich die Erleichterung über Rang zwei auf dem ungeliebten Hang in Courchevel. "In Sölden bin ich mit einem ziemlichen Bock Vierte geworden. In Killington bin ich gut gefahren und ausgeschieden. Daher war der Podestplatz für mich wichtig", sagte sie. Wichtig für das Selbstvertrauen, wichtig auch, weil im Riesenslalom-Weltcup Federica Brignone aus Italien führt und Titelverteidigerin Rebensburg mit 100 Punkten Rückstand nur Vierte ist.

Zweite hinter Brignone ist Shiffrin, die zu ihrem 49. Sieg im Weltcup fuhr. Für die Amerikanerin, immer noch erst 23 Jahre alt, war es außerdem der sechste Saisonsieg. Im Gesamtweltcup, den sie in den beiden vergangenen Wintern gewonnen hat, liegt sie schon kaum uneinholbare 422 Punkte vor der zweitplatzierten Norwegerin Ragnhild Mowinckel. Und am Samstag findet in Courchevel noch ein Slalom statt: Shiffrins siebter Sieg im WM-Winter und der 50. insgesamt wären keine Überraschung.

Mikaela Shiffrin dominiert den Weltcup

"Ich weiß, dass ich auch etwas Glück hatte", behauptete Shiffrin nach dem Riesenslalom, dessen zweiter Lauf wegen des Schneefalls verkürzt worden war. Mit Glück hat ihre Dominanz wenig zu tun. Shiffrin hatte die Rennen in Gröden ausgelassen - aber nicht, um sich zu schonen, sondern um zu trainieren. Nach dem Slalom am Samstag hat sie erneut Pause - bis zu den Rennen in Semmering am 28. und 29. Dezember.

SID

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