Piraten entsetzt

BGH-Anwalt: "Ohrfeige schadet nicht"

Karlsruhe - Die Äußerung eines Rechtsanwalts beim Bundesgerichtshof (BGH) zur Wirksamkeit von Ohrfeigen bei der Kindererziehung sorgt für Wirbel.

In der Revisionsverhandlung zur Haftung von Eltern bei Urheberrechtsverstößen ihrer Kinder in Internet-Tauschbörsen hatte der erfahrene BGH-Anwalt als Vertreter der Musikindustrie die schlechte Erziehungsmoral beklagt. Er habe manchmal den Eindruck, dass „für viele Eltern Erziehung ein Fremdwort geworden ist“, sagte Büttner am Donnerstag in Karlsruhe. Eltern müssten ihrem Kind „Grenzen und Gefahren“ aufzeigen. Bei Regelverstößen sei man früher noch ganz anders vorgegangen. „Da hat auch mal eine Ohrfeige nicht geschadet“, sagte Büttner vor dem 1. Zivilsenat des BGH.

Der Bundesvorsitzende der Piratenpartei, Bernd Schlömer, warf Rechtsanwalt Hermann Büttner am Freitag vor, ein antiquiertes Erziehungsbild zu haben und zu Straftaten anzustiften.

dapd

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