News-Ticker zur Pandemie

So kommen Sie bald an ihren digitalen Impfnachweis - zwei deutsche Regionen sind „Corona-frei“

Die Infektionszahlen sinken, zwei Regionen gelten als „Corona-frei“. Ab kommender Woche stellen Apotheken digitale Impfnachweise aus. In München fallen die Masken. Der News-Ticker.

  • Die 7-Tage-Inzidenz* sinkt bundesweit. Zwei Landkreise sind „Corona-frei“ (siehe Update vom 8. Juni, 11.27 Uhr).
  • Ab kommender Woche können Apotheken einen digitalen Impfnachweis ausstellen (siehe Update vom 8. Juni, 16.25 Uhr).
  • In Münchens Innenstadt können die Bürger ab Mittwoch auf das Tragen einer Corona-Schutzmaske verzichten (siehe Update vom 8. Juni, 20.21 Uhr).
  • Dieser News-Ticker ist beendet. Die Fortsetzung ab dem 9. Juni finden Sie hier.

Update vom 8. Juni, 21.41 Uhr: Seit mehr als einem Jahr wird die Marktreife des Corona-Impfmittels Curevac vorbereitet. Entgegen der jüngsten Pläne wird das Vakzin des Tübinger Pharmaunternehmens nicht im Juni die Zulassung erhalten. Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha erklärte, dass sich das Curevac-Verfahren weiter verzögert* und sprach von „Komplikationen“ bei der klinisch durchgeführten Studie.

Update vom 8. Juni, 20.21 Uhr: Die bayerische Landeshauptstadt hebt ab Mittwoch (9. Juni) die Maskenpflicht in der Innenstadt auf. Ab 9.00 Uhr können die Passanten in der Fußgängerzone und den umliegenden Gebieten auch tagsüber wieder frei durchatmen.

Ebenfalls gelockert wird das Alkoholkonsumverbot: In der Fußgängerzone und auf dem Viktualienmarkt wird es komplett aufgehoben, auf dem Gärtnerplatz und auf dem Wedekindplatz gilt es fortan nur noch zwischen 20.00 Uhr und 6.00 Uhr. „Angesichts sinkender Inzidenz und steigender Impfquote können wir diese weiteren Schritte hin zu mehr Normalität im Alltag guten Gewissens gehen“, begründete der Oberbürgermeister*.

Corona-Impfung: Digitaler Pass schon ab nächster Woche in Apotheken erhältlich

Update vom 8. Juni, 16.25 Uhr: Der Start für den digitalen Corona-Impfpass in Deutschland rückt näher. Ab kommendem Montag (14. Juni) soll man sich in vielen Apotheken den digitalen Nachweis einer vollständigen Corona-Impfung nachträglich ausstellen lassen können. Das teilte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände am Dienstag in Berlin mit. Bereits zuvor soll die Anwendung namens „CovPass“ nach Angaben aus dem Bundesgesundheitsministerium für alle Interessenten in den App-Stores zur Verfügung stehen.

Impfpass in digitaler Form: Er würde wieder uneingeschränktes Reisen ermöglichen (Symbolbild).

Die EU-Länder und das EU-Parlament hatten sich kürzlich auf Details eines europaweiten Zertifikats geeinigt, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene Covid-19-Erkrankungen nachweisen kann. Das soll auch Reisen erleichtern. Dabei geht es um eine Ergänzung des weiter verwendbaren gelben Impfheftes.

Corona in Deutschland: Mecklenburg-Vorpommern hebt Maskenpflicht für Schüler auf

Update vom 8. Juni, 14.42 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Schüler müssen keine Masken mehr im Unterricht tragen. Das teilte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Schwerin mit. Das Bundesland hat laut RKI eine Sieben-Tage-Inzidenz von 8,7 - der bundesweit niedrigste Wert.

Zudem werden die Kontaktbeschränkungen in Mecklenburg-Vorpommern erheblich gelockert. Künftig sind private Treffen mit bis zu 30 Personen erlaubt, wie Schwesig sagte. Bisher durften sich maximal zehn Personen treffen.

Corona in Deutschland: Hamburg lockert Beschränkungen

Update vom 8. Juni, 13.50 Uhr: Angesichts weiter sinkender Corona-Infektionszahlen lockert Hamburg. So können von Freitag an unter anderem Hotels und andere Beherbergungsbetriebe wieder zu 100 Prozent belegt werden. Und im Freien dürfen sich bis zu zehn Personen aus unterschiedlichen Haushalten treffen, wie Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Dienstag sagte. In Innenräumen bleibt es hingegen zunächst weiter bei maximal fünf Personen aus beliebig vielen Haushalten.

Corona in Deutschland: Bremen bei Impfquoten-Ranking an der Spitze

Update vom 8. Juni, 13.34 Uhr: Bremen liegt bei der Impfquote an der Spitze. Das Bundesland hat mehr als die Hälfte seiner Bevölkerung gegen Corona geimpft. „50 Prozent der Bremerinnen und Bremer haben ihre Erstimpfung“, twittert der Bremer Senat. 25 Prozent haben bereits eine Zweitimpfung und damit den vollen Impfschutz erhalten, teilt das Gesundheitsressort mit.

In Deutschland liegt die Impfquote bei 46 Prozent, laut den Daten des Impfdashboards. Mehr als 38 Millionen Menschen haben demnach mindestens eine Impfdosis erhalten. 21 Prozent der Gesamtbevölkerung sind vollständig geimpft. Am Donnerstag (10. Juni) will die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Impfempfehlung für Kinder veröffentlichen. Berichten zufolge, soll die Corona-Impfung wohl nur für bestimmte Gruppen von Kindern empfohlen werden.

Inzidenz-Hammer von 0,0: Diese zwei Regionen in Deutschland sind „Corona-frei“

Update vom 8. Juni, 11.27 Uhr: 7-Tage-Inzidenz von 0,0! Zwei Regionen in Deutschland sind „Corona-frei“. Beide Kreise liegen in Niedersachsen (15,7). In Goslar und Friesland ist der Wert laut RKI-Angaben am Dienstag auf Null gesunken. Bereits am Vortag wies Goslar im Harz mit 0,73 bundesweit die niedrigste Inzidenz aller Kreise auf.

Corona in Deutschland: Spahn nennt Monat für Erstimpfung für ALLE, die wollen - unter einer Bedingung

Update vom 8. Juni, 8.49 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat nach der Aufhebung der Impfpriorisierung um Geduld gebeten. Es sei unmöglich, „alle sofort zu impfen“, sagte Spahn am Dienstag im ARD- „Morgenmagazin“, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. „Wir können auch in dieser Phase nur um Geduld bitten.“ Noch im Laufe des Juli sollten nach Angaben des Gesundheitsministers jedoch alle Impfwilligen zumindest eine Erstimpfung erhalten haben. Dies gelte, „wenn die Impfungen kommen, wie sie sollen“, sagte Spahn weiter. Zudem verteidigte der Gesundheitsminister die Aufhebung der Impfpriorisierung. Der Schritt sei nötig gewesen, um „dynamisch weiterimpfen zu können“.

„Bitte lassen Sie den Frust nicht aus bei den Arzthelferinnen und Arzthelfern“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Etwa 38 Millionen Deutsche seien bereits erstmals geimpft. Bei einer Impfbereitschaft von 75 Prozent in der Bevölkerung fehlten also noch rund 15 Millionen Menschen, die bereit seien sich impfen zu lassen, aber noch keinen Impftermin erhalten hätten, sagte der Gesundheitsminister. Spahn rief ausdrücklich dazu auf, keinen Druck auf Angestellte von Arztpraxen auszuüben, um einen früheren Termin zu erhalten. „Bitte lassen Sie den Frust nicht aus bei den Arzthelferinnen und Arzthelfern“, sagte er.

Corona-Inzidenz in Deutschland sinkt: Hausärzte klagen über Impfstoff-Mangel - droht jetzt Termin-Chaos?

Erstmeldung vom 8. Juni 2021: Berlin - Die aktuellen Coronafallzahlen am Dienstagfrüh zeigen einen Trend. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 1204 Corona-Neuinfektionen und 140 weitere Todesfälle. Vor einer Woche waren es 581 Neuinfektionen mehr - also 1785 gewesen. Die Zahl der Todesfälle lag bei 153.

Die 7-Tage-Inzidenz liegt deutschlandweit bei 22,9, wie aus den Daten des Covid-19-Dashboards des RKI hervorgeht (Vortag: 24,2). In der Vorwoche lag der Wert bei 35,2. Allerdings gibt es Unterschiede in den Bundesländern (siehe Tabelle unten).

Der bundesweite 7-Tage-R-Wert liegt laut RKI-Lagebericht von Montagabend bei 0,76 (Vortag: 0,81). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 76 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert spiegelt das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Bundesland7-Tage-Inzidenz (RKI Stand: 8. Juni, 6.21 Uhr)
Baden-Württemberg28,0
Bayern23,6
Berlin24,2
Brandenburg12,9
Bremen23,3
Hamburg16,7
Hessen26,3
Mecklenburg-Vorpommern8,7
Niedersachsen15,7
Nordrhein-Westfalen26,0
Rheinland-Pfalz24,2
Saarland28,5
Sachsen21,9
Sachsen-Anhalt17,3
Schleswig-Holstein11,0
Thüringen27,3

Corona in Deutschland: Hausärzte beklagen Impfstoffmangel

Der Wegfall der Priorisierung bei der Impfreihenfolge stellt Ärzte vor ein Problem. „Auch heute ist die Impfstoffmenge noch immer zu gering für die hohe Nachfrage“, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Wenn weniger geliefert als bestellt wurde, müssen wir sogar Termine noch einmal verschieben.“

Weigeldt bat Impfwillige um Geduld. „Die Hausärztinnen und Hausärzte können nur das verimpfen, was da ist“, sagte er. Frust und Enttäuschung über eventuelles Terminchaos seien zwar nachvollziehbar, aber bei den Hausärzten „definitiv an der falschen Adresse“.

Noch immer zu wenig Impfstoff: Wie viele Impfdosen erhält Deutschland in den nächsten Wochen? Prognosen des Gesundheitsministeriums geben eine Antwort. (ml)*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Arnulf Hettrich/imago-images

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