Erste Länder lockern

Corona in Europa: 99-Jährige überlebt Infektion - einstiger Hotspot mit überraschend wenig Fällen

Die zweite Corona-Welle im Herbst hat zu Lockdowns quer durch Europa geführt. Italien beschließt eine Reisesperre über Weihnachten. Schweden schließt alle Gymnasien.

Update vom 5. Dezember, 19.04 Uhr: Das westlichste Land Europas schlägt den deutschen Weg ein. In Portugal will man den bereits seit Mitte Oktober bestehenden Teil-Lockdown noch einmal verschärfen, damit an Weihnachten gelockert werden kann. Das gab Ministerpräsident António Costa am Samstag in Lissabon bekannt. Die Zahl der Neuinfektionen ist in Portugal bereits seit einigen Wochen rückläufig.

Für Weihnachten soll das am Wochenende geltende Reiseverbot in Gemeinden mit hohen Infektionszahlen ausgesetzt werden. An Silvester bleibt es jedoch bestehen. Dafür werden dann die nächtlichen Ausgangssperren verkürzt. Restaurants dürfen wohl auch länger öffnen. Der aktuell geltende Ausnahmezustand ist am Freitag noch einmal bis 23. Dezember verlängert worden. Aus Regierungskreisen wurde aber schon bekannt gegeben, dass er mindestens bis 7. Januar verlängert werden soll. Durch die Corona-Maßnahmen sind die täglichen Neuinfektionen von 6500 Fällen vor zwei Wochen auf heute 4000 gesunken.

Corona in Europa: Der ehemalige Hotspot Spanien feiert Erfolge im Kampf gegen das Virus

Update vom 4. Dezember, 20.19 Uhr: Der einstige Corona-Hotspot Spanien feiert im Kampf gegen das Virus beachtliche Erfolge. Die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen blieb erstmals nach zwei Monaten unter der Marke von 100. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrage jetzt 98,56. Zum Vergleich: Dieser Wert betrug in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts am Freitag knapp 135.

Trotz aller Freude warnte Vize-Regierungschefin Carmen Calvo die 47 Millionen Bürger des Landes jedoch vor Nachlässigkeit. Man solle sich „so wenig wie möglich bewegen“. Das gelte auch für die Feiertage am Montag und Dienstag sowie für Weihnachten und Silvester. Die sozialistische Politikerin geht mit gutem Beispiel voran: „Ich werde zum ersten Mal in meinem Leben Weihnachten nicht in meinem (andalusischen) Dorf Cabra sein. Das Opfer lohnt sich aber.“

Seit Ausbruch der Pandemie wurden in Spanien knapp 1,7 Millionen Ansteckungen mit dem Coronavirus gezählt. Mehr als 46.000 Menschen starben mit Covid-19. Am Freitag wurden 8745 Neuinfektion sowie 214 neue Todesfälle gemeldet, die niedrigste Zahl seit Ende Oktober.

Corona in Europa: 99-jährige Kroatin übersteht Covid-Infektion

Update vom 4. Dezember, 16.48 Uhr: In Kroatien hat eine 99-jährige Seniorin ihre Coronavirus-Infektion überlebt. „Es ist vorbei, ich fühle mich jetzt gut“, sagte Margareta Kranjcec der Zeitung Vecernji List. Die hochbetagte Frau wohnt in einem Altenheim in der Stadt Karlovac. Ende Oktober wurde sie nach einem positiven Corona-Test in ein Krankenhaus eingeliefert - nach drei Wochen wurde sie jedoch wieder entlassen.

Gleich mehrere Bewohner ihres Heims hatten sich mit dem Coronavirus angesteckt. Kranjcec, die unter keinen ernsthaften Vorerkrankungen litt, zeigte jedoch keine Symptome, wie die Direktorin des Altenheims berichtete. „Angesichts ihrer Gebrechlichkeit und ihres hohen Alters ist es wirklich erstaunlich, dass ihr das Coronavirus nichts anhaben konnte“, sagte Stefica Ljubic Mlinac der Nachrichtenagentur AFP. Inmitten der Pandemie „ist das eine richtig gute Neuigkeit“, fügte sie hinzu.

Die 99-jährige Margareta Kranjcec überlebte ihre Corona-Infektion.

Corona in Tschechien: Schnelltests für Lehrer und Erzieher

In Tschechien haben großangelegte Corona-Schnelltests für Lehrer und Erzieher begonnen. Das Interesse an dem kostenlosen, aber nicht verpflichtenden Angebot war zum Beginn am Freitag geringer als erwartet. Die Aktion dient auch als Vorlauf für die geplanten freiwilligen Massentests für alle Bürger vor Weihnachten, die am 18. Dezember beginnen sollen.

Verwendet werden Antigen-Tests, deren Ergebnisse nach wenigen Minuten vorliegen, die aber als weniger zuverlässig als sogenannte PCR-Tests gelten. In manchen Regionen kommen mobile Test-Teams der Feuerwehr direkt in die Schulen und Kindergärten. Es gibt rund 172.000 Lehrkräfte in Tschechien.

Corona in Europa: Mehr als 7000 Tote in Schweden - Regierung verschärft Maßnahmen

Update vom 3. Dezember, 20.50 Uhr: In Schweden greift das Coronavirus ebenfalls stark um sich. 34 Tote meldeten die Behörden am vergangenen Tag. Damit steigt die Gesamtzahl der Corona-Toten im Zehn-Millionen-Einwohner-Land auf 7007 Menschen. Im Vergleich zu anderen skandinavischen Ländern kämpft Schweden mit einer sehr hohen Infektionsrate. Durch den Sonderweg zu Beginn der Pandemie hatte Schweden gehofft, eine zweite Welle umgehen zu können. Die vergangenen Wochen zeigten, dass das leider nicht funktioniert hat.

Anders als in Deutschland steigen die Infektionszahlen hier besonders unter Jugendlichen. Deshalb schließt Schweden nun alle Gymnasien im Land. Oberstufenschüler werden bis zu den Weihnachtsferien von zuhause unterrichtet. Johann Carlson, Direktor des Gesundheitsamtes erläutert, damit solle auch die Situation im ÖPNV verbessert werden.

Update vom 3. Dezember, 18.12 Uhr: In Großbritannien wurde die Marke von 60.000 Corona-Toten überschritten. Das Gesundheitsministerium meldete 414 Todesfälle innerhalb von nur 24 Stunden. Als coronabedingt gilt ein Todesfall, wenn er innerhalb von 28 Tagen nach einem positiven Test stattfindet.

Noch akuter ist die Situation in Italien. Das dortige Gesundheitsministerium meldete 993 Corona-Tote an nur einem Tag. So viele ereigneten sich in diesem Zeitraum noch nie. Insgesamt starben in Italien zwischenzeitlich 58.038 Menschen mit oder an einer Infektion mit dem Coronavirus. Die italienische Regierung hofft, die Entwicklung mit Reisesperren zwischen den Regionen vom 21. Dezember bis zum 6. Januar in Griff zu bekommen.

Update vom 3. Dezember, 10.30 Uhr: Die italienische Regierung schränkt im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Bewegungsfreiheit über Weihnachten bis ins neue Jahr stark ein. Das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte fasste in der Nacht zu Donnerstag einen Beschluss über verschärfte Reisesperren bis zum 6. Januar. Damit will die Regierung in Rom einen erneuten Anstieg der Infektionszahlen verhindern. Die Italiener sollen abgehalten werden, in großer Zahl in den Weihnachtsurlaub aufzubrechen oder entfernte Verwandte zu besuchen.

Ab dem 21. Dezember ist das Reisen zwischen den Regionen Italiens verboten. Die Menschen dürfen dann auch nicht in ihre Ferienwohnungen an der Küste oder in den Bergen fahren. Ausnahmen sind für die Arbeit, aus gesundheitlichen Gründen und in anderen Notlagen möglich. Die Rückkehr an den Hauptwohnort bleibt erlaubt. Die Reisesperre gilt bis zum 6. Januar.

Über das Weihnachtsfest und Neujahr zieht Rom die Zügel noch fester an: Am 25. und 26. Dezember sowie am 1. Januar 2021 sollen die Menschen in ihren Städten und Gemeinden bleiben. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen für die Arbeit oder Notsituationen.

Corona in Europa: EU-Kommission sieht Lockerungen über Weihnachten als Risiko

Update vom 2. Dezember, 16.40 Uhr: Weihnachten birgt aus Sicht der EU-Kommission ein besonderes Risiko zur erneuten Ausbreitung des Coronavirus. Dies müssten die EU-Staaten in ihren Strategien gegen die Pandemie berücksichtigen und sich dabei abstimmen. „Angesichts der hohen Wahrscheinlichkeit, dass Covid-19-Fälle bei einer Lockerung von Maßnahmen über die Festtage zunehmen, sollten die EU-Staaten sicherstellen, dass ihr Gesundheitssystem für eine mögliche Zunahme der Aufnahmezahlen bereit ist“, heißt es in den Empfehlungen.

Sollte überhaupt eine Lockerung der Regeln für Zusammenkünfte erwogen werden, dann nur mit strikten Quarantäneauflagen für mindestens sieben Tage davor und danach, heißt es darin. Kontakte sollten an den Festtagen möglichst auf immer dieselben Personen beschränkt und reduziert werden. Die EU-Staaten sollten auch eine Verlängerung der Schulferien oder des Online-Unterrichts nach den Festtagen erwägen, um das Infektionsrisiko zu begrenzen.

Die EU-Kommission sieht auch ein Problem in den erwarteten Reisen über die Feiertage. „Flughäfen, Busbahnhöfe, Bahnhöfe, öffentlicher Verkehr, Tankstellen und Rastplätze gehören zu den Orten, wo Reisende dem Virus in der Luft und auf Oberflächen ausgesetzt sein können“, warnt die Behörde. An solchen Orten sollten Hygiene- und Abstandsregeln strikt eingehalten werden.

Corona in Europa: Italiener sollen Weihnachten und Neujahr zu Hause bleiben

Update vom 2. Dezember, 12.25 Uhr: Die Italiener sollen Weihnachten und Neujahr zu Hause bleiben. Italien wird die Corona-Beschränkungen verschärfen, kündigte Gesundheitsminister Roberto Speranza in Rom an.

„Wir müssen den Kontakt zwischen den Menschen so weit wie möglich einschränken“, sagte der Minister. An den Weihnachtsfeiertagen und an Neujahr sollten Reisen zwischen den Regionen möglichst unterbleiben. Fahrten zwischen Kommunen sollten begrenzt werden. Ohne solche Einschränkungen stehe im Januar und Februar „eine dritte Welle vor der Tür“, warnte er. An den Details des neuen Dekrets würde noch gefeilt. Doch Ende dieser Woche soll das Dekret in Kraft treten.

Italien hat sein Anfang November das Land in verschiedene Zonen eingeteilt. Das „Ampelsystem“ soll bleiben. Die Lombardei und das Piemont gehören übrigens nicht mehr in die Rote Zone (ab. 3. Dezember).

  • Gelbe Zone: Latium, Liguieren, Molise, Trient, Sardinien, Sizilien, Venetien
  • Orange Zone: Basilikata, Kalabrien, Emilia-Romagna, Friaul-Venezia Giulia, Lombardei, Marken, Piemont, Apulien, Umbrien
  • Rote Zone: Abruzzen, Kampanien, Toskana, Aostatal, Autonome Provinz Bozen

Corona in Europa: Italien plant Ausgangssperren zu Silvester

Update vom 1. Dezember, 13.45 Uhr: Um eine dritte Corona-Welle zu vermeiden, müsse die Politik auch im Dezember streng bleiben, sagte Italiens Minister für Angelegenheiten der Regionen, Francesco Boccia, dem Fernsehsender Rai News am Montag. Sollten die Beschränkungen wie bisher fortbestehen, müssten die Menschen Silvester eben bei sich zu Hause feiern, erläuterte er. In Italien gilt seit Anfang November eine nächtliche Ausgangssperre von 22 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. Boccia will sie beibehalten.

Noch in dieser Woche wird ein neues Dekret erwartet, das eine Aktualisierung zahlreicher Corona-Maßnahmen enthält. Neben der Frage, was an Weihnachten und Silvester erlaubt sein wird, war zuletzt auch eine Öffnung von Skigebieten über die Ferien ein Streitthema. Politiker und Experten warnen seit Tagen davor, die Fehler des Sommers mit zu vielen Lockerungen und zu vielen Reisen zu wiederholen.

Corona in Europa: Kroatien führt neue Einreisebeschränkungen ein

Update vom 1. Dezember, 11.05 Uhr: Kroatien führt am Dienstag neue Einreisebeschränkungen ein. Reisende aus EU-Ländern müssen bei der Einreise einen negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist, vorlegen, berichten kroatische Medien. Alternativ könne man einen PCR-Test in Kroatien machen lassen und das Ergebnis in Selbstisolation abwarten.

Ohne Auflagen ist die Einreise nur aus einer Region möglich, die auf der Corona-Ampel der EU-Gesundheitsagentur ECDC als grün kategorisiert ist. Allerdings ist die finnische Insel Fasta Åland derzeit die einzige grüne Region in der EU, wie Innenminister Davor Bozinovic betonte. Daher gelten die Beschränkungen praktisch für die Einreise aus allen EU-Ländern.

In Kroatien gelten ab Dienstag neue Einreisebeschränkungen. (Archivbild)

Der Transit durch Kroatien ist auflagenfrei, muss jedoch binnen zwölf Stunden erfolgen. Außerdem gilt keine Testpflicht für Grenzgänger, Schüler und Studenten, Lkw-Fahrer im grenzüberschreitenden Güterverkehr, Diplomaten und Patienten, die aus unaufschiebbaren Gründen reisen. Die Ausnahme gilt auch bei der Einreise aus dringenden persönlichen oder geschäftlichen Gründen.

Corona in England: Ermittlungen nach illegalen Partys in mehreren Großstädten

Update vom 30. November, 16.40 Uhr: Nach großen illegalen Partys in mehreren Städten in England hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen. Man wolle die Organisatoren der Partys ausfindig machen, denen hohe Strafen drohten, hieß es etwa von der Polizei in Nottingham. Dort war am Wochenende in einem Studentenwohnheim eine Party mit rund 200 Menschen von der Polizei aufgelöst worden. Auch an anderen Orten in der Stadt hatten sich Menschen auf Partys versammelt. In Birmingham wurden Polizisten mit Flaschen beworfen, als sie einen illegalen Rave mit rund 100 Teilnehmern in einem Warenlager auflösen wollten und dort Drogen, DJ-Equipment und eine Waffe beschlagnahmten.

„Das letzte, was wir als Polizisten tun wollen, ist Leute dafür bestrafen, dass sie zusammenkommen und Spaß haben“, sagte Ermittler Andrew Gowan der Nachrichtenagentur PA zufolge. „Doch die aktuellen nationalen Beschränkungen sind dazu da, die Öffentlichkeit zu beschützen. Also werden wir ihre Einhaltung überwachen, solange das notwendig ist.“

Corona in Tschechien: Lockerung der Maßnahmen zum Weihnachtsgeschäft

Tschechien lockert zum Weihnachtsgeschäft seine strengen Corona-Regeln. Von Donnerstag an dürfen alle Einzelhandelsgeschäfte und Restaurants wieder öffnen. Das gab die Regierung nach einer Sondersitzung des Kabinetts am Sonntag bekannt. Es gelten strenge Hygieneregeln und eine Begrenzung der Kundenzahl in Geschäften auf eine Person je 15 Quadratmeter.

Bislang sind nur lebensnotwendige Einkäufe erlaubt. Die Lockerungen waren ursprünglich bereits für Montag erwartet worden. Im Laufe der Woche werde mit einer „weiteren deutlichen Verbesserung der Situation“ gerechnet, begründete Gesundheitsminister Jan Blatny die Verzögerung. Die Maskenpflicht selbst im Freien bleibt bestehen.

Coronavirus: Mehr als 400.000 Corona-Todesfälle in Europa

Erstmeldung vom 30. November: London/München - In Europa sind seit Ausbruch der Corona-Pandemie inzwischen mehr als 400.000 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion* gestorben. Laut Zählungen der Nachrichtenagentur AFP auf der Grundlage von Behördenangaben wurden alleine in der vergangenen Woche mehr als 36.000 Corona-Todesfälle in Europa verzeichnet. Das war die höchste Zahl innerhalb einer Woche seit Beginn der Pandemie.

Die meisten Corona-Todesfälle in Europa weisen laut Daten der Johns Hopkins Universität folgende Länder auf (Stand 30. November, 15.00 Uhr):

  • Großbritannien: 58.342
  • Italien: 54.904
  • Frankreich: 52.410
  • Spanien: 44.668
  • Russland: 39.491

Obwohl es in vielen Ländern bereits zu ersten Lockerungen der Corona-Maßnahmen gekommen ist, wächst der Protest in Europa. In London gingen am Samstag tausende Menschen auf die Straßen. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Mehr als 150 Menschen wurden unter anderem wegen Missachtung der geltenden Corona-Regeln oder Angriffen auf Einsatzkräfte festgenommen.

Corona in England: Widerstand gegen weitere Beschränkungen

Am Dienstag endet in England nach vier Wochen ein zweiter Lockdown. Für Millionen Menschen im Land bleiben jedoch strikte Beschränkungen bestehen. Mehrere Großstädte wie Birmingham, Leeds, Manchester und Sheffield fallen unter die höchste Warnstufe eines Drei-Stufen-Plans der Regierung. Dort bleiben Gastronomie und Freizeiteinrichtungen auch nach dem Ende des Lockdowns am Dienstag geschlossen.

Auch in der konservativen Tory-Partei wächst der Widerstand gegen die Corona*-Politik des britischen Premiers und Parteichefs Boris Johnson. Es gebe eine „große Frustration“ auf den Hinterbänken der Partei über die weiteren Corona-Beschränkungen, gab Umweltminister George Eustice am Montag im Sky News-Interview zu. Bis zu 100 Abgeordnete könnten Vorbehalte gegenüber dem Stufensystem haben, das ab Mittwoch mit regionalen Maßnahmen den nationalen Teil-Lockdown in England ersetzen soll. Bei der Abstimmung über die Maßnahmen im Parlament am Dienstag könnte Premier Johnson daher auf die Stimmen der Opposition angewiesen sein.

Corona in Europa: Proteste in Belgien - erste Lockerungen in Frankreich

In Lüttich, im Osten Belgiens, kam es am Wochenende ebenfalls zu Protesten. Rund 500 Menschen demonstrierten gegen die nächtliche Ausgangssperre, die sie als Beschränkung ihrer Freiheit anprangerten. Im Südosten Frankreichs forderten hunderte Menschen eine Öffnung der Skilifte sowie der Restaurants und Bars in den Wintersportorten. Präsident Emmanuel Macron hatte sich zuvor für eine europaweite Schließung der Skigebiete ausgesprochen.

In Frankreich sind seit Samstag allerdings erste Lockerungen der strengen Corona-Beschränkungen in Kraft getreten. Alle Geschäfte durften unter Hygiene-Auflagen wieder öffnen. Nach vierwöchigen strikten Ausgangsbeschränkungen dürfen die Menschen zudem ihre Häuser wieder länger für Spaziergänge oder Sport im Freien verlassen. Bislang war das auf täglich eine Stunde und einen Radius von nur einem Kilometer begrenzt. Jetzt dürfen die Franzosen ihre Häuser für drei Stunden verlassen und sich in einem Radius von 20 Kilometern bewegen. Restaurants, Bars und Cafés sowie Sport- und Kultureinrichtungen bleiben aber weiter geschlossen.

Positive Nachrichten für die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie in Europa kommen aus den USA. Der US-Pharmakonzern Moderna will noch am Montag die Zulassung für seinen Corona-Impfstoff in der EU beantragen. Laut dem Unternehmen hat der Impfstoff eine Wirksamkeit von 94,1 Prozent. In der vergangenen Woche hat die EU-Kommission einen Rahmenvertrag über bis zu 160 Millionen Impfstoff-Dosen mit Moderna abgeschlossen. (ph) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © DENIS LOVROVIC / AFP

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