News-Ticker zur Pandemie

Corona in Europa: Schweden beklagt Höchstzahlen - Spanien droht mit hohen Geldstrafen

Europa steckt mitten in der zweiten Corona-Welle. Die meisten Länder entschieden sich deshalb für einen Lockdown. Schweden geht einen Sonderweg und hat Probleme.

  • Die zweite Welleder Corona-Pandemie* lässt die Infektionszahlen in Europa ansteigen.
  • Viele Länder sind im Lockdown. In Schweden geht man weiter einen Sonderweg, doch die Corona-Zahlen stellen dies infrage.
  • Spanien will mit einer knallharten Regelung für Einreisende die Lage in den Griff kriegen. In der Slowakei folgen auf Massentests erste Lockerungen.
  • Dieser News-Ticker wird regelmäßig aktualisiert.

Stockholm/München - Das Coronavirus hat die Welt weiter fest im Griff. Auch in weiten Teilen Europas kämpft die Bevölkerung weiter mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Zwar schürte die Nachricht eines vielversprechenden Impfstoffkandidaten von Biontech Hoffnung. Trotzdem herrscht in vielen Staaten weiterhin der Lockdown, um das Corona-Infektionsgeschehen* kontrollieren zu können.

Schweden mit meisten Neuinfektionen in Nord-Europa

Dagegen versuchte es Schweden wie schon während der ersten Corona-Welle im Frühjahr erneut mit recht freizügigen Maßnahmen. Doch das Konzept scheint aktuell nicht aufzugehen. Die Skandinavier haben die mit Abstand höchsten Neuinfektionszahlen in Nordeuropa.

Laut EU-Gesundheitsbehörde ECDC lag die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in Schweden in den vergangenen 14 Tagen bei rund 485 pro 100.000 Einwohner. Finnland (54), Island (124), Norwegen (140) und Dänemark (257) stehen allesamt deutlich besser da. Während Schweden noch zu Herbstbeginn verhältnismäßig wenige Neuinfektionen registriert hatte, schossen die Corona-Zahlen* seit Mitte Oktober deutlich in die Höhe.

Schon seit Beginn der Pandemie im Frühjahr setzte Schweden im Vergleich zu den meisten anderen Ländern auf relativ lockere Vorgaben und Appelle an die Vernunft der schwedischen Bevölkerung statt harter Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.

Corona in der Slowakei: Lockerungen nach Massentests

Im Gegensatz zu den Nordeuropäern hat die Slowakei hart durchgegriffen. Zwar erließ die Pandemiekommission des Landes inzwischen eine Lockerung der Corona-Maßnahmen und hob das Veranstaltungsverbot in Teilen wieder auf.

Zuvor hatte die Regierung allerdings mit großem Aufwand international beispiellose Corona-Massentests durchführen lassen. An den beiden vergangenen Wochenenden wurde ein Großteil der Slowaken über zehn Jahre einem Antigen-Schnelltest* unterzogen.

Und wer unter der berufstätigen Bevölkerung keinen negativen Test vorweisen kann, darf bis Ende dieser Woche nicht zur Arbeit gehen.

Corona in Spanien: Bei Einreise mit positivem Test droht hohe Geldstrafe

Auch in Spanien wütete die Corona-Pandemie heftig. Das Land versucht nun, sich auch gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus* durch Einreisende zu schützen – mit drastischen Maßnahmen.

So muss jeder, der ab dem 23. November aus Risikogebieten wie auch Deutschland nach Spanien einreist und keinen negativen Corona-Test* vorlegen kann, mit einer hohen Geldstrafe rechnen.

Verstöße könnten mit bis zu 6000 Euro geahndet werden, kündigte die spanische Außenministerin Arancha González Laya beim Fernsehsender Antena 3 an. Der Corona-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein.

Unterdessen musste Frankreich die für März geplanten Regionalwahlen aufgrund der angespannten Corona-Lage um drei Monate verschieben. Auch in Österreich steigen die Zahlen trotz bestehendem Teil-Lockdown weiter bedenklich an. (kh/dpa) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Rubriklistenbild: © Amir Nabizadeh/TT News Agency/dpa/picture alliance

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