Studie

Luftfahrt trug bislang 3,5 Prozent zur Klimaerwärmung bei

Ein Flugzeug hinterlässt Kondensstreifen am wolkenlosem Himmel. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa
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Ein Flugzeug hinterlässt Kondensstreifen am wolkenlosem Himmel. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Oberpfaffenhofen (dpa) - Die Luftfahrt hat einer neuen Studie zufolge bislang rund 3,5 Prozent zur menschengemachten Klimaerwärmung beigetragen.

Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam im Fachblatt "Atmospheric Environment". Die Branche habe zwischen 1940 und 2018 32,6 Milliarden Tonnen CO2 emittiert, heißt es in einer Mitteilung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), das mit Forschern des Instituts für Physik der Atmosphäre an der Untersuchung beteiligt war.

Die Hälfte davon sei in den vergangenen 20 Jahren erzeugt worden - was die Forscher auf die gestiegene Zahl der Flüge sowie die Ausweitung der Flugrouten und Flugzeugflotten zurückführen.

Die Forscher schätzen, dass 32,6 Milliarden Tonnen rund 1,5 Prozent der gesamten menschlichen CO2-Emissionen entsprechen. Doch der Luftverkehr nimmt nicht nur über diese Emissionen Einfluss auf das Klima. Deshalb haben die Forscher auch andere Faktoren berücksichtigt.

Dazu gehören neben dem Ausstoß von Kohlendioxid und Stickoxiden auch die Wirkung von Kondensstreifen und sogenannten Kondensstreifen-Zirren. Das sind Wolken aus Eiskristallen, die von Flugzeugen in großer Höhe bei bestimmten meteorologischen Bedingungen erzeugt werden. Zudem wurden Effekte von Wasserdampf, Ruß und Aerosolpartikeln in die Rechnungen miteinbezogen.

An der Studie waren unter anderem auch die US-Klimabehörde NOAA, das norwegische Klima-Forschungszentrum Cicero und Universitäten mehrerer Länder beteiligt.

© dpa-infocom, dpa:200903-99-413914/2

Mitteilung

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