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Wasser-Probleme drohen auf Mallorca: „Vorwarnstufe“ für Teile der Insel ausgerufen

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Von: Markus Hofstetter

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Auf den Baleareninseln regnet es viel zu wenig. Das hat nun Folgen für Mallorca. Für einige Gegenden wurde die zweite von vier Warnstufen für Trockenheit ausgerufen.

Palma - Auf den Baleareninseln hält die Hitze an. Sogar ein Bad im Meer verspricht keine Abkühlung. Auch der Regen bleibt aus. Eine Folge der anhaltenden Trockenheit ist, dass der Stand der gesamten Trinkwasserreserven der Inseln innerhalb von einem Monat um vier Prozent auf 49 Prozent gesunken ist. Das berichtet das Mallorca Magazin.

Trockenheit auf Mallorca: Zweite von vier Warnstufen für Trockenheit ausgerufen

Angesichts der angespannten Wassersituation hat die Balearen-Regierung für drei Gebiete auf Mallorca die „prealerta“, also die „Vorwarnstufe“ ausgerufen. Dabei handelt es sich um das Gebiet Migjorn im Inselsüden, die Gegend rund um Artà und Capdepera und die östliche Zentralebene. Hinzu kommt die Insel Formentera.

Cúber Stausee auf Mallorca
Der Cúber-Stausee ist ein bedeutendes Trinkwasserreservoir für Mallorcas Hauptstadt Palma (Foto vom 5. August 2022) © Sabine Thielemann/imago

Für die Trockenheit gibt es eine vierstufige Warnskala. Sie reicht von „Stabil“, der untersten Stufe, über „Vorwarnung“ und „Alarm“ bis hin zu „Notstand“.

Trockenheit auf Mallorca: Die Touristenmassen sind eine Belastung für die Wasserreserven

Grund für die aktuelle Warnung sind Befürchtungen des balearischen Umweltministeriums, dass wegen der vielen Touristen, die sich derzeit auf der Insel aufhalten, die Wasserreserven relativ schnell abnehmen könnten. Hinzu kommen die großen Hitzeperioden, die ebenfalls dafür sorgen, dass das Wasser schneller zu Neige geht. Die Behörden appellierten bereits an die Bürger, sparsam mit dem Trinkwasser umzugehen.

Sollten Regenfälle weiter ausbleiben, wird eine Verschärfung erwartet. Laut des Mallorca Magazins wird bereits damit gerechnet, dass Ende August der Voralarm für die Region um Manacor und Felanitx im Osten der Insel und für den Nordteil der Serra de Tramuntana beschlossen werden wird.

Trockenheit auf Mallorca: Im Juni hat es viel zu wenig geregnet

Die Trinkwasserversorgung auf Mallorca basiert auf zwei Stauseen und Grundwasser. Hinzu kommen Entsalzungsanlagen. Der ausbleibende Regen setzt derzeit allen Baleareninseln schwer zu. Im Durchschnitt regnete es auf den Inseln im Juni diesen Jahres gerade einmal 2,1 Liter pro Quadratmeter. Der Mittelwert für diesen Sommermonat der vergangenen Jahre lag bei 12,9 Litern.

Bereits 2016 waren die Wasserreserven auf Mallorca stark zurückgegangen, da es im Winter kaum geregnet hatte. Dabei war sogar die Warnstufe „Alarm“ ausgerufen worden.

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